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Weihnachts-PR: Ideen, Zeitplan und Last-Minute-Tipps

Zwischen Ende November und Jahreswechsel ist die Aufmerksamkeit von Kunden, Medien und Öffentlichkeit so stark auf ein Thema gerichtet wie sonst kaum im Jahr. Für Unternehmen ist das Chance und Herausforderung zugleich: Wer in dieser Zeit mit einer guten Geschichte auftritt, wird wahrgenommen – wer nur Rabatte und Weihnachtsgrüße verschickt, geht in der Masse unter. Dieser Beitrag zeigt, was gute Weihnachts-PR ausmacht, wann Sie mit der Planung beginnen sollten, liefert zehn Ideen mit Beispiel-Überschriften für Pressemitteilungen, die Klassiker des Weihnachtsmarketings und Last-Minute-Tipps für alle, die spät dran sind.

Weihnachts-PR planen © olly – stock.adobe.com
Weihnachts-PR planen © olly – stock.adobe.com
Das Wichtigste in Kürze:

  • Weihnachts-PR nutzt die Festtage als Anlass für Geschichten über das Unternehmen – nicht als Anlass für reine Werbung.
  • Zeitplan: Themen im September und Oktober planen, Aktionen Anfang November ankündigen, im Dezember berichten.
  • Gute Anlässe: Spendenaktionen, Engagement in der Region, Geschenktipps vom Fachmann, Einblicke in die Hochsaison, Jahresrückblick.
  • No-Gos: Weihnachtsgrüße als Pressemitteilung, Rabatte ohne Nachrichtenwert, Versand an Redaktionen kurz vor dem Fest.

Was ist Weihnachts-PR?

Weihnachts-PR umfasst alle Kommunikationsmaßnahmen, mit denen ein Unternehmen die Advents- und Weihnachtszeit nutzt, um über sich zu berichten: Pressemitteilungen, Beiträge in sozialen Netzwerken, Aktionen mit Kunden und Partnern, Engagement in der Region. Anders als Weihnachtswerbung, die ein Angebot verkauft, erzählt Weihnachts-PR eine Geschichte, die auch ohne Kaufabsicht interessant ist – etwa über eine Spendenaktion, die Arbeit in der Hochsaison oder einen Rückblick auf das Jahr.

Gerade für kleinere Unternehmen lohnt sich das. Lokalzeitungen, Anzeigenblätter und Online-Portale suchen in dieser Zeit nach Themen mit regionalem Bezug und menschlichen Geschichten. Und Kunden, die vor Weihnachten nach Geschenken, Öffnungszeiten oder Lieferfristen suchen, stoßen auf Unternehmen, die sich mit aktuellen Meldungen zeigen.

 

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Der richtige Zeitpunkt: Zeitplan für Advent und Jahreswechsel

Weihnachts-PR beginnt früher, als viele denken. Monatsmagazine planen ihre Dezemberausgaben bereits im Spätsommer, und wer eine Aktion erst Mitte Dezember ankündigt, erreicht kaum noch jemanden. Ein bewährter Ablauf:

Zeitraum Was jetzt ansteht Beispiel
September bis Oktober Themen und Aktionen planen, Partner und Spendenempfänger ansprechen, Fotos vorbereiten Kooperation mit einem örtlichen Tierheim vereinbaren
Anfang bis Mitte November Aktionen ankündigen, Termine für Adventsveranstaltungen veröffentlichen Pressemitteilung zur Adventsaktion im Laden
Ende November Black Friday und Cyber Monday begleiten, Advent starten Spende statt Rabatt am Aktionswochenende
Erste Dezemberhälfte Geschenktipps, Einblicke in die Hochsaison, Ergebnisse von Aktionen Bericht über die Weihnachtsschicht in der Backstube
Kurz vor Weihnachten Öffnungszeiten und Lieferfristen, kurze Servicemeldungen Letzter Bestelltag für Lieferung vor dem Fest
Zwischen den Jahren und Januar Jahresrückblick, Bilanz der Spendenaktion, Ausblick Spendenübergabe mit Foto und Zitat

Wer ins Weihnachtsgeschäft mit einer Aktion zu Black Friday oder Cyber Monday startet, findet Anregungen in Cyber Monday: Bedeutung, Termin und Tipps.

10 Ideen für Ihre Weihnachts-PR

Die besten Weihnachtsthemen haben einen echten Anlass, betreffen Menschen und lassen sich mit einem guten Foto erzählen. Zu jeder Idee finden Sie eine Beispiel-Überschrift für eine Pressemitteilung.

Idee 1: Spende statt Kundengeschenke

Geschenkideen zum Fest © K.-U. Häßler – stock.adobe.com
Geschenkideen zum Fest © K.-U. Häßler – stock.adobe.com
Viele Unternehmen verzichten auf Präsente für Geschäftspartner und spenden den Betrag stattdessen an eine gemeinnützige Einrichtung. Das ist ein guter Anlass für eine Meldung – vor allem, wenn die Einrichtung aus der Region kommt und bei der Übergabe ein Foto entsteht. Wichtig ist der Ton: Die Organisation und ihre Arbeit stehen im Mittelpunkt, nicht die Großzügigkeit des Unternehmens. Beispiel: „Statt Weihnachtspräsenten: Steuerkanzlei unterstützt die Hausaufgabenhilfe im Stadtteil“

Idee 2: Geschenktipps vom Fachmann

Redaktionen und Leser suchen im Dezember nach Orientierung. Ein Buchhändler, ein Weinhändler oder ein Fahrradladen kann mit seiner Expertise Geschenktipps geben, die echten Nutzen haben – und dabei ganz nebenbei die eigene Kompetenz zeigen. Beispiel: „Buchhändlerin verrät: Diese fünf Bücher verschenken Leser in diesem Jahr am liebsten“

Idee 3: Eine Aktion mit Neuigkeitswert

Ein Rabatt allein ist keine Nachricht. Eine Aktion wird erst zum Thema, wenn sie etwas Besonderes bietet: einen Weihnachtsmarkt im Hof, eine Geschenkverpackung für einen guten Zweck, eine verlängerte Öffnungszeit mit Programm oder ein Angebot speziell für Menschen, die an den Feiertagen allein sind. Beispiel: „Café lädt an Heiligabend Gäste ein, die nicht allein feiern möchten“

Idee 4: Engagement in der Region

Geschenkaktionen für Kinder, Unterstützung der Tafel, Weihnachtsbäume für das Seniorenheim: Lokale Medien berichten gern über Unternehmen, die sich vor Ort einbringen. Je konkreter die Aktion und je sichtbarer die Menschen dahinter, desto größer die Chance auf Berichterstattung. Beispiel: „Autohaus-Team packt 150 Geschenke für Kinder aus dem Frauenhaus“

Idee 5: Einblicke in die Hochsaison

Für viele Branchen sind die Wochen vor Weihnachten die arbeitsreichsten des Jahres. Wie viele Stollen backt die Bäckerei, wie viele Pakete gehen täglich raus, wie bereitet sich der Paketdienst vor? Solche Einblicke mit Zahlen und Fotos sind beliebte Weihnachtsgeschichten. Beispiel: „Bäckerei Müller backt in diesem Advent 4.000 Stollen – nach dem Rezept des Großvaters“

Idee 6: Eine Umfrage zum Fest

Eine kurze Umfrage unter Kunden oder Followern liefert Zahlen, die Medien gern aufgreifen: Was steht auf dem Wunschzettel, wie viel wird für Geschenke ausgegeben, welche Traditionen sind beliebt? Wichtig ist, die Zahl der Befragten und den Zeitraum transparent anzugeben. Beispiel: „Umfrage unter 1.200 Kunden: Jeder Dritte verschenkt in diesem Jahr Erlebnisse statt Dinge“

Idee 7: Menschen im Unternehmen

Die Weihnachtszeit ist ein guter Anlass, Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen: langjährige Jubilare, Auszubildende, das Team, das an den Feiertagen Bereitschaft hat. Solche Geschichten stärken auch die Arbeitgebermarke. Beispiel: „Seit 25 Jahren an Heiligabend im Einsatz: Der Notdienst der Stadtwerke stellt sich vor“

Idee 8: Service rund ums Fest

Letzte Bestelltage, Öffnungszeiten zwischen den Jahren, verlängerte Umtauschfristen: Servicemeldungen sind unspektakulär, werden aber gesucht und gelesen. Kurz und präzise formuliert, sind sie eine nützliche Ergänzung zu den großen Themen. Beispiel: „Onlineshop garantiert Lieferung vor Heiligabend bei Bestellung bis 20. Dezember“

Idee 9: Nachhaltige Weihnachten

Wiederverwendbare Verpackungen, Reparaturservice statt Neukauf, regionale Produkte: Nachhaltigkeit ist ein Thema, das Medien in der Konsumzeit gern aufgreifen. Aussagen sollten aber konkret und belegbar sein – pauschale Umweltversprechen schaden mehr, als sie nützen. Mehr dazu in Green Marketing. Beispiel: „Spielwarenladen startet Tauschbörse für gut erhaltenes Spielzeug“

Idee 10: Jahresrückblick und Ausblick

Zwischen den Jahren ist es in den Redaktionen ruhiger, und Rückblicke haben Konjunktur. Ein Unternehmen kann die wichtigsten Ereignisse des Jahres zusammenfassen und einen Ausblick auf Pläne für das kommende Jahr geben. Wie das gelingt, zeigt Jahresrückblick erstellen. Beispiel: „Ein Jahr mit neuem Standort und zehn neuen Ausbildungsplätzen: Tischlerei zieht Bilanz“

Klassiker des Weihnachtsmarketings

Neben der Pressearbeit gehören einige Maßnahmen fest zum Weihnachtsmarketing. Sie wirken am besten, wenn sie mit der PR zusammenspielen – etwa wenn eine Adventsaktion in den sozialen Netzwerken auch Anlass für eine Pressemitteilung ist.

Maßnahme Wirkung Tipp
Weihnachtskarten und -mailings Pflegt Beziehungen zu Kunden und Partnern Persönlich unterschreiben statt Serienbrief
Online-Adventskalender Bringt über 24 Tage wiederkehrende Besucher Kleine, aber echte Gewinne; Teilnahmebedingungen klar formulieren
Weihnachtsnewsletter Erreicht Bestandskunden direkt Geschenkideen und Servicehinweise statt reiner Rabattliste
Kundengeschenke Zeigt Wertschätzung Regional, nützlich, persönlich – oder bewusst durch eine Spende ersetzen
Personalisierte Produkte und Verpackungen Macht Geschenke individuell Rechtzeitig Bestellfristen kommunizieren
Social-Media-Aktion Erhöht Reichweite und Interaktion Einblicke hinter die Kulissen statt Werbegrafiken

Wie personalisierte Ansprache und Produkte im Marketing wirken, beschreibt Personalisierung im Marketing.

Last-Minute-Tipps für Kurzentschlossene

Weihnachtsangebote © BRN-Pixel – stock.adobe.com
Weihnachtsangebote © BRN-Pixel – stock.adobe.com
Wer erst im Dezember mit der Weihnachts-PR beginnt, muss nicht verzichten, sollte aber auf schnelle und einfache Formate setzen:

  • Online statt Print: Presseportale, die eigene Website und soziale Netzwerke veröffentlichen sofort – Printmedien haben längere Vorlaufzeiten.
  • Ein klares Thema: Lieber eine gut erzählte Aktion als ein Sammelsurium aus Rabatten, Grüßen und Neuigkeiten.
  • Gutes Foto: Ein authentisches Bild aus dem Unternehmen erhöht die Chance auf Veröffentlichung deutlich.
  • Nachbericht planen: Wer die Ankündigung verpasst hat, kann über das Ergebnis berichten – etwa die Spendenübergabe im Januar.

Weitere Ideen für kurzfristige Pressearbeit zum Jahresende sammelt Last-Minute-PR im Dezember.

No-Gos in der Weihnachts-PR

Einige Fehler wiederholen sich jedes Jahr. Eine Pressemitteilung, die nur frohe Weihnachten wünscht, hat keinen Nachrichtenwert. Dasselbe gilt für reine Rabattmeldungen ohne Anlass. Spendenaktionen wirken unglaubwürdig, wenn das Unternehmen sich selbst feiert statt der unterstützten Organisation. Und Meldungen, die am 22. oder 23. Dezember an Redaktionen gehen, kommen fast immer zu spät.

openPR-Tipp: Kündigen Sie Weihnachtsaktionen mit einer Pressemitteilung an und berichten Sie im Januar mit einer zweiten Meldung über das Ergebnis. Zwei Meldungen zum selben Anlass erhöhen die Sichtbarkeit – und die zweite fällt in die nachrichtenärmere Zeit nach dem Jahreswechsel. Einen ersten Entwurf liefert der KI-Pressetext-Generator von openPR.

 

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Checkliste für die Festtage

Nr. Prüfpunkt Ja / Nein
1 Die Themen für Advent und Jahreswechsel sind bis Ende Oktober festgelegt.  
2 Jede geplante Meldung hat einen echten Anlass und ist mehr als ein Weihnachtsgruß.  
3 Partner oder Spendenempfänger sind informiert und mit der Nennung einverstanden.  
4 Es gibt aktuelle, authentische Fotos.  
5 Ankündigungen werden spätestens Mitte November veröffentlicht.  
6 Öffnungszeiten, Lieferfristen und Umtauschregeln sind kommuniziert.  
7 Pressemitteilung, Website, Newsletter und Social Media erzählen dieselbe Geschichte.  
8 Ein Nachbericht für Januar ist eingeplant.  

Häufige Fragen

Was gehört in eine Pressemitteilung zur Spendenaktion?

Wer spendet an wen, wie viel oder was, wofür wird die Spende verwendet und warum gerade diese Organisation? Dazu ein Zitat von beiden Seiten und ein Foto von der Übergabe. Die unterstützte Einrichtung und ihre Arbeit sollten im Mittelpunkt stehen – so wirkt die Meldung glaubwürdig statt selbstlobend.

Ist eine Weihnachtsgruß-Pressemitteilung sinnvoll?

Nein. Grüße gehören in Karten, Mailings und soziale Netzwerke. Eine Pressemitteilung braucht einen Anlass mit Neuigkeitswert – etwa eine Aktion, ein Ergebnis oder einen Rückblick.

Lohnt sich Weihnachts-PR auch für B2B-Unternehmen?

Ja, mit passenden Themen: Spenden statt Kundengeschenken, Engagement in der Region, Einblicke in Projekte des Jahres oder ein Ausblick auf Neuerungen im kommenden Jahr. Auch Fachmedien veröffentlichen zum Jahresende gern Rückblicke und Prognosen.

Kurz gesagt ...

Weihnachts-PR funktioniert, wenn sie eine Geschichte erzählt statt nur zu werben. Spendenaktionen, Engagement in der Region, Geschenktipps vom Fachmann, Einblicke in die Hochsaison und Jahresrückblicke sind Anlässe, über die Medien und Kunden gern lesen. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Wer im Oktober plant und im November ankündigt, hat im Dezember die besten Chancen – und wer spät dran ist, setzt auf Online-Formate und einen Nachbericht im Januar.

Lese-Tipps:

 

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