(openPR) Wirtschaftsjunioren fürchten neue Belastungen für Mittelstand
Berlin, 5. Juli 2007 - Die Wirtschaftsjunioren Deutschland fordern die Ministerpräsidenten dringend auf, die Unternehmensteuerreform im Bundesrat nachzubessern. "Die Ministerpräsidenten müssen eine Lanze für den Mittelstand brechen", fordert die WJD-Bundesvorsitzende Kirsten Hirschmann. "Die Politiker überbieten sich regelmäßig darin, die Bedeutung des Mittelstandes zu betonen", sagt Hirschmann. "Jetzt wäre eine Gelegenheit, dem auch Taten folgen zu lassen."
Derzeit führe die Reform gerade für den Mittelstand zu neuen Belastungen. "Nicht nachvollziehbar ist vor allem, dass Leasingaufwendungen, Mieten und Pachten anteilig dem Gewerbeertrag zugerechnet werden", sagt Hirschmann. Außerdem führe der Wegfall der degressiven Abschreibung für rund 200.000 Personengesellschaften zu erheblichen Nachteilen, die nicht ausgeglichen werden. "Die Steuerbelastung für kleine und mittlere Personengesellschaften wird sich weiter erhöhen, viele mittelständische Unternehmen werden zur Kasse gebeten", fürchtet Hirschmann. Vor allem in Branchen wie Handel, Bau und Gastronomie stünden Existenzen auf dem Spiel. "Das kann nicht im Sinne des Gesetzes sein", sagt Hirschmann.
"Auch eine Vereinfachung, die ja Ziel der Reform war, bekommen wir nach derzeitigem Stand nicht", kritisiert Hirschmann. Die Bundesregierung sei mit dem Ziel angetreten, den Mittelstand von Bürokratie zu entlasten. "Insoweit ist dieses Gesetz ein Schritt in die falsche Richtung."
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).
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