15.1.2003 - Die Berliner Förderung des sozialen Wohnungsbaus steht vor einer zweiten entscheidenden Wende. Nachdem 1997 bereits die Neubauförderung eingestellt wurde, steht nun die Entscheidung über die Anschlussförderung der Wohnungsbaujahrgänge 1987-1997 an. Folgt der Senat dem einstimmigen Votum der Expertenkommission zur Anschlussförderung im sozialen Wohnungsbau unter Leitung des Präsidenten des DIW Berlin, Klaus Zimmermann, wird es zu einem Ausstieg aus dem System der generellen Subventionierung von Kostenmieten - unter der Maßgabe eine…
22.1.2003 - Die Armut hat sich in West- und Ostdeutschland im Zeitraum von 1992 bis 2000 unterschiedlich entwickelt. In seinem aktuellen Wochenbericht 4/2003 zeigt das DIW Berlin, dass in Westdeutschland ein tendenzieller Anstieg der Armutsquote, verbunden mit einer geringen Verschlechterung der Einkommenssituation armer Personen, festzustellen ist. Erheblich niedriger waren in allen Jahren die Armutsquote und die Armutsintensität in Ostdeutschland. Dieses Bild ändert sich, wenn nicht der ostdeutsche, sondern der gesamtdeutsche Mittelwert der…
Mittwoch, 26.2.03
Die Zunahme der Beschäftigung in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre war von der Exportentwicklung getragen. Der aktuelle Wochenbericht 9/2003 des DIW Berlin zeigt, dass im Jahr 1995 jeder sechste Arbeitsplatz in Deutschland von der Ausfuhr abhängig war, im Jahr 2001 bereits jeder fünfte. In einem Viertel der untersuchten Produktionsbereiche sind Produktion und Beschäftigung sogar zu mehr als der Hälfte unmittelbar und mittelbar von der Waren- und Dienstleistungsausfuhr abhängig.
Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistung…
9.4.2003 - Die russische Energiewirtschaft hat sich nach einer im Vergleich zur Gesamtwirtschaft relativ kurzen Phase sinkender Produktion und Exporte deutlich erholt, so das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 15/2003.
Die Energieproduktion ist seit 1998, dem Jahr der Finanzkrise, ständig gestiegen und erreichte 2002 etwa das Niveau, das sie kurz nach Auflösung der Sowjetunion hatte. Bei gestiegenen Ölpreisen auf dem Weltmarkt haben russische Energieexporte, insbesondere von Mineralölen, in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Die d…
23.4.03 - Der Anteil der Haushalte mit Konsumentenkreditverpflichtungen ist von 1997 bis 2001 gestiegen. Im gesamten Bundesgebiet hatte im Jahre 2001 fast jeder vierte Haushalt abzuzahlen; vier Jahre zuvor war es nicht einmal jeder fünfte Haushalt. Das zeigen Analysen auf Basis des vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobenen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).Bei den Verschuldungsquoten und der Verschuldungsentwicklung gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland wesentliche Unterschiede: So liegt der Anteil der ostde…
2.5.2003 - Der Irakkrieg wurde militärisch wesentlich schneller entschieden als von vielen befürchtet. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten des Krieges sind dennoch bedeutend. Der aktuelle Wochenbericht 18/2003 des DIW Berlin zeigt, dass die jährliche Belastung des US-Haushalts durch die Militärausgaben für den Irakkrieg - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - vergleichbar mit der für den Vietnamkrieg ist. Es gibt aber auch indirekte Belastungen im Gefolge des Irak-Konflikts, die mit der Unsicherheit von Investoren und Verbrauchern zu tun haben und…
09.05.2003 - Erste Ergebnisse für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weisen eine leichte Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % im Jahresanfangsquartal aus. Dies ist das Ergebnis des DIW-Konjunkturbarometers im Mai. Wachstumsimpulse kamen in erster Linie aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Die Nettoproduktion konnte, auch aufgrund eines Nachholeffektes aus dem vergangenen Jahr, expandieren. Im Bereich Handel kam es, gemessen an den Umsätzen im Einzel- und Großhandel nur zu einer Stagnation. Im Baugewerbe war dagegen die Entwicklung …
21.5.2003 - Im Vordergrund der öffentlichen Diskussion um einen EU-Beitritt der Türkei stehen gegenwärtig die politischen Kriterien. Der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 21/2003 weist darauf hin, dass auch die ökonomischen Kriterien noch nicht erfüllt sind. Für die Behebung dieser substantiellen Mängel gibt es selbst auf mittlere Frist keine Gewähr.
Das Bruttoinlandsprodukt der Türkei wuchs von 1998 bis 2002 pro Jahr durchschnittlich um nur 1,2 %. Dies reicht angesichts der anhaltenden Bevölkerungszunahme (zuletzt um jährlich 1,6 %) nic…
28.5.2003 - Im aktuellen Wochenbericht 22/2003 des DIW Berlin wird die Aufkommens- und Belastungswirkungen des gegenwärtigen Splittingverfahrens und von alternativen Formen der Ehegattenbesteuerung analysiert. Nach den Berechnungen würde eine Aufhebung des Splittingverfahrens, also ein Übergang zu einer separaten Besteuerung der Ehepartner, die Ehepaare gegenwärtig bei der Einkommensteuer um 22,1 Mrd. Euro belasten. Mit 20,6 Mrd. Euro (93 %) würden überwiegend Ehepaare in den alten Ländern betroffen sein. In Relation zum verfügbaren Haushalts…
Erste Ergebnisse des DIW Berlin für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im 2. Quartal dieses Jahres weisen einen weiteren Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,1% aus. Sowohl Produktionsindices als auch Umsatzindices im Handel (Datenstand April 2003) deuten nicht auf eine Festigung der konjunkturellen Entwicklung hin. Auch vor dem Hintergrund des anhaltenden Beschäftigungsabbaus wird die rückläufige Tendenz von den Dienstleistungsbereichen kaum kompensiert werden können.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) …
Erste aktualisierte Ergebnisse des DIW-Konjunkturbarometers für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im 2. Quartal dieses Jahres weisen ebenso wie im Vormonat einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts aus (-0,1 %). Das Produktionsergebnis im produzierenden Gewerbe insgesamt lag im Berichtsmonat Mai 2003 nochmals unter dem des Vormonats. Auch deuten wichtige Vorlaufindikatoren, wie Auftragseingänge und Umfrageergebnisse, auf eine Fortsetzung der aktuellen Schwächetendenz hin.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)…
30.07.2003 - In den 90er Jahren hat die deutsche Wirtschaft bei forschungsintensiven Waren und wissensintensiven Dienstleistungen im internationalen Vergleich etwas an Boden verloren, insbesondere gegenüber den USA. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 31/2003. Deutschland ist es im letzten Jahrzehnt weniger gut gelungen, die Potenziale an Humankapital, Wissenschaft, Forschung und Technologie auszubauen, in marktfähige Innovationen und damit in Wachstum und Beschäftigung umzusetzen und den innovativen Stru…
Die ersten Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechung für Deutschland für das zweite Quartal 2003
05.08.2003 - Nach vorläufigen Berechnungen des DIW Berlin war die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland im zweiten Quartal dieses Jahres weiter rückläufig. Das von Saisoneinflüssen und Kalenderunregelmäßigkeiten bereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Jahresanfangsquartal um 0,2%. Aufschwungstendenzen waren im zweiten Quartal nicht erkennbar. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 3…
Von der Osterweiterung der EU im Jahre 2004 könnte die Exportwirtschaft in aufgrund der geographischen Nähe zu den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern besonders stark profitieren. Anhand der Warenexporte nach Polen und Tschechien zeigt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 33/2003, dass für Unternehmen dort noch ein erhebliches Exportpotential besteht. Es kann allerdings nur ausgeschöpft werden, wenn der generelle Wettbewerbsrückstand ostdeutscher gegenüber westdeutschen Unternehmen weiter abgebaut wird. Dabei müssen die o…
Erste Ergebnisse des DIW Berlin für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im dritten Quartal dieses Jahres deuten auf eine leichte Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts hin (0,1% gegenüber dem Vorquartal). Das Produktionsergebnis in der Industrie lag im Berichtsmonat Juli 2003 deutlich über dem Vormonat. Hier fällt vor allem der Baubereich positiv auf. Nimmt man die Entwicklung der Auftragseingänge mit ins Bild, trübt sich die Aussicht für das dritte Quartal insgesamt etwas. Auch im Handel haben sich die Tendenzen nicht nachhaltig gebesser…
In Deutschland sind hohe Nettoeinkommen von über 5 100 Euro pro Monat ganz überwiegend in Haushalten anzutreffen, in denen zwei besser verdienende Erwerbstätige leben. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 40/2003. Gut die Hälfte der Bezieher hoher Einkommen leistet Überstunden oder hat als selbständig Erwerbstätiger lange Arbeitszeiten; 15 % arbeiten regelmäßig auch an Wochenenden. In 35 % dieser Haushalte ist regelmäßig eine Putz- oder Haushaltshilfe beschäftigt. Hohe Einkommen führen im Durchschnitt auch zu ein…
10.10.2003 - Erste Ergebnisse des DIW Berlin für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im dritten Quartal dieses Jahres lassen eine leichte Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (0,2% gegenüber dem Vorquartal) erwarten. Das Produktionsergebnis in der Industrie lag im Durchschnitt der Berichtsmonate August und Juli 2003 deutlich über dem zweiten Jahresquartal. Auch der Baubereich lag spürbar im Plus. Nach der Besserung einiger Stimmungsindikatoren zur Jahresmitte zeigen nun auch realwirtschaftliche Daten eine leichte Beschleunigung an.
Das…
Das Bruttoinlandsprodukt von Polen wird in diesem und im nächsten Jahr um etwa 4 % zunehmen. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Wochenbericht 12/2004 des DIW Berlin, der in der in Kooperation mit dem Zentrum für gesellschaftliche und wirtschaftliche Analysen (CASE) in Warschau entstand. Mit einer Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts von 3,7 % im Jahre 2003 konnte Polen nach zwei Jahren weitgehender Stagnation wieder eine spürbare wirtschaftliche Erholung verzeichnen. Dies geht zum einen auf die stark zunehmenden Exporte zurück, ander…
Ein sozial ausgeglichener Beitrag der heutigen Rentnergeneration zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung ist mittels einer Revision der Besteuerung von gesetzlichen Renten möglich und – wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert – auch längst überfällig. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem jüngsten Wochenbericht 6/2004. Der zu versteuernde Anteil sollte aber nicht schrittweise bis zum Jahr 2020 angehoben und auch nicht für jeden Rentenjahrgang konstant gehalten werden, sondern bereits die heutige Rentnergeneration deutlic…