Print-Redaktionen sind im Dezember oft längst durchgeplant, aber online ist das Rennen noch nicht gelaufen. Im Gegenteil: Wenn Sie Ihre Botschaften klug zuspitzen, sauber aufbereiten und über mehrere Kanäle orchestrieren, können Sie noch vor Jahresende Vertrauen, Reichweite und Leads gewinnen. Die Frage ist nur: Worüber sollen Sie sprechen und wie, ohne im Weihnachtsrauschen unterzugehen? Hier finden Sie einfache Last-Minute-Tipps für Ihre PR im Dezember.
Der schnellste Hebel für PR im Dezember: Ein echter Anlass statt Deko-Kitsch

Fragen Sie sich: Welche Wirkung können Sie belegen? „Wir spenden“ ist nett. „Wir finanzieren damit X, helfen Y, lösen Z“ ist PR.
Praxisbeispiel:
Ein mittelständischer Hersteller unterstützt im Dezember die lokale Tafel – aber statt einer reinen Spendenmeldung erzählt er die Story über „Logistik gegen Verschwendung“: Was passiert mit Retouren? Welche Produkte werden gespendet? Wie viele Mahlzeiten entstehen daraus? Ergänzen Sie eine kurze O-Ton-Perspektive (Geschäftsführung + Partnerorganisation). Das ist glaubwürdiger und journalistisch verwertbarer.
Ihre Last-Minute-Pressemitteilungen können Sie schnell und einfach mit openPR verbreiten!
Hier finden Sie die pasenden Portale und Presseverteiler für Ihre PR.
Service-Content gewinnt: Machen Sie den Dezember leichter
Im Jahresendspurt sind Zielgruppen dankbar für „Helfer-Inhalte“:
- Checklisten,
- Listicles,
- Organisation- und Stressreduktions-Tipps,
- Geschenkideen aus Ihrem Portfolio (bitte: nicht werblich platt),
- oder „Behind the Scenes“ – wie Sie selbst planen, verpacken, ausliefern, organisieren.
Solche Formate werden als PR-Ideen für Dezember immer wieder genannt, weil sie den konkreten Alltag der Menschen treffen.
Und jetzt die entscheidende Frage: Welches Problem löst Ihr Beitrag in 3 Minuten Lesezeit?
Praxisbeispiel (B2B):
- Sie sind IT-Dienstleister? Dann veröffentlichen Sie „Jahresend-Check: 7 Security-Quickwins vor den Feiertagen“.
- Sie sind Steuerberatung? „3 Fristen, 5 typische Fehler, 1 Mini-Fahrplan bis 31.12.“
- Sie sind HR? „Urlaubsplanung zwischen den Jahren: Musterregelungen, die Streit vermeiden“.
Jahresrückblick + Ausblick: Die unterschätzte PR-Goldmine
Ein „Rückblick und Ausblick“ ist nicht nur Selbstbeweihräucherung – wenn Sie echte Learnings liefern. Viele Jahresend-Formate funktionieren besonders gut, wenn sie Orientierung geben: Was war 2025 relevant? Was bedeutet das 2026 für Entscheider? Solche „Trend-/Ausblick“-Inhalte sind zum Jahreswechsel stark nachgefragt.
Die Faustregel: Weniger Timeline, mehr Konsequenz. Also nicht „Wir haben dies und das gemacht“, sondern: „Diese drei Entwicklungen haben uns (und unsere Kunden) verändert – und deshalb tun wir 2026 X.“
Mini-Struktur, die fast immer trägt:
-
These („2026 wird das Jahr der…“)
-
Beleg (Zahl, Beobachtung, Kundenfrage, Markttrend)
-
Konsequenz (Handlungsempfehlung, To-do für Entscheider)
-
O-Ton (kurz, pointiert, menschlich)
Nutzen Sie Dezember-Anlässe, ohne sich zu verbiegen

- Welt-AIDS-Tag (1.12.),
- Tag des Ehrenamts (5.12.),
- Tag der Menschenrechte (10.12.)
- oder Winteranfang (21.12.).
Solche Daten werden in PR-Kalendern für Dezember regelmäßig empfohlen, weil sie thematische Türen öffnen – auch für B2B. Die Kunst ist die Anschlussfähigkeit: Warum ist das für Ihre Branche relevant – und was tragen Sie bei?
Last-Minute heißt nicht lieblos: Schreiben Sie journalistisch – nicht werblich
Journalisten sortieren rigoros aus – vor allem bei austauschbaren, werblichen Texten. Wenn Ihre Meldung nach Prospekt klingt, wird sie kaum geöffnet, geschweige denn verwendet. Das gilt auch für andere PR-Formate: Leere Werbefolskeln will keiner lesen.
Stellen Sie sich beim Schreiben drei unbequeme Fragen:
-
Was ist hier die Nachricht – wirklich?
-
Warum jetzt im Dezember?
-
Warum sollten Menschen außerhalb meines Unternehmens das lesen wollen?
Orchestrierung statt „rausschicken“: So vervielfachen Sie eine Meldung
Eine einzelne Pressemitteilung ist selten der Hauptgewinn. Der Hauptgewinn entsteht, wenn Sie den Content anpassen und die eine Story mehrfach verwerten:
-
als Blogartikel/Newsroom-Beitrag auf Ihrer Website,
-
als Kurzversion für LinkedIn,
-
als Newsletter-Hinweis,
-
optional als Q&A oder Mini-Interview-Format.
Online-Presseportale und Online-Presseverteiler: Ihr Last-Minute-Turbo für Reichweite, SEO und Vertrauen
Gerade für Last-Minute-PR im Dezember können Online-Presseportale und Online-Presseverteiler ein sinnvoller Verstärker sein, weil sie zwei Dinge leisten, die Ihnen zum Jahresendspurt oft fehlen: Tempo und zusätzliche Auffindbarkeit.
Ein Presseportal sorgt dafür, dass Ihre Meldung als eigenständige Online-Seite veröffentlicht wird – das kann Reichweite bringen, weil Inhalte dort von Menschen aktiv gelesen, geteilt und je nach Portal auch über Suchmaschinen gefunden werden.
Ein Presseverteiler ergänzt das durch den „Push“: Ihre Meldung wird gezielt an passende Empfängergruppen ausgespielt (z. B. Branchenkontakte, thematische Redaktionen, regionale Ansprechpartner) und erhöht so die Chance auf kurzfristige Aufgriffe – ohne dass Sie jeden Kontakt einzeln anschreiben müssen.
Der 72-Stunden-Plan: So kommen Sie jetzt ins Tun
Tag 1 (2–3 Stunden):
Thema wählen + Ziel definieren (Sichtbarkeit? Leads? Vertrauen?) + Kernbotschaft in einem Satz.
Tag 2 (3–5 Stunden):
Content produzieren: Website-Artikel + Pressemitteilung-Variante + 2 Social-Posts + Newsletter-Teaser.
Tag 3 (1–2 Stunden):
Distribution: Veröffentlichung auf Website, danach Portal/Verteiler, dann Social, dann Newsletter.
Und jetzt die Frage, die viele auslassen: Was passiert nach der Veröffentlichung?
- Monitoring (Klicks, Reichweite, Anfragen).
- Planen Sie eine Mini-Follow-up-Welle ein („Update“, „FAQ“, „Zahl des Tages“, „Statement“). So verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Story.
Kurz gesagt
Der wichtigste Perspektivwechsel lautet: December-PR ist selten „ein großer Wurf“, sondern ein Sprint aus kleinen, gut getimten Signalen. Viele Redaktionen planen Weihnachtsinhalte bereits im Herbst (manche Formate mit mehreren Monaten Vorlauf), aber es gibt auch Medientypen, die kurzfristig noch Themen brauchen – besonders, wenn Sie Expertise liefern oder ein echtes Problem der Zielgruppe lösen. Gleichzeitig gilt: Online-Redaktionen, regionale Medien und digitale Fachportale suchen weiterhin frische Inhalte – nur eben andere als die 08/15-„Frohe Weihnachten“-Floskel.