Linda Poppe
Survival International Deutschland e.V.
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Survival ist eine der ältesten und zugleich die größte Organisation, die für die Rechte von Stammesvölkern kämpft. Die Nichtregierungsorganisation (NRO) konzentriert sich auf Kampagnen als effektive Methode, langfristige Verbesserungen für Stammesv
Peru hat im Manú-Nationalpark eine Razzia gegen illegale Holzfäller durchgeführt. Die Operation folgte nur wenige Tage nachdem Fotos der dort lebenden unkontaktierten Mashco-Piro-Indianer um die Welt gingen.
Survival International hatte die Nahaufnahmen des unkontaktierten Volkes veröffentlicht, um auf die Bedrohungen der Gruppe durch illegale Holzfäller aufmerksam zu machen.
Bei der Operation, die von Perus Ministerium für Schutzgebiete SERNANP geleitet wurde, entdeckten Polizei und Parkwächter illegal gerodetes Holz.
SERNANPs zweitägige …
Survival International hat neue Nahaufnahmen unkontaktierter Indianer veröffentlicht, genau ein Jahr nachdem Luftaufnahmen eines unkontaktierten Volkes in Brasilien um die Welt gingen. Die neuen Bilder zeigen eine unkontaktierte Familie der Mashco-Piro-Indianer in Peru.
Die Mashco-Piro leben im Manú-Nationalpark im Südosten Perus. In den vergangenen Monaten wurden ihre unkontaktierten Angehörigen vermehrt gesichtet. Es wird vermutet, dass illegale Holzfäller im und um den Park sowie tieffliegende Helikopter der naheliegenden Öl- und Gasproje…
Zwei Jahre nachdem mit dem Tod von Boa Senior auch die Sprache Bo verloren ging, warnt eine führende Sprachwissenschaftlerin davor, dass auch den Jarawa auf den indischen Andamanen Inseln ein solches Schicksal droht, wenn die illegale Straße durch ihr Reservat nicht geschlossen wird.
Professorin Anvita Abbi ist auf bedrohte Sprachen spezialisiert und hat erst kürzlich ein Wörterbuch veröffentlicht, das vier der ältesten Sprachen der Welt dokumentiert.
"Wenn wir keine alternative Route über das Wasser entwickeln, können wir das Leben, die Ku…
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des Samburu-Volkes zu finden. Die gewaltsame Vertreibung des indigenen Volkes könnte dem Tourismus in Kenia schaden. Derzeit geben die Deutschen im Ausland mehr Geld aus als jede andere Nation.
In einem Brief an Präsident Mwai Kibaki äußerte Jürgen Büchy, Chef des DRV seine „große Besorgnis“ über die Situation in Kenias Laikipia Distrikt. „Tourismusentwicklung auf Kosten der Menschenrechte und der lokalen Gemeinden... wird von der deutschen Reisebranche n…
Die Behörden auf den Andamanen Inseln in Indien wurden schon vor zwei Jahren von der Menschenrechtsorganisation Survival International auf die Existenz von Menschensafaris hingewiesen – aber das Problem blieb bestehen.
Am 11. Januar 2010 schrieb Survival an den Vizegouverneur der Inseln und warnte davor, dass „einige Reiseveranstalter Touren anbieten, die das Sichten und Zusammentreffen mit dem Jarawa-Volk beinhalten.“
Die Menschensafaris haben in der letzten Woche weltweite Entrüstung ausgelöst und Politiker sowie hohe Beamte haben zur “Ass…
Die britische Zeitung The Observer hat neue Beweise über die Beteiligung der Polizei an "Menschensafaris" auf Indiens Andamanen Inseln veröffentlicht.
Die skandalösen "Safaris" wurden 2010 von Survival International aufgedeckt. Touristen werden auf einer illegalen Straße in das Reservat der indigenen Jarawa gebracht, wo Reiseanbieter und Taxifahrer die Jarawa mit Keksen und Süßigkeiten "anlocken".
Dem Observer liegt nun ein Video vor, das zeigt, wie ein Polizist einer Gruppe von Jarawa-Frauen befiehlt vor Touristen zu tanzen. Zuvor soll der…
Die weltweit größte Rentierherde im Osten Kanadas hat sich dramatisch verkleinert. Lokale indigene Gemeinden glauben, dass große Industrieprojekte in der Region daran Schuld tragen.
Die George River-Herde zählte einst zwischen 800.000 und 900.000 Tiere, und ist nun auf 74.000 Tiere geschrumpft - ein Rückgang von bis zu 92%.
Die Herde weidet in der Tundra von Québec und Labrador. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch ein Großteil ihres Weidelands von einer Reihe großer Industrieprojekte zerteilt worden. Der Abbau von Eisenerz, die Überflutun…
Ein indigenes Volk in Kenia droht in Gewalt zu versinken, nachdem zwei Natur- und Tierschutzorganisationen das traditionelle Land der Gruppe gekauft haben.
Kenias Laikipia Distrikt war seit Jahrhunderten Teil des traditionellen Gebietes der indigenen Samburu, bis die US-Organisationen The Nature Conservancy (TNC) und die African Wildlife Foundation (AWF) das Land für US$ 2 Millionen kauften, das zuletzt offiziell Kenias ehemaligem Präsidenten Daniel arap Moi gehörte.
Kurz nach dem Verkauf begannen kenianische Polizisten eine Serie brutaler …
Zum Tag der Menschenrechte am Samstag, veröffentlicht Survival International 10 Menschenrechtsverletzungen an indigenen Völkern, um auf ihr oft unbemerktes Leid aufmerksam zu machen.
Mit der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 63 Jahren, wurden erstmals auf internationaler Ebene jene Rechte niedergeschrieben, auf die alle Menschen einen Anspruch haben.
Trotz der Erklärung sind systematische Rechtsverletzungen an indigenen Völker oft unbemerkt geblieben und ereignen sich auch heute noch fernab des öffentlichen Int…
Unabhängigkeits-Aktivisten aus West-Papua planen für Donnerstag Kundgebungen, um das erste Hissen ihrer symbolischen "Morgenstern"-Flagge vor 50 Jahren zu feiern. Angst überschattet jedoch den Jahrestag, da Indonesien noch immer jegliche Opposition unterdrückt und Übergriffe durch Sicherheitskräfte selten bestraft.
Inzwischen ist das Tragen der Flagge als Hochverrat unter Strafe gestellt. Die "Morgenstern"-Flagge ist ein Emblem für West-Papuas Unabhängigkeitskampf geworden, seit sie am 1. Dezember 1961 zum ersten Mal gehisst wurde.
Erst im …
Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz in Durban fordert Survival International, das ökologische Wissen und die Kenntnisse indigener Völker im Kampf gegen den Klimawandel zu berücksichtigen.
Indigene Völker vom Amazonas bis in die Arktis haben in der Regel den kleinsten ökologischen Fußabdruck, da sie oft seit Tausenden von Jahren nachhaltige Lebensweisen praktizieren. Dennoch leiden sie stärker unter den Folgen des Klimawandels als andere Gruppen. Sie tragen zudem die Hauptlast der Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels, zum Beispiel durch Bio…
20 Jahre nach der erfolgreichen Kampagne zur Sicherung des Yanomami-Landes hat Survival International neue Bilder eines Dorfes unkontaktierter Yanomami in Brasilien veröffentlicht. Die Bilder bestätigen erneut die Bedeutung des größten bewaldeten indigenen Gebietes der Welt.
Survival International, Yanomami-Sprecher Davi Kopenawa und Brasiliens Pro-Yanomami Kommission spielten eine entscheidende Rolle bei der Sicherung des indigenen Gebietes.
Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Survival-Unterstützer können sehr stolz auf den Erf…
Indigene Völker spielen beim Schutz der Wälder eine Schlüsselrolle, bestätigt eine neue Studie der Weltbank. Naturschutzgebiete auf indigenem Land, die die indigene Bevölkerung ausschließen, funktionieren der Studie zufolge weniger gut.
Die Analyse bestätigt, dass Entwaldung in Naturschutzgebieten dann am geringsten ist, wenn der indigenen Bevölkerung ermöglicht wird, weiterhin dort zu leben und nicht vertrieben wird.
Weltweit gibt es Millionen von Indigenen, die zu "Naturschutzflüchtlingen" geworden sind. Die Belege der Weltbank zeigen nun…
Zum ersten Mal wurden die Rechte eines indigenen Volkes in Indien an seinem angestammten Land anerkannt, obwohl das Gebiet innerhalb eines Tigerschutzgebietes liegt.
Bereits 1974 vertrieb die lokale Verwaltung im indischen Bundesstaat Karnataka Angehörige der indigenen Soliga aus ihrer Heimat in den Biligirirangan Bergen, als sie versuchte, Wildtiere zu schützen.
Nun wurde jedoch das Recht der Soliga offiziell bestätigt, in dem Rangaswamy Temple Schutzgebiet zu sammeln, Walderzeugnisse zu nutzen und diese auch zu verkaufen.
Diese richtungs…
Peru hat seine höchste Beamtin zum Schutz indigener Völker gefeuert. Sie hatte zuvor eine "gesetzeswidrige" Entscheidung aufgehoben, die dem argentinischen Gaskonzern Pluspetrol Zugang zum Land unkontaktierter Indianer gewährte.
Raquel Yrigoyen Fajardo wird als Leiterin der Behörde INDEPA nun von einem ehemaligen Anwalt ersetzt. Ihr Nachfolger ist spezialisiert auf "Unternehmensethik".
Mit der nun aufgehobenen Entscheidung hatte die frühere INDEPA-Leitung die Erweiterungspläne für das Camisea-Gasprojekt von Pluspetrol durchgewunken und dire…
Survival International hat wegen der "beleidigenden und haarsträubenden" Berichte über Kannibalismus an einem deutschen Touristen im Südpazifik formale Beschwerde beim Presserat in Großbritannien eingereicht.
In einem Brief an die britische Press Complaints Commission beklagte die Menschenrechts-organisation Survival, dass Medien, die indigene Völker im Pazifik als "Menschenfresser" beschreiben, die "falsche und beleidigende Ansicht fördern, dass indigene Völker primitive Wilde seien." Der Fall ist besonders in Großbritannien von der Bouleva…
Aus wachsender Sorge um den Bau des kontroversen Gibe III Staudamms in Äthiopien, haben die Vereinten Nationen (UN) nun eine dringende Informationsanfrage an die Regierung gerichtet.
Das UN-Komitee gegen Rassendiskriminierung (CERD) hat der äthiopischen Regierung eine Frist bis Ende Januar 2012 gesetzt, um glaubwürdige Belege dafür vorzulegen, dass Gibe III und seine Folgen unabhängig bewertet wurden und die indigene Bevölkerung in der Region angemessen einbezogen wurde.
Das Komitee berief sich dabei auf sein "Verfahren zu Frühwarnung und d…
Am Welttag der geistigen Gesundheit (10. Oktober) warnt Survival International vor den ernsthaften und dauerhaften Folgen von Landverlust für indigene Völker.
Eine in Südamerika einmalige Selbstmordwelle betrifft ein indigenes Volk in Brasilien. Seit 1981 haben sich mehr als 625 Guarani das Leben genommen. Davon war der jüngste gerade neun Jahre alt.
Den Guarani-Indianern wurde in den letzten Jahrzehnten fast ihr gesamtes Land genommen. Bauern und Viehzüchter besetzen das angestammte Land der Indigenen.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorga…
Wie gegenüber Survival International berichtet, sind Ende September rund 100 Mitglieder indigener Völker in Äthiopien festgenommen und inhaftiert worden. Sie hatten sich gegen den Bau des umstrittenen Gibe III Staudammes gestellt. Die 100 Personen gehören den indigenen Mursi und Bodi an.
Pläne für den Staudamm und für Bewässerungsanlagen nahe gelegener Plantagen schreiten rapide voran. Gleichzeitig nehmen Repression und die Einschüchterung von Kritikern zu.
Ein Polizist soll einer indigenen Gemeinde erklärt haben, dass die Regierung "wie ei…