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Eudeposit stellt einheitliches Rücknahmesystem für das Dosenpfand vor

(openPR) Berlin - Der Streit um die Pfandpflicht auf Einwegverpackungen, seit Sommer 2001 immer wieder auf der politischen Tagesordnung, ist nach dem parteiübergreifenden Kompromiss im Bundesrat vom 15.10.2004 beigelegt worden. Demnach steht fest, dass sich das Pfand künftig nicht mehr an der Mehrwegquote orientieren soll, sondern an der ökologischen Qualität und Verträglichkeit der Verpackung. Auch das Problem der sogenannten Insellösungen ist mit der Entscheidung des Bundeskabinetts vom 3. November 2004 politisch gelöst. Für die Zukunft steht fest: Wer Einweg verkauft, muss alles Einweg zurücknehmen. Damit ist auch das letzte europarechtliche Problem der deutschen Pfandregelung erledigt: Die EU-Kommission drohte mit einer Klage binnen drei Monaten, falls Deutschland das Insellösungs-Problem nicht selbst ausgeräumt hätte.



"Dass die Pfandpflicht Wirklichkeit wird, steht also fest. Zu ihrer praxistauglichen Ausgestaltung fehlt nur noch ein einheitliches Rücknahmesystem. Entscheidend ist, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre leeren Verpackungen bei allen Händlern abgeben und ihr Pfand zurückbekommen können. Das Gesamtpfandvolumen von rund vier Milliarden Euro jährlich macht ein lückenloses Sicherheitskonzept und ein fälschungssicheres Pfandkennzeichen unverzichtbar. Dieses Sicherheitskennzeichen muss einheitlich sein, da jede Verkaufsstelle alle Einwegverpackungen zurück zu nehmen hat, und muss automatenlesbar sein, da die ausschließlich manuelle Rückgabe nach bisheriger Praxis unlösbare logistische, personeller und hygienische Probleme aufwirft und damit keine Zukunft hat", sagte Niels Korte von der Eudepositt AG http://www.eudeposit.de bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Bestimmte Interessenvertreter von Handel und Entsorgungswirtschaft würden zwar kommunizieren, dass eine praktikable und verbraucherfreundliche Lösung der Sachfragen zum Dosenpfand aus technischen Gründen und aufgrund der Kostenintensität ausgeschlossen sei. "Diese Argumentation ist falsch, denn sie verleugnet bereits bestehende Lösungskonzepte und verlängert die derzeit noch unbefriedigende Situation für Verbraucher und Wirtschaft, so Korte. Eudeposit habe ein überzeugendes und anerkanntes Gesamtkonzept zur Kennzeichnung und Entwertung pfandpflichtiger Einweggetränkeverpackungen entwickelt. Das Konzept besteht aus folgenden Komponenten:

"Das Sicherheitskennzeichen, ein elektromagnetisch lesbarer Mikrodraht, der sich auf oder in der Verpackung befindet. Dieser ist klein, fälschungssicher, chemisch und mechanisch absolut unempfindlich, elektromagnetisch entwertbar, erkennt verbraucherfreundlich auch deformierte und verschmutzte Verpackungen und ist dabei sehr kostengünstig. Die elektronische Erkennungs- und Entwertungseinheit mit entsprechendem Sensor, welche pfandhaltige Gebinde beim Einwerfen elektromagnetisch erkennt, registriert und anschließend die Kennzeichen entwertet. So wird eine mehrmalige Pfandauszahlung für ein und denselben Behälter grundsätzlich vermieden. Die Elektronik kann in Automaten, aber auch in Handgeräten eingesetzt werden. Dabei ist sie viel preiswerter als herkömmliche optische Erkennungssysteme. Rücknahmeautomaten mit Eudeposit-Erkennungsmodul sind auch in Wartung und Betrieb günstiger als viele optikgestützte Rücknahmeautomaten, deren bewegliche Teile wartungsintensiv und anfällig für Störungen etwa durch nicht restentleerte und verschmutzte Verpackungen sind. Eine kartellrechtlich unbedenkliche und unabhängige Clearingstelle, verschiede Hersteller von Rücknahmeautomaten und ein bundesweit tätiges Entsorgerkonsortium stehen für die sofortige Umsetzung des Pfandclearings auf Basis der Eudeposit-Technologie bereit.", erläuterte Korte. Die Technologie sei vielfach praxiserprobt. Vergleichbare Anwendungen der elektromagnetischen Erkennungs- und Entwertungstechnologie seien aus der Waren- und Quellensicherung bekannt. Bei Pfandsystemen betreibe DBS das bundesweit erste geschlossene automatengestützte Rücknahmesystem für Einweggetränkeverpackungen, mit dem in den Werken des Volkswagen-Konzerns künftig über 8,2 Mio. Pfandverpackungen mit Eudeposit-Kennzeichen kostengünstig und verbraucherfreundlich zurückgenommen werden.

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