openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Mit Entschiedenheit gegen jede Form der Diskriminierung

16.11.200717:13 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Berlin/Stuttgart, 16. November 2007 - Im Rahmen einer Pressekonferenz, zu der der Bund der Freien Waldorfschulen bundesweit eingeladen hatte, stellte der Vorstand in Berlin die "Stuttgarter Erklärung" den Medien und der Öffentlichkeit vor. Mit deutlichen Worten setzte sich der Bund gegen in jüngster Zeit erhobene Vorwürfe zur Wehr, die Grundlagen der Unterrichtsgestaltung an Waldorfschulen seien teilweise von rassistischem Gedankengut geprägt: Die Vertretung der deutschen Waldorfschulen spricht sich klar und deutlich gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung aus.



Ein vernichtenderer Vorwurf als der des Rassismus kann heute nicht erhoben werden - und das ist zu Recht so, wie die Vorstände des Bundes der Freien Waldorfschulen finden. Angesichts der im Zusammenhang mit den Schriften des Begründers der Waldorfpädagogik Rudolf Steiner immer wiederkehrenden Vorwürfe zeigten sich die Vertreter der Waldorfschulen tief betroffen. Mit der Verabschiedung der Stuttgarter Erklärung durch alle Mitglieder des Bundes der Freien Waldorfschulen setzen sie nun ein eindeutiges Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung und distanzieren sich auch entschieden von allen Versuchen einer rassistischen oder nationalistischen Vereinahmung. Mit der Wirklichkeit haben solche Vorwürfe nichts zu tun: Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung hat erneut belegt, dass rassistische Einstellungen an Waldorfschulen weit seltener sind, als an allen anderen Schularten. Waldorfschulen setzen sich unmissverständlich für eine Pädagogik ein, in deren Mittelpunkt die Förderung der Individualität der einzelnen Schüler steht.

Die Stuttgarter Erklärung im Wortlaut:

Waldorfschulen gegen Diskriminierung

- Die Freien Waldorfschulen leisten bei der Wahrnehmung ihrer erzieherischen Aufgabe im Geiste der Menschenrechte einen Beitrag für eine Gesellschaft, die auf dem solidarischen Zusammenleben aller Menschen beruht.

- Als Schulen ohne Auslese, Sonderung und Diskriminierung ihrer Schülerinnen und Schüler sehen sie alle Menschen als frei und gleich an Würde und Rechten an, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung.

- Die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik richtet sich gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus. Die Freien Waldorfschulen sind sich bewusst, dass vereinzelte Formulierungen im Gesamtwerk Rudolf Steiners nach dem heutigen Verständnis nicht dieser Grundrichtung entsprechen und diskriminierend wirken.

- Weder in der Praxis der Schulen noch in der Lehrerausbildung werden rassistische oder diskriminierende Tendenzen geduldet. Die Freien Waldorfschulen verwahren sich ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Vereinnahmung ihrer Pädagogik und von Rudolf Steiners Werk.

Aus diesem Selbstverständnis arbeiten die Freien Waldorfschulen seit ihrer Gründung 1919. Waldorfpädagogische Einrichtungen engagieren sich heute in allen Erdteilen, darunter in sozialen Brennpunkten Europas, Afrikas, Amerikas, Asiens, in Israel und der arabischen Welt.

Verabschiedet von der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen, Stuttgart, am 28. Oktober 2007

Bund der Freien Waldorfschulen
Thekla Walker, Peter Augustin
Wagenburgstraße 6
70184 Stuttgart
Tel. 0711-2104225
E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 171721
 161

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Mit Entschiedenheit gegen jede Form der Diskriminierung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bund der Freien Waldorfschulen e.V.

Bild: Ersatzschulfinanzierung muss laut Rechtsgutachten neu geregelt werdenBild: Ersatzschulfinanzierung muss laut Rechtsgutachten neu geregelt werden
Ersatzschulfinanzierung muss laut Rechtsgutachten neu geregelt werden
Hamburg/Stuttgart, 2. August 2017/VS. Im Auftrag der Stiftung für die Freiheit (Friedrich-Naumann-Stiftung) wurde von der Verfassungsrechtlerin Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf (Leibniz Universität Hannover) das Rechtsgutachten „Das missverstandene Sonderungsverbot für private Ersatzschulen“ erstellt. Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) sieht sich damit in der Forderung nach einer Neuregelung der Ersatzschulfinanzierung bestätigt. Brosius-Gersdorf leitet in ihrem Gutachten Konsequenzen für den Gesetzgeber ab, um das im Grundgesetz ve…
Bild: 100 Jahre Waldorfpädagogik im Jahr 2019Bild: 100 Jahre Waldorfpädagogik im Jahr 2019
100 Jahre Waldorfpädagogik im Jahr 2019
Stuttgart/Hamburg, 14. März 2017/CMS. Am 7. September 1919 wurde die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet – in zweieinhalb Jahren wird „die Waldorfschule“ 100 Jahre jung! Heute ist diese Pädagogik mit rund 1.100 Waldorfschulen und fast 2.000 Waldorfkindergärten in über 80 Ländern ein weltweiter pädagogischer Impuls. Und es werden nach wie vor mehr. Das anstehende 100-jährige Jubiläum bietet die einmalige Chance, den pädagogischen Impuls Rudolf Steiners in einem globalen Austausch weiter zu entwickeln. Zur Stärkung der gegenseitigen Wah…

Das könnte Sie auch interessieren:

Zwei Jahre Allg. Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - Wer weiß was?
Zwei Jahre Allg. Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - Wer weiß was?
Nach zwei Jahren AGG wissen laut einer Umfrage des Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB nur 48% der befragten Berliner/innen mit Migrationshintergrund, dass es das AGG gibt und knapp 16% fühlen sich über ihre Recht nach dem AGG ausreichend informiert. Am 18. August 2008 feiert das Allg. Gleichbehandlungsgesetz sein 2-jähriges Bestehen. Wirklich …
Bild: AGG in der UnternehmensweltBild: AGG in der Unternehmenswelt
AGG in der Unternehmenswelt
… von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern von entscheidender Bedeutung. Die Schlüsselrolle der Compliance Officer und ihre Rolle in der Förderung von Gleichbehandlung:Diskriminierung kann nicht nur das Betriebsklima beeinträchtigen, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. An diesem Punkt kommt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz …
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – das Warten hat nun ein Ende
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz – das Warten hat nun ein Ende
Pressemitteilung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG und zur gemeinsamen Stellungnahme verschiedener unabhängiger Antidiskriminierungsstellen in Deutschland Nach knapp 3 Jahren setzt die Bundesrepublik Deutschland nun endlich als einer der letzten EU-Staaten das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) um. Der Europäische Gerichtshof hatte Deutschland …
Bild: Die FDP tritt mit aller Entschiedenheit für den Abbau von Diskriminierung und gegen Intoleranz einBild: Die FDP tritt mit aller Entschiedenheit für den Abbau von Diskriminierung und gegen Intoleranz ein
Die FDP tritt mit aller Entschiedenheit für den Abbau von Diskriminierung und gegen Intoleranz ein
… erwirken. Viel wichtiger ist es aber, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem keiner zu einem Opfer herabwürdigenden Verhaltens wird. Die FDP tritt mit aller Entschiedenheit für den Abbau von Diskriminierung und gegen Intoleranz ein. Wir fordern: Gleiche Rechte und gleiche Chancen für alle Bürger. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Nicola Beer, …
Terror in Moskau
Terror in Moskau
… Ich möchte Ihnen hierzu mein tief empfundenes Mitgefühl aussprechen. Der Anschlag zeigt einmal mehr, dass wir Terrorismus in jeglicher Form mit aller Entschiedenheit bekämpfen müssen. Die Menschen in Russland sollen wissen, dass die Gedanken in Deutschland bei den Opfern und ihren Familienangehörigen sind. Mit freundlichen Grüßen Ihr Gerhard Schröder   Presse- …
Bild: Hochschule Koblenz veranstaltet am 5. Dezember Vortrag über Sexismus und sexuelle BelästigungBild: Hochschule Koblenz veranstaltet am 5. Dezember Vortrag über Sexismus und sexuelle Belästigung
Hochschule Koblenz veranstaltet am 5. Dezember Vortrag über Sexismus und sexuelle Belästigung
… man über Sexismus und sexuelle Belästigung aus der Forschung wei? eröffnet Dr. Charlotte Diehl die Kampagne „Wir sagen NEIN! zu jeder Form sexueller Belästigung und Diskriminierung!“ der Hochschule Koblenz. Der vom Gleichstellungsbüro der Hochschule Koblenz organisierte Vortrag findet am Dienstag, 5. Dezember 2017, um 14 Uhr in Raum KU28 am RheinMoselCampus …
Bild: Was lange währt, wird nicht richtig gut - Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz tritt morgen in KraftBild: Was lange währt, wird nicht richtig gut - Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz tritt morgen in Kraft
Was lange währt, wird nicht richtig gut - Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz tritt morgen in Kraft
17. August 2006. Pressemitteilung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG und zur gemeinsamen Stellungnahme verschiedener unabhängiger Antidiskriminierungsstellen in Deutschland Nach knapp 3 Jahren setzt die Bundesrepublik Deutschland nun endlich als einer der letzten EU-Staaten das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) um. Der Europäische Gerichtshof …
Bild: MEDIA CONSULTA inszeniert die VielfaltBild: MEDIA CONSULTA inszeniert die Vielfalt
MEDIA CONSULTA inszeniert die Vielfalt
TV-Spot auf MTV wirbt europaweit für Kreativwettbewerb gegen Diskriminierung Berlin, 23. Oktober 2007 – Im Zuge einer europaweiten Informationskampagne gegen Diskriminierung kooperiert MEDIA CONSULTA mit MTV, dem größten Jugendsender. Im Rahmen der Informationskampagnen „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“ und zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit …
SEHN: Verfolgung von Christen traurige Realität
SEHN: Verfolgung von Christen traurige Realität
… Ländern Schikanen, Drohungen sogar Folter und Verfolgung ausgesetzt sind, wird vielfach nicht wahrgenommen. Insbesondere in Ländern wie Indonesien, Indien, Vietnam, China, sind Diskriminierung und Einschüchterung eine tägliche leidvolle Erfahrung für die dort lebenden Christen. Dieses Leid und Unrecht darf nicht einfach verschwiegen und vergessen werden. …
Gründung des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland
Gründung des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland
Einsatz für die Interessen von Diskriminierungsopfern - am 22.05.2007 wurde in Berlin der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) gegründet. Erstmals schließen sich bundesweit unabhängige Antidiskriminierungsbüros/-stellen, Selbstorganisationen und wissenschaftliche Einrichtungen vornehmlich aus der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit …
Sie lesen gerade: Mit Entschiedenheit gegen jede Form der Diskriminierung