(openPR) Am 3. September 2007 hat in Brüssel die internationale Konferenz „Gemeinsames Handeln – Stärkung der Europäischen Nachbarschaftspolitik“ stattgefunden. An der repräsentativen Veranstaltung nahm der stellvertretende Außenminister der Republik Belarus Walerij Woronezkij teil, der in seiner Rede mögliche Formen und Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Belarus und der EU geschildert hat.
Der hochrangige Vertreter des belarussischen Außenministeriums betonte, dass sein Land einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung und Gewährleistung der Stabilität der Lieferungen von Energieressourcen in die EU leiste und bereit sei, diesen auch weiterhin zu erhöhen.
„Europa sollte eine gegenseitig annehmbare Form und Formel der Vereinigung von Interessen der Liefer- Transit- und Verbraucherländer finden, um auf dieser Basis ein nachhaltiges System der Deckung des Energiebedarfes des ganzen Kontinents zu schaffen“ – sagte W.Woronezkij.
Dem stellvertretenden Außenminister zufolge, sei Belarus als ein Land an der strategischen Kreuzung der Energie- und Transportinfrastruktur bereit, mit sämtlichen Partnern effizientere Wege für die Lieferungen von Energieressourcen aus allen Richtungen zu erörtern. Als eines der Schlüsseltransitländern schlage Belarus vor, solide gemeinsame europäische Projekte zur Gewährleistung der Transitsicherheit zu realisieren, einschließlich der physischen Sicherheit der Erdöl- und Gasleitungen, Schaffung und Erweiterung der unterirdischen Lager, Errichtung von Kraftwerken für alternative Energieträger etc.
Die belarussische Seite trete für die Fortsetzung des erfolgreich begonnenen Dialogs mit der Europäischen Union im Energiebereich ein, sie sei ebenfalls an einer aktiven Kooperation in den Bereichen Verkehr, Transit, Umweltschutz, Landwirtschaft und Forschung interessiert. „Wir sollten von einfachen Handelsbeziehungen mit der EU zu mehr fortgeschrittenen Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit übergehen“, – erklärte W.Woronezkij. Belarus lade europäische Investoren ein, in die strategischen Wirtschaftsbranchen, darunter Energiewirtschaft, Maschinenbau, chemische und Erdölverarbeitungsindustrie, zu investieren.
Laut dem Vertreter des belarussischen Außenministeriums, könne auch die Verhinderung der illegalen Migration, Kriminalität, des Menschen- und Drogenhandels ohne eine tiefgreifende und systematische Zusammenarbeit zwischen der Republik Belarus und der EU nicht zuverlässig sein. Dieser werde es jedoch durch die gegengerichteten Maßnahmen geschadet, vor allem durch die Schaffung der künstlichen Barrieren, einschließlich tarifären Handelshemmnissen, Visumbeschränkungen usw., die der Erweiterung der Kontakte zwischen den Regierungen, Geschäftsleuten und Bürgern im Wege stünden.
„Gerade deswegen streben wir die Aufhebung der künstlichen tarifären Handelshemmnisse und die Vereinfachung des Visaregimes zwischen Belarus und der EU an“, – betonte W.Woronezkij. Diese Position werde durch konkrete Taten bestätigt: Belarus habe bereits eine Reihe von einseitigen Schritten zur Liberalisierung des Visaregimes für die EU-Bürger unternommen.



