(openPR) „In scharfer Form hat die Senioren-Union der CDU Deutschlands den Vorschlag des Bundesärztekammer-Präsidenten Prof. Dr. Jörg Dietrich Hoppe zurückgewiesen, mit einer so genannten „Alzheimer-Abgabe“ auf Medikamente für eine verbesserte Demenzforschung zu sorgen. „Allein der Begriff 'Alzheimer-Abgabe' würde in der Öffentlichkeit zu einer weiteren Diskriminierung von Millionen älterer Menschen führen“, sagte der Chef der CDU-Senioren-Organisation, Prof. Dr. Otto Wulff, heute in Berlin. „Der Vorschlag ist inhaltlich und sprachlich indiskutabel - er fördert ein völlig falsches Bild vom Alter und treibt die betroffenen Menschen noch mehr als bisher in die Isolation."
Quelle: Pressemitteilung (27.08.07) der Senioren Union CDU >>> http://www.seniorenunion.cdu.de/index.php?id=35&pressid=409
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Die Kritik an dem Vorschlag von dem Präsidenten der BÄK, über eine „Alzheimer-Abgabe“ nachzudenken, ist m.E. nicht nachvollziehbar. Ob der Begriff zu einer Diskriminierung von Millionen hochaltriger Bürger führen wird, steht zu bezweifeln an, zumal in Anbetracht der aktuellen Diskussionen mit Blick auf die Herausforderungen durch den demografischen Wandel zunehmend die dementiellen Erkrankungen auch ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.
Weshalb nun aber der Vorschlag „inhaltlich“ indiskutabel sei, ist in der Gänze nicht nachvollziehbar, kommt doch gerade eine wir auch immer zu bezeichnende Abgabe vornehmlich den Forschungszwecken zugute. Selbstverständlich ist hierbei, dass auch den Präventionszwecken eine eminent wichtige Bedeutung beigemessen werden musst, wobei das Augenmerk nicht nur auf die Primär-, sondern insbesondere auch auf die Sekundär- und Tertiärprävention zu richten ist (vgl. dazu etwa Füsgen/Vogel, Demenz – Prävention vor Pflege >>> http://209.85.135.104/search?q=cache:mEVltTgWddwJ:www.zukunftsforum-demenz.de/pdf/4355_doku_11_low_Innen.pdf+Demenz+Pr%C3%A4vention&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de )













