Gill Kendon ist die 555.555. Besucherin der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“. Der Vorstand des Trägervereins, des Bürgerkomitee Leipzig e. V., und die Mitarbeiter des Hauses empfingen sie, am heutigen Freitag gegen 14.00 Uhr mit Blumen und einem Buch über die Friedliche Revolution in Deutschland.
Gill Kendon, 40, kommt ursprünglich aus Großbritannien, lebt momentan aber in Frankfurt/Oder und arbeitet dort als Englisch-Lehrerin. Sie hatte Leipzig einen Besuch abgestattet und wollte mehr über die Vergangenheit des Landes erfahren, in d…
Er war der beste Dokumentarfilm beim Hollywood Film Festival 2002, noch im selben Jahr lief er bei der Berlinale. Nun ist „The burning wall – Die brennende Mauer. Dissens und Opposition in der DDR, 1949 – 89” von Hava Kohar Beller erstmals in deutscher Fassung zu sehen.
Die Premiere- Aufführung beginnt am Donnerstag, dem 07. Oktober 2004, 19 Uhr, im ehemaligen Stasi- Kinosaal in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“. Im Anschluss wird Dr. Claus Richter, Redaktionsleiter von „Frontal 21“ (ZDF) mit der Regisseurin und Produzentin des Fi…
Bürgerkomitee lädt in die ehemalige MfS-Bezirksverwaltung und den Stasi-Bunker ein
Am Sonntag zeigen Museen in aller Welt, welche Besonderheiten Sie in Ihren Ausstellungen und Sammlungen zu bieten haben. Anlässlich des diesjährigen Internationalen Museumstags, der in Deutschland unter dem Motto „Kulturelle Tradition als lebendiges Erbe“ steht, lädt auch die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker zu Sonderführungen und -öffnungszeiten ein.
Sonderöffnungszeiten im Museum im Stasi-Bunker
Das Museum im Stasi-Bu…
Der Pleißepilgerweg 1989 wurde von SED und Staatssicherheit verboten
Vor genau 16 Jahren, am 5. Juni 1988, organisierten in Leipzig unabhängige Umweltgruppen den " 1.Pleißegedenkumzug". Sie wollten am Weltumwelttag durch einen Marsch entlang der zugeschütteten Pleiße auf die starke Umweltverschmutzung in Leipzig aufmerksam machen, mahnten eine saubere Umwelt an und forderten die Bevölkerung auf, sich aktiv für die Erhaltung der Natur einzusetzen. Da der Marsch überwiegend im Auewald und im Clara-Zetkin-Park verlief, schritt die Volkspolizei …
Erstmals in diesem Jahr bietet das Bürgerkomitee am Sonnabend, dem 26. Juni, wieder einen Bustransfer von Leipzig ins Museum im Stasi-Bunker bei Machern an. Aufgrund der großen Nachfrage von 2003 gibt es in diesem Jahr wieder fünfmal die Möglichkeit, das Museum ohne Auto zu besuchen. Weitere Termine werden der 24. Juli, der 28. August, der 25. September und der 9. Oktober 2004 sein. Hin- und Rückfahrt sowie eine Führung durch den Bunker, die ehemalige Ausweichführungsstelle des Leiters der Leipziger Stasi-Bezirksverwaltung, sind in dem Angebo…
Bürgerkomitee protestiert gegen Etatkürzungen bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Der Bundesinnenminister stellt die Arbeit der zentralen Institution zur bundesweiten Förderung der Aufarbeitung in Frage. Vor wenigen Tagen teilte er der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit, dass ihr Etat im laufenden Jahr von geplanten 4,2 auf 3,9 Millionen Euro gekürzt werden soll. Damit müssten die Zuschüsse für zahlreiche Projekte des laufenden Jahres gekürzt werden – vor allem solche, die gerade erst oder noch nicht begonnen haben…
Das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den Stasi-Unterlagen Helmut Kohls bedeutet erneut einen erheblichen Rückschritt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit dem Urteil – das weit über den Fall Kohl hinaus grundsätzliche Bedeutung hat – die publizistische Auswertung der Stasi-Unterlagen weitgehend beendet. Ohne Not wurde damit ein Schlussstrich unter bewährte und immer sorgfältiger genutzte Möglichkeiten der Vergangenheitsbewältigung gezogen. Die Presse- und Informationsfreiheit bleibt von die…
Hunderte Verletzte und mindestens 55 Tote – das war die traurige Bilanz des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR. Die Schicksale der zu Tode Gekommenen waren bis heute, mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem historischen Datum, größtenteils unbekannt. Eine neue Publikation gibt den Opfern nun erstmals ein Gesicht.
„Die Toten des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953“ lautet der Titel des Buches, das vor zwei Wochen im Beisein des Bundespräsidenten in Berlin erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Erarbeitet haben es das Zentrum f…
Nach dem großen Interesse im Vormonat besteht am 24. Juli 2004 wieder die Möglichkeit, mit dem Bus von Leipzig zum Museum im Stasi-Bunker bei Machern zu fahren. Für das Angebot sind in diesem Jahr nur noch drei weiteren Terminen vorgesehen: der 28. August, der 25. September und der 9. Oktober.
Hin- und Rückfahrt sowie eine Führung durch den Bunker, die ehemalige Ausweichführungsstelle des Leipzigers der Leipziger Stasi-Bezirksverwaltung, sind in dem Angebot inbegriffen. Abfahrt ist 14.00 Uhr an der Gedensktätte Museum in der „Runden Ecke“ am…
Am kommenden Sonnabend, dem 28. August, fährt wieder ein Bus von Leipzig zum Museum im Stasi-Bunker bei Machern. Die Tour findet in diesem Jahr nur noch an zwei weiteren Terminen, am 25. September und am 9. Oktober statt.
Hin- und Rückfahrt sowie eine Führung durch den Bunker, die ehemalige Ausweichführungsstelle des Leiters der Leipziger Stasi-Bezirksverwaltung, sind in dem Angebot inbegriffen. Abfahrt ist 14.00 Uhr an der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ am Dittrichring, Rückkehr am selben Ort gegen 17.30 Uhr.
Der Preis für die To…
Über diese Frage diskutieren am Montag, dem 6. September 2004, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Bundestagstagsabgeordnete und Theologen in Leipzig. Die Veranstaltung beginnt 20 Uhr im ehemaligen Stasi-Kinosaal in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“.
Vor 15 Jahren, am 4. September 1989, fand in der Leipziger Nikolaikirche zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder ein Friedensgebet statt. Obwohl die Staatsführung während der vorhergehenden Wochen Druck auf die zuständigen Kirchenvertreter ausgeübt hatte, keine Friedensgebete meh…
Leipzig sollte eine „Straße der Friedlichen Revolution“ bekommen. Diese Anregungen gab das Bürgerkomitee den Vorsitzenden der Fraktionen im Leipziger Stadtrat und dem Leipziger Oberbürgermeister. 15 Jahre nachdem sich die Menschen in der DDR von der kommunistischen Diktatur bereiten, könnten damit der Mut und die Zivilcourage Hunderttausender Leipziger gewürdigt werden. Es gibt nach unserem Wissen in der ganzen Bundesrepublik bisher keine Straße, die an dieses herausragende Ereignis jüngster deutscher Geschichte erinnert.
Leipzig wird weit ü…
Leipzig erinnerte am gestrigen 9. Oktober mit mehr als 20 Sonderausstellungen, Diskussionen, Vorträgen, Lesungen und Filmen an den Herbst ´89. Auch das Leipziger Bürgerkomitee beteiligte sich mit verschiedenen Veranstaltungen.
Interesse an Geschichte der Friedlichen Revolution ist ungebrochen – Fast 1.500 Interessierte nahmen die Angebote der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ wahr
Aus vielen Mosaiksteinen setzte sich die lange Filmnacht im ehemaligen Stasi-Kinosaal der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zusammen und zeichnete e…
Anmeldungen zur Tagung in der „Runden Ecke“ ab sofort möglich
15 Jahre nach der Besetzung der MfS-Zentralen und der Gründung der Bürgerkomitees ist es an der Zeit für eine Bestandsaufnahme. Die Konferenz der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Bürgerkomitee Leipzig e.V. laden zu einer Fachtagung ein, die Forschungslücken schließen und gleichzeitig Anregungen für neue wissenschaftliche Vorhaben geben will. Sie wird sowohl den Protagonisten der MfS-Auflösung als auch Historikern u…
200 Teilnehmer bei Tagung in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig
War die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR in Wahrheit eine Beschäftigungstherapie für Oppositionelle und Bürgerrechtler? Opferte die Staatspartei SED eine ihrer wichtigsten Machtstützen, um selbst unbehelligt zu bleiben? Provokante Fragen wurden an diesem Wochenende in Leipzig in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ aufgeworfen. 200 Akteure der Jahre 1989/90 sowie Historiker und Journalisten aus der gesamten Bundesrepublik wa…
Träger der Gedenkstätten Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig und Normannenstraße in Berlin kritisieren die Geheimentscheidungen zur Auflösung der Stasi-Unterlagenbehörde
Die Zukunft der Stasi-Akten darf nicht in Geheimpapieren und Ad-hoc-Entscheidungen bestimmt werden. Das Bürgerkomitee Leipzig e.V. und der Verein ASTAK in Berlin kritisieren nachdrücklich das Verfahren, in dem hinter verschlossenen Türen und praktisch über Nacht die Abwicklung der Stasi-Unterlagenbehörde forciert wurde. Sie fordern vor allem den Deutschen Bundestag auf, s…
Originalgeräte, Dokumente und Fotos dokumentieren in Leipzig den Überwachungswahn der Stasi
„Ich hoffe, dass die Post auch ankommt“ oder „Das besprechen wir besser nicht am Telefon“ waren in den späten Jahren der DDR gängige Redewendungen. Für die meisten Bürger des Landes und auch für viele Menschen in der Bundesrepublik war es ein „offenes Geheimnis“, dass die Staatssicherheit Briefe, Pakete und Telegramme kontrollierte und Telefonate abhörte.
Wie diese Überwachungsmechanismen funktionierten, ist momentan in Leipzig in der Sonderausstellu…
Ehemaliger MfS-Offizier berichtet von seiner Tätigkeit in der Abteilung M
In fremden Briefen zu lesen, war seine tägliche Arbeit. Er suchte in ihnen „operativ-relevante Informationen“, um diese anschließend nach unterschiedlichen Kriterien zu ordnen. Dazu gehörten beispielsweise: Verdacht des ungesetzlichen Verlassens der DDR, staatsfeindliche Hetze oder politische Untergrundtätigkeit.
Gerd Reinicke arbeitete sechs Jahre lang, von 1979 - 85, in der Abteilung M des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), die für die Post- und Telefonkontrol…
„Leipzig liest“ – Bürgerkomitee lädt zu Veranstaltungen rund ums Thema Post- und Telefonkontrolle ein
Als Mitarbeiter der Sendung „Das klingende Sonntagsrätsel“ waren Christian Bienert und Marlies Kahlfeldt Hörerpost in großer Stückzahl gewohnt. In den 90er Jahren erhielten sie jedoch eine Lieferung der besonderen Art – verpackt in zwei dicke Metallkoffer. Die inliegenden Briefe waren bereits mehrere Jahre unterwegs. RIAS-Hörer aus der DDR hatten sie abgesendet, die Staatssicherheit hatte sie abgefangen und den Inhalt offenbar für zu brisant…
Das Warschauer Ghettos ist eines der Hauptsymbole des Holocaust. In einem Warschauer Stadtviertel hatte die deutsche Besatzungsmacht während des Zweiten Weltkrieges mehr als eine Million Juden zwangsweise angesiedelt und eingeschlossen. Viele starben aufgrund der unmenschlichen Lebensbedingungen, wurden planmäßig erschossen oder in Vernichtungslager gebracht. Im Jahr 1943 erhoben sich die Ghetto-Bewohner gegen die Nazis, der Aufstand wurde jedoch blutig niedergeschlagen.
Nur noch bis zum Sonnabend, den 31.01.2004, ist die Ausstellung „Das Wa…