Ein Blick hat etwas Magnetisches: Wenn nur genügend Menschen in dieselbe Richtung schauen, werden andere ihrem Blick folgen. Doch gilt das auch für Tiere wie Tauben – und spielt es eine Rolle für den Effekt, ob nur eine oder viele Tauben schauen? Ein Team von Tierverhaltensforscher*innen um Fumihiro Kano und Mathilde Delacoux von der Universität Konstanz nahm das Gruppenverhalten von Tauben in den Blick. Warum es wichtig ist, zu wissen, wohin die Tauben starren.
Gemeinsam starren
Das Verfolgen der Blickrichtung spielt in der Verhaltensforsch…
Die vorgesehenen Änderungen am Baugesetzbuch, u. a. die Einführung des neuen § 246e, sollen den Wohnungsbau auch dort erleichtern, wo die bisherigen Vorschriften dies nicht vorsahen. Das Hauptziel der Initiative ist, einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot zu leisten, vor allem durch Erleichterung und Beschleunigung der Wohnungsproduktion. Der Wohnungsmangel wird in Deutschland zu Recht als erhebliches gesellschaftliches Problem angesehen, und die Klagen über langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren haben an Intensität und Häufigke…
Die äußere Schicht unseres Planeten, die Lithosphäre, ist in mehrere starre Platten zerbrochen, die auf dem warmen und relativ weichen Erdmantel treiben. Bei einer Plattenkollision taucht die schwerere Platte in den Erdmantel hinab, was als Subduktion bezeichnet wird. Die ozeanische Lithosphäre ist in der Regel schwerer als die kontinentale, da sie aus dichteren Mineralen wie Olivin besteht, das 80 Prozent ihrer Zusammensetzung ausmacht. Olivin ist mit 60 Prozent auch das vorherrschende Mineral des oberen Erdmantels (in 40 bis 410 Kilometern …
Die Hochschule Pforzheim würdigt das außergewöhnliche Engagement von Professor Dr. Karlheinz Blankenbach mit der ersten Seniorprofessur in ihrer Geschichte. Der Hochschulsenat hat auf Antrag der Fakultät für Technik beschlossen, dem renommierten Displayforscher für weitere drei Jahre – vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2028 – eine offizielle Seniorprofessur zu verleihen.
Professor Blankenbach bleibt damit auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand in Forschung, Lehre, insbesondere im Bereich Informations- und Gesundheitstechnik (IGT) …
„Anders als in anderen Epochen der Ungewissheit wird die ökologische, demografische, wirtschaftliche und technologische Ungewissheit, die wir in diesen Tagen erleben, als anhaltend wahrgenommen und nicht als Folge mangelnder Erfahrung in einem neuen Umfeld“, erklärt Professor Dr. Frank Riedel, Wirtschaftsmathematiker an der Universität Bielefeld. „Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Unsere Konferenz wird Forschende verschiedener Disziplinen wie Wirtschaft, Finanzen, Ingenieurwesen, Informa…
Eine aktuelle Studie der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zeigt: Moderne Sprachmodelle wie ChatGPT geben Frauen für Gehaltsverhandlungen systematisch niedrigere Empfehlungen als Männern – selbst wenn alle anderen Faktoren identisch sind.
Prof. Dr. Ivan Yamshchikov, Leiter des Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) an der THWS, führte die Studie gemeinsam mit Aleksandra Sorokovikova, Pavel Chizhov und Iuliia Eremenko durch. Sie untersuchten, wie Voreingenommenheit (Bias) in großen Sprachmodellen, sogenannten Large Langua…
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begrüßt den Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) zu den ersten Förderungen in der zweiten Förderphase der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Nach der von der GWK am 4. Juli getroffenen Entscheidung sollen alle neun Fach- und Methodenkonsortien der ersten Ausschreibungsrunde der NFDI aus dem Jahr 2020 weiter gefördert werden.
Aus Sicht der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Einrichtung für die Selbstverwaltung der Wissenschaft in…
Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sie eine Förderentscheidung über rund 3,3 Milliarden Euro getroffen. Darin enthalten ist die institutionelle Förderung von ca. 2,7 Milliarden Euro und Mittel für Programmpauschalen von ca. 560 Millionen Euro. Darüber hinaus erhält die DFG Mittel von Bund und Ländern zur Projektförderung von ca. 720 Millionen Euro. Darunter fallen Mittel für die Exzellenzstrategie, für die Förderung von Großgeräten an Hochschulen und für die Nationale Forschungsdateninfrastruktur. Die DFG ist die zentrale und g…
Die Beiträge des Sammelbandes „Energiewende nach der Zeitenwende: Energiepolitik in Zeiten der Polykrise“, herausgegeben von Jörg Radtke (Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit) und Weert Canzler (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), umfassen ein breites Themenspektrum, von Wasserstoff-Strategien über die finanzielle Beteiligung der Bevölkerung bis hin zu einer Energiesozialpolitik. Sie machen deutlich, dass es sich bei der Energiewende nicht um ein rein technisches oder ökonomisches Projekt handelt, sondern um einen umfassenden g…
Bad Honnef, 4. Juli 2025 – Sabrina Patsch promovierte in theoretischer Physik mit Schwerpunkt Quantentechnologie und ging bereits während dieser Zeit ihrer Begeisterung für Wissenschaftskommunikation nach. 2020 gründete sie den Blog „Physicus Minimus – über kleine Teilchen und kleine Physiker:innen“, in welchem sie humorvoll und allgemeinverständlich über den Weg der Promotion und die Eigenschaften von Quantenteilchen schreibt. Parallel etablierte sie sich als Science Slammerin – 2021 wurde sie deutsche Vizemeisterin – und schrieb Artikel für…
In Wissenschaft und Technik ist es von zentraler Bedeutung, Stoffe voneinander zu trennen. Möchte man beispielsweise Flüssigkeiten trennen, ist dafür oft viel Energie erforderlich, etwa beim Destillieren und Verdampfen.
Es gibt aber auch schonendere Methoden, um Stoffe gezielt zu trennen. Diese funktionieren, indem man Stoffe (Adsorbate) an einer Oberfläche anlagert und sie später wieder ablöst. In mehreren Schritten kann man so zum Beispiel verschiedene Gase nacheinander einfangen (adsorbieren) und wieder freisetzen (desorbieren).
Um Adsorpt…
Anlässlich seines Antrittsbesuchs in Mecklenburg-Vorpommern bekam Bundesumweltminister Carsten Schneider ein Bild von den Greifswalder Moorforschungsaktivitäten. Eine Forschungsanlage mit 108 Mini-Mooren, die globale Moorflächendatenbank, die Moorbibliothek und die Torf- und Schilfsammlung präsentierte die GMC-Leiterin und Moorforscherin Dr. Franziska Tanneberger zusammen mit Kolleg*innen.
Beim Termin sagte der Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Ich bin hochbegeistert. Hier findet exzellente Forschung mit Anwendung statt. Ein Unique Se…
Der vollumfassende russische Angriffskrieg auf die Ukraine seit Februar 2022 hat zentrale Fragen von Sicherheit, Verwundbarkeit und Resilienz aufgeworfen. Statt zur Kapitulation zu führen, hat der Krieg in der Ukraine und in der Region die Menschen in einer neuen Form von Emanzipation vereint. Die ukrainische Bevölkerung reagiert mit vielfältigen Strategien des Widerstands, der Selbstermächtigung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts – auch unter Bedingungen der Besatzung und anhaltender Unsicherheit.
In einem neuen Report werden sowohl de…
Justizfachangestellte übernehmen neue Aufgaben – Ausbildung reagiert mit neuem Zuschnitt
In der täglichen Arbeit von Gerichten – etwa im Zivil- oder Strafverfahren sowie bei Grundbuch- oder Nachlassangelegenheiten – werden zunehmend elektronische Fachanwendungen eingesetzt. Die Einführung der elektronischen Aktenführung verändert die Abläufe nachhaltig und ermöglicht einen umfassenden elektronischen Workflow der Gerichte – mit all seinen Schnittstellen zur Anwaltschaft und zu stringenten innerbetrieblichen Prozessen. Damit verbunden sind deu…
Berlin, 03.07.2025. Mehr als die Hälfte der Hochschulen (53 Prozent) haben die wachsende Bedeutung sicherheitsrelevanter Forschung erkannt. Sie sehen sie als wichtige Säule für den technologischen Fortschritt sowie für die Stärkung der Gesellschaft vor komplexen Herausforderungen der Zukunft. Das sind Ergebnisse einer Umfrage im Rahmen des Hochschul-Barometers. Der Stifterverband hat Hochschulleitungen in Deutschland gefragt, wie sie sicherheitsrelevante Forschung in Deutschland bewerten.
Die Sorge, diese könne die Freiheit von Wissenschaft …
Die Veranstaltung bot eine Kombination aus Experten-Vorträgen, praxisnahen Erfolgsbeispielen und Netzwerkmöglichkeiten. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Region, die im „War for Talents“ oftmals vor besonderen Herausforderungen stehen, profitierten von konkreten Lösungen und innovativen Denkanstößen.
„Die Zukunft gehört den Unternehmen, die nicht nur die richtigen Talente finden, sondern die sie auch langfristig binden und begeistern können“, betonte Anne Gfrerer, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der IU Nürnberg…
Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten und gleichzeitig studieren? Mehr Zeit für Familie, Praktika, Jobs oder besondere Projekte neben dem Studium? Die Universität Hohenheim in Stuttgart macht es Studierenden ab sofort leichter, ihr Studium flexibel an die persönliche Lebenssituation anzupassen. Dafür führt die Fakultät Agrarwissenschaften in vier ausgewählten Pilot-Studiengängen ein neues, individuelles Teilzeit-Modell ein. Studierende können jedes Semester neu entscheiden, ob sie Vollzeit studieren oder ihren Workload reduzieren mö…
Metalle spielen eine entscheidende Rolle in der mikrobiellen Biokatalyse, indem sie als Cofaktoren für Enzyme fungieren. Metallionen wie Nickel und Eisen befinden sich häufig an der aktiven Stelle der Enzyme, wo sie den Elektronentransfer und somit die Umwandlung von Substraten ermöglichen. Frühere Studien haben gezeigt, dass methanogene Archaeen, die von Wasserstoff (H₂) leben, auf [NiFe]-Hydrogenasen angewiesen sind und daher Eisen (Fe) und Nickel (Ni) benötigen. Im Rahmen der Methanbildung wandeln diese Enzyme Wasserstoffgas in Methan um. …
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet sieben neue Forschungsgruppen ein. Das hat der Hauptausschuss der DFG auf Empfehlung des Senats beschlossen. Die neuen Forschungsgruppen erhalten insgesamt rund 33 Millionen Euro inklusive einer Programmpauschale in Höhe von 22 Prozent für indirekte Projektausgaben. Zusätzlich zu den sieben Neueinrichtungen wurde die Verlängerung von drei Forschungsgruppen für eine weitere Förderperiode beschlossen.
Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftler*innen, sich aktuellen und drängenden Fragen ihre…
Zum Auftakt des Wachtberg-Forums stellte Prof. Peter Knott, Institutsleiter des Fraunhofer FHR, dar, wie Radar und Eloka als Schlüsseltechnologien für die Sicherheit und Effektivität zukünftiger militärischer und ziviler Operationen dienen: „Angesichts der geopolitischen Situation, wachsenden Krisenherden und verstärkten Forderungen nach Verteidigungsfähigkeit hat die technologische Souveränität im Bereich der Verteidigungssicherheit eine ganz besondere Bedeutung. Als Forscher bei Fraunhofer analysieren wir die aktuelle Situation und ziehen d…