Online-PR (auch: Interaktive PR / Unternehmenskommunikation im Internet / Digitale Öffentlichkeitsarbeit) ist die gezielte Kommunikation eines Unternehmens oder einer Organisation über das Internet im Bereich der Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Online-Public-Relations ist eine Ergänzung zur klassischen PR-Arbeit. Der Fokus liegt darauf, Unternehmensinformationen, Information über eine Dienstleistung oder ein Produkt über verschiedene Online-Portale im Internet zu verbreiten. Ziel ist es, die Brand Identity und das Unternehmensbild nach außen zu kommunizieren.
Was ist Online PR?

PR ist der gängigen Definition folgend „... die Gesamtheit der eingesetzten Kommunikationsinstrumente eines Unternehmens, um seine Leistungen den relevanten internen und externen Zielgruppen darzustellen und mit diesen in Interaktion zu treten“.
Online-PR ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit den Chancen und Mitteln, die das Internet / Onlinemedien bietet. Bei der Online-PR handelt es sich nicht um eine besondere Disziplin der PR, sondern um ein spezielles Instrumentarium. Dieses Instrumentarium wird für Aufgaben der PR genutzt.
Häufig zu finden sind Synonyme, die das gleiche zum Ausdruck bringen, wie Online-PR:
- Interaktive PR
- Unternehmenskommunikation im Internet
- Digitale Öffentlichkeitsarbeit
- Public Relations Online
Es geht neben den klassischen Absichten (Imagebildung, Bereitstellung von Information, etc.) um die Erweiterung des Bekanntheitsgrades, um Stärkung / Festigung der Reputation, um das Knüpfen von neuen Kontakten. Die Ansprache neuer, virtueller Target Groups (sie entstehen nur durch das Internet), ist in der Bedeutung zumindest gleichrangig zur Arbeit mit realen, bestehenden Zielgruppen.
Alles in allem steht der gesamte Komplex der Öffentlichkeitsarbeit vor einem Paradigmenwechsel. Erstmals sind die Nutzer nicht mehr „nur“ reine Konsumenten, die von der Unternehmenskommunikation in wohlgesetzten Worten veröffentlicht werden. Sie tragen selbst aktiv zu der Kommunikation bei (Kommentare, Rückmeldungen, Rezensionen u.v.m.). Inhalte, die von anderen Nutzern als entscheidend glaubwürdig angesehen werden. Deshalb sind Mediennutzer von der Funktion des reinen Konsumierens befreit und übernehmen, wenn sie es für erforderlich erachten, die Aufgabe des (Teil-) Produzenten. Mit Online-PR ist die Einbahnstraße der Kommunikation Geschichte und findet Ersatz in einer Vielzahl von Dialogen in unterschiedlichen Richtungen.
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Das 3-Säulen Prinzip der Unternehmenskommunikation
Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Werbung werden oft zusammen in einen Topf geworfen. Diese Mischung lässt viel von der Kraft verpuffen. PR, im Sinne des Beziehungsaufbaus zu den Zielmärkten verträgt sich nicht mit klassischer Werbung. Deshalb an dieser Stelle:
- Öffentlichkeitsarbeit ist der strategische Überbau, damit das Unternehmen und seine Angebote bei den Zielgruppen positiv wahrgenommen werden.
- Marketing liefert den operativen Plan, listet die geplanten Maßnahmen auf, bereitet die Märkte für den Absatz vor
- Werbung setzt operativ um, gestaltet Flyer, druckt Prospekte, verteilt an Kunden
Grundsätzliche Funktionen und Ziele von Online-PR
Bisher galten, als primäre Funktionen der PR, die Information, Beeinflussung und Bestätigung. Mit Online-PR findet eine Erweiterung statt:
- Aufforderung
- Interaktion
- Individualisierung
- Flexibilität
Trotz, dass sich Umfeld und die Technik verändert haben, die Ziele sind im Grundsatz dieselben:
- Kundengewinnung durch Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Wahrnehmung des Unternehmens
- Kundenbindung durch Aufbau von Vertrauen, Verlässlichkeit. Bei Online PR sind zusätzlich die Rückmeldungen (Kommentare, Rezensionen, Reputation) gewichtige Elemente.
- Informationsvermittlung auf einer Reihe von Kanälen (Channels), bedarfsgerecht für die unterschiedlichen Zielgruppen aufbereitet. Die ausgesprochene Aufmerksamkeit muss auf die Auswahl der Linkpartner und Netzwerke gerichtet sein. Die Reputation ist direkt an die Seriosität des Partners gebunden.
- Interesse durch treffliche Aktionen wecken, die netzwerkübergreifend zu bespielen sind.
- Reputationsmanagement ist die spezielle Herausforderung für die Kommunikationsverantwortlichen. Zeitnahe und regelmäßige Beobachtung der User-Aktivitäten, ihrer Rückmeldungen, Kommentare, Rezensionen ist zwingend erforderlich. Nur dann ist eine rechtzeitige, sinnvolle Gegensteuerung möglich.
- Zu guter Letzt spielen Effektivität und Effizienz eine Rolle. Wenn Online PR, strategisch gut positioniert, im Unternehmen verankert ist, sind stringente Prozesse und eine veritable Kostensenkung zu erreichen.
Vorteile und Nutzen
Internet, Vernetzung, soziale Medien: Schlagworte, die für eine Änderung des Blickwinkels in der PR-Arbeit verantwortlich zeichnen. Erstmals kommen sich Zielgruppen, Stakeholder, Mitarbeiter näher, treten in einen Dialog miteinander.
Unternehmen erhalten direktes Feedback, mit einer deutlich größeren Reichweite. Diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten erweitern die klassische Pressearbeit und den Kontakt zu den konventionellen Medien um eine innovative Variante.

- Authoring und Partizipation: eigene Inhalte veröffentlichen, Meinung abgeben, das Gefühl bekommen, an den Entwicklungen Anteil zu nehmen
- Inhalte mit Schlagworten versehen (Tagging) um anderen Nutzern Orientierung zu geben
- Bewertungen (Scoring)
- Vernetzen mit anderen Usern und Unternehmen (Connecting)
- Teilen von Informationen (Sharing)
- Zusammenarbeiten; intern & extern (Collaboratoring)
Es entsteht „User generated Content“, der sich durch Authentizität auszeichnet, damit vertrauens- und glaubwürdig ist. Content, der sich durch Multiplikatoren wie ein Virus auf eine Reise in die Welt des Internets macht, in letzter Konsequenz: virale PR.
Die Kommunikation bei der Online-PR verläuft im Gegensatz zur klassischen PR nicht nur in eine Richtung. Sie ist interaktiv. In den unzähligen Netzwerken, wie:
- X
haben Nutzer die Möglichkeit, den Beitrag zu teilen, zu „liken“ oder zu kommentieren.
Zudem können Unternehmen selbst darüber entscheiden, welche Themen und Inhalte online publiziert werden. Es ist Ihnen möglich, über veröffentlichte Inhalte ihre Außendarstellung im Internet selbst zu gestalten.
Als Beispiel anzuführen ist eine im Web veröffentlichte Pressemitteilung z.B. mithilfe eines Presseverteilers wie openPR. Im Vergleich zu Printmedien sind es nicht Redakteure, die den Pressetext formulieren. Vielmehr wird die Pressemeldung in seiner vorgegebenen Form auf diversen Webseiten veröffentlicht. Die Pressemeldung kann überall auf der Welt eingesehen werden. Sie ist also nicht primär auf ein Printmedium in Deutschland oder regional beschränkt.
Wie Firmen außerdem von Online-PR-Arbeit profitieren können:
- Zeiteinsparung: Artikel / Pressemittelungen / Social-Media-Beiträge können direkt online publiziert werden
- In vielen Bereichen ist eine etwaige Korrektur / Bearbeitung oder Aktualisierung im Nachhinein möglich
- Nachhaltigkeit: Beiträge bleiben im Internet auch auf lange Sicht bestehen und sind auffindbar.
Doch, wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile:
- Bei der Online-PR sind Streuverluste kaum vermeidbar, nur wenige Empfänger werden die Botschaft lesen.
- Es wird nicht direkt zum Kauf einer Dienstleistung oder eines Produkts aufgerufen. Erfolge werden sich ergo nur langfristig auf den Umsatz niederschlagen.
- Intensive digitale PR kann enorme Kosten verursachen. Nicht selten gehen innovative Kampagnen mit hohen Kosten einher, resultieren jedoch nicht in soliden Ergebnissen.
Instrumente einer umfassenden Online-PR-Strategie: Übersicht
Die Instrumente in den Online Public Relations sind breit gefächert. Selbstverständlich erreicht man die besten Erfolge, wenn man alle Kommunikationskanäle nutzt. Sollte dies nicht möglich sein, ist es angebracht, sich auf bestimmte Maßnahmen und Formen zu konzentrieren, statt alle nur halbherzig zu nutzen.
Folgende Online-PR Instrumente stehen zur Auswahl (Beispiele):
|
Instrument |
Erklärung |
Funktionen |
|
Webseite des Unternehmens |
Darstellung und Präsentation des Unternehmens |
Auflistung aller Funktionen (Shop, Blog, Services); Selbstdarstellung |
|
Landing-Page |
Spezielle Webseite für Kampagnen (Produktlaunch, Events) |
Zeitlich begrenzte, themenbezogene Kommunikation; SEO optimiert, um Traffic zu steigern |
|
Virtueller Presseraum |
Eigens zugänglicher Bereich für Journalisten |
Text- und Bildarchiv, speziell aufbereitete Informationen für die Presse |
|
Newsletter (Mail) |
Regelmäßige Aussendung an Abonnenten mit den neuesten Informationen (auch themenbezogen möglich) |
Information an Interessenten und Stakeholder; personalisiert erreicht er die beste Wirkung |
|
Unternehmens-Blog |
Berichte zu Branchenthemen, Reportagen über Events; Geschichten aus dem Unternehmen |
über die reinen Unternehmens-Themen hinausgehend; Angebot des Dialogs; Nähe vermitteln |
|
Micro-Blogging |
kurze Nachrichten mit weiterführenden Links |
auf unterschiedlichen Kanälen; mit Teaserfunktion, um Aufmerksamkeit zu gewinnen |
|
Audio- oder Videopodcast |
regelmäßige Ton- oder Videobotschaft |
Information für Interessenten, Stakeholder; gute Suchmaschinen Unterstützung |
|
Forum |
strukturierte Diskussionsplattform; Fragen & Antworten |
Vernetzung von Kunden, Lieferanten, Stakeholdern, mit den Abteilungen (Service, etc.) |
|
Social Community |
Virtueller „Gemeinschaftsraum“ zur Präsentation und Diskussion; Vernetzung |
für Kunden und Mitarbeiter; Beziehungen werden aufgebaut und gefestigt; Entwicklung von Innovationen und Service |
|
Social Network |
Nutzung der großen, unabhängigen Netzwerkplattformen |
Präsenz in den bestehenden Communities; „Fan-Club“ aufbauen |
|
Wiki |
Spezial-Webseiten von gemeinschaftlich Spezialisten erstellt |
Produktbeschreibungen, Themen mit der Möglichkeit der Beteiligung durch Stakeholder |
|
Social-Bookmarking |
Bookmarks, mit Schlagworten versehen und öffentlich zugänglich abgespeichert |
Orientierung und Steuerung der Aufmerksamkeit |
|
Web TV |
eigener TV-Kanal, über das Internet verteilt |
Information und Unterhaltung |
|
Social Media Newsroom |
Alle Social-Media Aktivitäten gebündelt |
Vernetzung; integrierte Zugänge |
|
File Sharing Community |
Präsentationen, Fotos, Videos werden bereitgestellt |
Eigene Channels, bspw. YouTube, Flickr, Instagram, Slideshare |
Die Vernetzung der gesamten Informationskanäle trägt bei, dass Kunden und Interessenten über unterschiedliche Stellen Zugang zu relevanten Unternehmensinformationen erhalten, bzw. über multiple Kanäle zielgerichtet versorgt werden.
Beispiel einer Online-PR-Kampagne
Es gibt verschiedene Wege, eine Online-PR Kampagne erfolgreich zu realisieren.
Hierzu zählen:
- Pressroom erstellen
- Eine Pressemitteilung veröffentlichen
- Social Media (Facebook, X, Instagram)
- Influencer Relations
Pressroom
Ein Pressroom auf der eigenen Webseite zu erstellen ist nicht nur für große Unternehmen geeignet, sondern auch für kleine und mittelständische Firmen. Selbst wenn nicht aktiv Pressearbeit betrieben wird, macht eine Presseseite Sinn. Denn es kann sich schnell eine Möglichkeit ergeben, die Aufmerksamkeit der Presse zu erregen.
Medienvertreter sind unter Zeitdruck. Daher ist es sinnvoll, in einem Pressroom alle relevanten Informationen das Unternehmen betreffend zur Verfügung zu stellen.
Ein Online Pressebereich ist immer gleich gestaltet:
- Pressekontakt
Der Pressroom sollte immer mit der Angabe des Pressekontakts beginnen.
- Keyfacts
Die wichtigsten Unternehmensfakten (Keyfacts) werden übersichtlich zusammengefasst. Die Keyfacts werden entweder als Text oder als grafisches Fact Sheet bereitgestellt.
- Bildmaterial (Fotos und Logos)
Damit Medienvertreter nicht nach einem Bild fragen müssen, sollten an dieser Stelle Fotos hinterlegt werden, inklusive dem Unternehmenslogo.
- Unternehmensinformationen
Im Gegensatz zu den Keyfacts können die Ausführungen etwas ausführlicher sein. Dennoch ist es geboten, sich neutral und knapp zu halten. Wer sind Sie? Was machen Sie? Wie machen Sie das? Warum machen Sie das?
- Zusätzliches Informationsmaterial
Als zusätzliches Informationsmaterial bietet es sich z.B. an, Informationsmaterialien zum Angebotsportfolio oder zu einzelnen Produkten bereitzustellen.
- Pressemitteilungen
Hier werden alle bisher veröffentlichten Pressemitteilungen aufgeführt, inklusive Verlinkung.
- Referenzen
Wo man sich wie in der Vergangenheit in den Medien platzieren konnte, das ist sehr interessant für Journalisten. Es sollten daher alle Medien, in denen man bereits erwähnt wurde, aufgeführt werden.
Pressemitteilung versenden über einen Presseverteiler
Online-Pressemitteilungen sind weit mehr als eine elektronische Form der klassischen Pressemeldung. Nutzt man einen Pressverteiler stellen unzählige Presseportale und Webseiten einen Pressetext online.
Die Online Pressemitteilung ist nicht nur Redakteuren zugänglich, sondern wird einer breiten Masse dauerhaft zur Ansicht online zur Verfügung gestellt. Durch die Publikation auf Online-Presseportalen und in sozialen Netzwerken sorgen Pressemeldungen für eine große Reichweite. Der Weg zu neuen Kunden ist geebnet.
Social Media
Neben Pressemeldungen und Presseverteilern ist Social Media bei der digitalen PR ein großes Thema. Es gibt heute unzählige Dienste und Netzwerke. Allerdings ist es angeraten, sich auf die wichtigsten zu konzentrieren:
- X
Bei den genannten Seiten handelt es sich um Netzwerke, die dem Bereich „General Interest“ zuzuordnen sind. Um noch näher am Kunden zu sein, bietet es sich gerade bei Unternehmen in speziellen Bereichen oder Disziplinen an, branchenähnliche Netzwerke in die Online-PR miteinzubinden.
Influencer Relations
Aktuell ist ein riesiger Hype um Influencer. Hierbei handelt es sich um Personen, die auf sozialen Plattformen wie Instagram oder Facebook eine riesige Fanbase haben.
Wird ein Produkt oder Unternehmen von einem Influencer empfohlen, kann die Reichweite einer Produktbotschaft ein immenses Ausmaß annehmen. Der Bekanntheitsgrad einer Marke kann sich drastisch steigern und ebenfalls können sich die Verkaufszahlen deutlich nach oben bewegen. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn, bei der Online-PR auch auf Influencer Relations zu setzen.
Beispiel aus der Praxis: Cathy Hummels wurde verklagt, weil sie Werbung auf Instagram nicht als solche deklarierte (Aktenzeichen 4 HK O 4985/18). Sie gewann vor dem Landgericht München I. Das Urteil bestätigt, dass auch in Zukunft Prominente Dienstleistungen oder Produkte aus freien Stücken empfehlen dürfen.
5 Fakten zur Gestaltung erfolgreicher Online PR Maßnahmen
Die Regeln haben sich mit Online PR nicht wesentlich geändert. Hinzugekommen ist die Notwendigkeit, ein und dieselbe Information an User und Zielgruppen der unterschiedlichen Netzwerke anzupassen.
Welche Punkte dabei zu beachten sind, haben wir hier für Sie aufbereitet:
Rund um den Text

- Was wird aus seiner Sicht anregend sein
- Welchen Stil wird er bevorzugen
- Wie lange darf / soll der Text sein
Ein Text weist Schlüsselstellen auf, an denen der Leser entscheidet: weiterlesen oder wegklicken:
- Die Überschrift als „Eyecatcher“, die sofort fesselt und neugierig macht.
- Der „Teaser“, der die wichtigsten Fakten zu Beginn liefert und damit zum Weiterlesen motiviert.
Hat der Leser diese Punkte positiv wahrgenommen, bleibt er dem Text treu, dann überzeugen ihn klare und kurze Sätze, aktive Formulierungen, geschickte Fragestellungen. Mit sogenannten „W-Fragen“ ziehen Sie den Kunden in den Text und führen in Schritt für Schritt bis zum abschließenden Fazit und der Zusammenfassung.
Hat Ihr Text zwischen 200 und 400 Worten, dann haben Sie damit die richtige Länge gefunden. Texte, die länger sind, werden, so zeigt es die Erfahrung, nicht lückenlos gelesen. Kürzere Texte bleiben zu sehr an der Oberfläche, um als fesselnd eingestuft zu werden.
Einmal ist keinmal – Regelmäßigkeit bringt Abonnenten
Das Schlagwort der Reizüberflutung stellt im Marketing- und Werbebereich eine Herausforderung dar. Wann ist es zu viel, wann zu wenig. Diese folgenden Grundsätze können als Richtschnur gelten:
- Die Frequenz orientiert sich an den Neuigkeiten. Eine Veröffentlichung, die nichts Neues liefert, nichts Aufregendes vorstellt, verschwindet ganz schnell im virtuellen Papierkorb.
- Die Schnelligkeit im Netz bedingt Inhalte von hoher Aktualität. Die News von gestern, sind der „alte Hut“ von heute.
- Wenn Sie Ihre Leser langfristig „bei der Stange halten wollen“, dann ist eine monatliche Aussendung gerade richtig.
- Nutzen Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten, die das Netz und die sozialen Medien bieten. Bedienen Sie Ihre Kommunikationskanäle nicht gleichzeitig, sondern zeitlich gestaffelt.
PR-Portale und Presseverteiler als Turbo-Booster für Ihre Botschaften
Mit der Auswahl der richtigen Partner für die Verbreitung, stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte markt- und zielgruppengerecht ausgeliefert werden. Bestimmend ist die richtige Auswahl und Zusammenstellung der Portale. Fachliche und geografische Parameter sind zu berücksichtigen. Regional, national, international abzuwägen.
Professionelle Presseverteiler mit den Daten von Journalisten (Fachthemen, Resort) sind über Agenturen zu beziehen.
Beachten Sie, dass Information, die über PR-Portale oder Presseverteiler laufen, einen journalistischen Anspruch haben, und damit wenig bis gar keine direkte Werbung beinhalten sollten. Im Gegensatz zu Newslettern an Ihre Kunden, die Produkte und Dienstleistungen in den Vordergrund rücken.
Microblogging
Microblogging, mit X als ungeschlagenem Vorreiter für Social News, kann Ihre Neuigkeiten wie ein Virus im ganzen Netz verbreiten. Virales Marketing ist der technische Begriff dazu, der Ihren Informationen eine hohe Reichweite verleiht. Voraussetzung sind spannende, kurz gefasste Inhalte.
Effekte messen
Messen Sie die Effekte Ihrer Online PR und leiten Sie daraus die entsprechenden Steuerungsmaßnahmen. Angefangen von Google Analytics über die eigene Beobachtung, bis zu professionellen Tools der Portale und Social Networks: eruieren Sie, wie der Markt auf Ihre Aktivitäten reagiert. Damit leiten Sie ab:
- an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten werden Ihre Informationen am besten angenommen
- welche Netzwerke sind für virale Verbreitung besonders geeignet
- wie verhalten sich Ihre Kunden, wie lange ist die Aufenthaltsdauer, wie geht die Reise (User Journey) weiter, wie hoch ist die Absprungrate
Mit welchen Kosten ist Online PR verbunden?

Die wesentliche Komponente ist wohl die, wie sich die Investitionen rechnen, welcher Rückfluss stattfindet. Mit gezieltem Monitoring, professionellen Tools zur Auswertung, sollte dies möglich sein.
Welche Regeln sollten Sie noch beachten?
Betreibt man Online-PR - was absolut ratsam ist – sollt man sich bei der Entwicklung einer Strategie zunächst ein paar Fragen stellen: Welches Image hat mein Unternehmen im Netz? Wo sind meine Zielgruppen aktiv? Welche Themen sind für sie interessant? Wie präsentiere ich optimal in welchem Medium? Wen will ich erreichen?
Einer Klärung dieser Fragen ist wichtig, um eine maximale Reichweite zu erzielen. Egal Welches Instrument genutzt wird, ob nun Social Media oder Pressemitteilungen.
Angebracht ist es auch, die folgenden Tipps zu beherzigen:
- Tipp 1: Finden Sie heraus, wer in Ihrem Unternehmen Inhalte online stellt.
Das Internet ist ein interaktives Medium, das, gerade wenn ein Unternehmen größer ist, von verschiedenen Stellen genutzt wird. Finden Sie heraus, wer welche Inhalte online stellt.
Nutzen Sie den Anlass, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Online-Kommunikation herauszufinden. Die Information ist wichtig, damit Sie Ihre Online-PR besser ausrichten können.
- Tipp 2: Online zu gehen bedeutet flexibel zu sein und oft ein neues Medium zu erlernen
Stellen Sie sich auf einen kontinuierlichen Lernprozess ein. Egal ob bei Social Media, Presseverteiler etc. Tools werden ergänzt bzw. mit neuen Features aktualisiert, neue Kanäle werden populär - online ändert sich fast täglich etwas. Sie müssen den Willen haben, flexibel zu sein und bereit sein, Neues zu erlernen.
Beispiel aus der Praxis: Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Instagram und Influencer eine große Rolle bei der Online-PR spielen? Mitte 2020 erscheint TikTok auf der Bildfläche, und es liegt an PR-Verantwortlichen zu evaluieren, ob und wie sie diesen Kanal bei der Online-PR bespielen können.
- Tipp 3: Qualität und die Zielgruppe zählen – dabei sein ist nicht alles!
Wir haben bereits mit einem „Information Overload“ zu kämpfen, und Sie können nicht überall dabei sein. Es gilt im Vorfeld klar die Ziele und die Zielgruppe Ihrer Online-PR Kampagnen zu analysieren. Nicht jeder Kanal eignet sich für jeden. Beispielsweise ist Instagram nicht unbedingt geeignet, wenn Sie Treppenlifte für Senioren verkaufen. Das wäre völlig am Ziel vorbei und verschwendete Zeit.
Darüber hinaus sollten Sie auf Qualität setzen. Lieber legen Sie einen Fokus auf ein paar Online-PR-Instrumente und veröffentlichen sehr gute Informationen als viele Kommunikationskanäle zu bedienen, und das nur habherzig.
- Tipp 4: Online-PR heißt aktiv sein
Mehrere online Präsenzen zu erstellen und nie wirklich aussagekräftige Inhalte zu publizieren, das macht wenig Sinn. Wer online geht, muss online sein! Im Internet gilt es Präsenz zu zeigen und das am besten täglich. Kommunizieren Sie also mit Ihren Kunden und Interessenten!
- Tipp 5: kontinuierliche Weiterbildung ist ein Muss!
Sämtliche Personen, die in Ihrer Firma an der Online-Kommunikation beteiligt sind, sollten immer Up-to-date sein. Kontinuierliche Weiterbildung ist ein Muss. Neugierde und Wissensdrang aller Beteiligten sind eine Grundvoraussetzung, dass sich die Online-PR kontinuierlich weiterentwickelt und positive Ergebnisse zeigt.
- Tipp 6: Ein toter E-Mail Briefkasten ist ein Unding!
Gerade bei der Online PR ist eine aktive Kommunikation unerlässlich. Selbstverständlich sollten Sie für Kunden und Journalisten erreichbar sein. Auf eine E-Mail erst nach ein paar Tagen zu antworten, ist absolut nicht angebracht.
Je schneller Sie auf ein Anliegen, eine Anfrage oder ein Gesprächsangebot reagieren, umso besser ist es. Es gilt entsprechende technische und personelle Ressourcen zu schaffen.
- Tipp 7: Im Mittelpunkt steht immer der Internetnutzer
Ihr Online-Angebot richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Berücksichtigen Sie dies bei der Gestaltung und Konzeption Ihrer Webseite. Es gilt immer davon auszugehen, dass Nutzer komplett ahnungslos sind.
Journalisten sollten mit nur wenigen Klicks auf Ihren Pressroom gelangen. Reguläre Nutzer sollten ebenfalls schnell die Informationen finden, die Sie suchen. Online-Kommunikation sollte stets als Zielgruppenkommunikation angesehen werden. Darauf muss Ihr Online-Angebot sowohl textlich, grafisch als auch visuell ausgerichtet sein. Interaktive Kommunikationsmöglichkeiten sollten integriert sein.
- Tipp 8: Online-Aktivitäten müssen auch Offline kommuniziert werden
PR-Maßnahmen, die online durchgeführt wurden, müssen in jedem Fall auch offline kommuniziert werden. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden offline auf Ihren Online-Pressroom hinzuweisen. Durch die Verknüpfung des Online mit dem Offline Bereichs erzielen Sie maximale Ergebnisse.
- Tipp 9: Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse
Erfolgskontrolle ist ein wichtiger Aspekt bei der digitalen PR. Die Ergebnisse jeder Online-PR Maßnahme sollten überprüft werden. So ist es möglich, PR-Maßnahmen, die wenig positive Ergebnisse zeigen, einzuschränken und dafür in größerem Umfang auf Aktivitäten und Formen zu setzen, die nachweislich Ergebnisse erzielen. Es gibt keine feste Regel, was für welches Unternehmen funktioniert. Es hängt im Wesentlichen von der Zielgruppe als auch dem Angebot ab.