(openPR) Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat eine „Alzheimer-Abgabe“ auf Medikamente für eine verbesserte Demenzforschung gefordert. Er halte die Idee, beim Kauf von Arzneimitteln eine 50-Cent-Abgabe für die Alzheimer-Forschung zu zahlen, wie sie derzeit in Frankreich diskutiert werde, für sehr sinnvoll, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Schon jetzt gebe es eine Unterversorgung von Demenzkranken in Deutschland.
Quelle: welt-online.de >>> http://www.welt.de/wissenschaft/article1128290/Aerztekammer-Chef_fordert_Alzheimer-Abgabe.html
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Ein sympathischer Vorschlag vom Präsidenten der BÄK, der die Unterstützung aller verdienen sollte.
Vielleicht könnte hier die derzeit amtierende Bundesregierung mit einem guten Beispiel vorangehen und einstweilen die öffentlichen Mittel für die Forschung erhöhen. Der voller Stolz vermeldete Haushaltsüberschuss ist u.a. auch auf die zusätzlichen Einnahmen durch die Mehrwertsteuer zurückzuführen, so dass auch die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zur Konsolidierung beigetragen haben. Auch wenn – wie gewohnt – das Bundesfinanzministerium vor einer Überinterpretation warnt und zu einem Festhalten an dem Konsolidierungskurs mahnt, käme die Aufstockung entsprechender Forschungsmittel angesichts der demografischen Entwicklung einer absolut sinnvollen „Investition“ gleich. Unsere Volksvertreter sollten zumindest über die Anregung des Präsidenten der BÄK nachdenken und sich beim Bundesfinanzminister für die zusätzliche Bereitstellung finanzieller Mittel verwenden.
Allerdings wäre es nach wie vor auch eine echte Option, durch die Vermeidung entsprechender Fehlinvestitionen, die von den politisch Verantwortlichen zu vertreten sind, die frei werdenden finanziellen Ressourcen u.a. in die Forschung zu investieren. Ein Blick in das alljährlich aufgelegte „Schwarzbuch“ und die Berichte der Rechnungshöfe lässt auf eine gewaltige Finanzreserve schließen.













