Nach Ansicht von Max Höfer, Leiter des Deutschen Instituts für Gesundheitsökonomie müsste eine radikale Reform auf der Ausgabenseite der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stattfinden. „So unpopulär diese Maßnahmen auch sein werden, früher oder später müssen sie kommen. Ein Verzögern unpopulärer Eingriffe macht diese noch schmerzhafter, deswegen ist es Zeit für einen schnellen, radikalen und nachhaltigen Eingriff beim Patienten ‚GKV’“, betonte Höfer. Ein konsequenter Vorschlag für eine Reform der Ausgabenseite des gesetzlichen Gesundheitssystem sei die so genannte Freiburger Agenda. Sie besteht aus drei Komponenten: Erstens die vollständige Ausgliederung von zahnmedizinischen Leistungen, zweitens ein absoluter Selbstbehalt für ambulante Leistungen und Medikamente und drittens eine über eine Intensivierung des Kassenwettbewerbs stattfindende Reduzierung des Kostendrucks im stationären Sektor.