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Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt

25.06.201910:09 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Das Leipziger Projekt: AuVschwung
www.bbw-leipzig.de



Nach dreijähriger Laufzeit geht das Projekt zur Aktivierung und Vermittlung Schwerbehinderter Menschen und nachhaltige gesellschaftliche
Inklusion erfolgreich zu Ende. Das Projekt ist besser bekannt unter der Abkürzung „AuVschwung“ und geht auf eine Inklusionsinitiative der Bundes-regierung zur intensivierten Eingliederung und Beratung von Menschen mit Behinderung zurück.

„Menschen mit Behinderung sind nicht weniger leistungsfähig. Vielmehr sind sie, auf dem richtigen Arbeitsplatz und entsprechend ihren Fähigkeiten sowie beruflichen Interessen beschäftigt, sehr motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Chance nutzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur Leipzig leben den inklusiven Gedanken seit vielen Jahren. Wir wünschen uns, dass dieser durchgängig sich auch auf dem Arbeitsmarkt fest verankert. Deswegen werben wir auch dafür, Menschen mit Schwerbehinderung zu beschäftigen und ihnen eine Chance zu geben, ihre Talente und Potenziale einzubringen. Ein Lob spreche ich dem Projekt-träger aus. Im Rahmen des Projektes AuVschwung ist es dem Träger vom Start weg schnell und treffsicher gelungen, mit individuellen Eingliede-rungsplänen und einer Begleitung zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen zu gewinnen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig Steffen Leonhardi.

„Die Motivation und Hingabe von Menschen mit Einschränkungen, genau in den Bereichen der persönlichen Stärken besonders leistungsstark zu sein und damit andere zu überzeugen, ist ein hohes und nicht zu unterschätzendes Gut. Ein Gut, das sich Arbeitgeber zu Nutze machen sollten. Konzepte wie das Projekt AuVschwung sind stets wichtige Mehrwerte für unseren Arbeitsmarkt. Mehrwerte, die zeigen, dass es sich lohnt, auch ab und an einen zweiten Blick auf die Potenziale von Bewerbern zu werfen. Ich danke dem Projektträger für das Engagement und die Kraft, die in die-ses Projekt gesteckt wurden“, sagt Sabine Edner, Geschäftsführerin des Jobcenters Leipzig.

Die Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH der BBW-Leipzig-Gruppe, wurde von der Agentur für Arbeit in Kooperation mit dem Jobcenter Leipzig mit der Projektumsetzung beauftragt. Projektstandort war das Kompetenzzentrum für Vermittlung und Integration in der Grimmaischen Straße 10 in Leipzig.

In der Tat ist ein „AuVschwung“ für Menschen mit Behinderung auf dem Leipziger Arbeitsmarkt deutlich spürbar. Während der Projektlaufzeit sank die Zahl der Arbeitsuchenden mit Behinderung in Leipzig erstmals seit zehn Jahren unter 1000. Von insgesamt 180 Projektteilnehmenden konnten bis zum Projektende 79 Personen vermittelt werden – Das entspricht einer Vermittlungsquote von 44 Prozent und übertrifft die gesteckten Ziele sogar deutlich: „Vor dem Hintergrund, dass viele der Teil-nehmenden mit multiplen Einschränkungen und aus der Langzeitarbeitslosigkeit ins Projekt kamen, sind die 44 Prozent als großer Erfolg zu werten“, sagt die Teilprojektkoordinatorin Rita Eichhorn.

Doch viel mehr als die bloßen Zahlen zählen die Einzelfälle. Menschen, die wie Mandy Berger im Projekt Mut schöpfen konnten und für die sich mit AuVschwung neue Perspektiven eröffnet haben. Überhaupt war die durchgängige individuelle Integrationsplanung und enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren im Vermittlungsprozess einer der Erfolgsfaktoren im Projekt. Frau Berger wurde von einem Integrationsberater von AuVschwung zum Bewerbungsgespräch begleitet.

Schon hier wurde zu Möglichkeiten wie Praktikum, Probebeschäftigung, Eingliederungshilfen und Arbeitsplatzausstattung informiert: „Ich denke, ohne die Betreuung wäre es wahrscheinlich nicht zu dem Arbeitsverhältnis gekommen“, sagt Rechtsanwalt Stefan Schübel, der die junge Frau in der Kanzlei BERGK & SCHÜBEL mittlerweile als Bürohilfe fest angestellt hat.

„Mir hat das Projekt geholfen, einen festen Arbeitsplatz zu finden. Man sollte niemals die Menschen mit Behinderung an die Seite stellen. Die sind genauso viel wert wie Menschen ohne Behinderung und die können genauso viel arbeiten wie Menschen ohne Behinderung, wenn auch nicht so schnell - aber sie können, das sieht man ja an mir!“, sagt Mandy Berger selbstbewusst. Perspektivisch soll sie sich in den nächsten drei Jahren zu einer Rechtsanwaltsfachangestellten weiterentwickeln können. „Ich kann das nur jedem empfehlen, die Möglichkeiten der Förderung in Anspruch zu nehmen und tatsächlich auch zu versuchen, so einen motivierten Mitarbei-ter auch ins Unternehmen zu integrieren. Vielleicht ist die Motivation ja sogar größer, weil die Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt für Menschen mit Einschränkungen größer sind“, ergänzt Stefan Schübel.

Das Beispiel zeigt, wie AuVschwung mit seinem individualisierten Vermittlungsprozess, Beratung und Information, Netzwerkarbeit und Bewusst-seinsbildung eine Sensibilisierung für das Thema Inklusion auf dem Leipziger Arbeitsmarkt erreichen konnte. Neben der intensiven Arbeit mit den Teilnehmenden und der Beratung von Unternehmen fanden zwei Inklusionskonferenzen, vier Fortbildungen für Personalverantwortliche und mehrere Netzwerktreffen von Schwerbehindertenvertretungen Leipziger Firmen statt. Auch nach Projektende von AuVschwung bleibt das Kompetenzzentrum für Vermittlung und Integration eine zentrale Anlaufstelle bei allen Fragen rund um Vermittlung, Arbeit und Inklusion im Zentrum von Leipzig. Einige der genannten Angebote sollen zudem weitergeführt und entwickelt werden: Mit Blick auf die Zukunft sagt Rita Eichhorn: „Wir setzten jetzt nicht zur Landung an, sondern nehmen den Schwung mit für neue Aufgaben und Projekte!“

www.auvschwung.de
www.joblotse-leipzig.de

AuVschwung ist Teil eines Programms der Bundesregierung zur „intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen“. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) will mit dieser Inklusionsinitiative Unternehmen verstärkt sensibilisieren, damit mehr Menschen mit Behinderung ausgebildet und beschäftigt werden. Das Programm umfasst insgesamt 50 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Ausgleichsfonds finanziert.

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