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Studienteilnehmer gesucht: Jugendliche mit Kopfschmerzen

12.10.201711:01 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Forscher des Universitätsklinikums Heidelberg untersuchen Wirkmechanismus eines alternativen Therapieverfahrens / Über eine Elektrode am Ohr wird ein Hirnnerv stimuliert / Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren können teilnehmen

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Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg um den Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Michael Kaess untersuchen neurobiologische Mechanismen, die Spannungskopfschmerzen bei Jugendlichen zugrunde liegen. Ziel ist es, alternative Therapieoptionen zu entwickeln. Bei der so genannten transkutanen Vagusnervstimulation wird eine Elektrode am Ohr des Patienten befestigt. Diese gibt kleine elektrische Impulse ab, die den Hirnnerv stimulieren und dessen Aktivität steigern. Im Rahmen einer Studie soll dieser schonende Wirkmechanismus genauer untersucht werden, um herauszufinden, ob hiermit eine Behandlungsoption für Jugendliche mit Spannungskopfschmerz etabliert werden kann.

Die Forschungsgruppe der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sucht für diese Studie Probanden zwischen 14 und 17 Jahren, die aktuell an Spannungskopfschmerzen leiden oder mindestens eine vergangene Episode erlitten haben. Der Studienablauf besteht aus zwei Terminen mit einer Dauer von je zwei Stunden. Die Teilnahme wird mit 50 Euro vergütet.

Wenn es um Kopfschmerzen geht fühlt sich jeder angesprochen. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche leiden häufig unter dem dumpfen und drückenden Schmerz, der einem den Alltag manchmal ganz schön erschweren kann. Im Rahmen einer Befragung von Schülern im Alter von zwölf bis 19 Jahren gaben über 80 Prozent an, innerhalb der letzten sechs Monate unter Kopfschmerzen gelitten zu haben (Studie1 der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.). Am häufigsten handelt es sich dabei um Spannungskopfschmerzen, welche zu den primären Kopfschmerzen zählen. Dies bedeutet, dass der Kopfschmerz nicht auf eine spezifische Ursache zurückzuführen ist, wie zum Beispiel eine Kopfverletzung. Während Stress, muskuläre Fehlbelastung und mangelnde körperliche Bewegung als mögliche Auslöser diskutiert werden, liegen die neurobiologischen Hintergründe der Kopfschmerzen noch weitgehend im Dunkeln.

In Rahmen vergangener Studien konnte bereits gezeigt werden, dass die Aktivität des Vagusnervs bei Erwachsenen mit primären Kopfschmerzen vermindert ist2. Dieser Hirnnerv ist an der Regulation fast aller inneren Organe beteiligt. Eine verminderte Aktivität wird mit einem veränderten Stimmungsbild und Schwierigkeiten in der Emotionsregulation in Verbindung gebracht und könnte zur Entstehung der Kopfschmerzen beitragen. Eine Stimulation des Vagusnervs konnte in vergangenen Tests bereits zu einem verbesserten Stimmungsbild und zu Schmerzreduktion führen. Diese Stimulation wurde invasiv durchgeführt, wohingegen mit der transkutanen Vagusnervstimulation eine nicht-invasive Technologie zur sicheren Anwendung an Jugendlichen entwickelt wurde.

Kontakt:
E-Mail: E-Mail
Tel.: 06221/5637504

Publikation zur Pressemeldung:
1. Fendrich et al. Headache prevlance among adolescents – the German DMKG headache study. Cephalalgia 2007, 27: 347-354
2. Koenig J, Williams DP, Kemp AH, Thayer JF. Vagally Mediated Heart Rate Variability in Headache Patients During Resting State – A Systematic Review and Meta-Analysis. Cephalalgia 2016; 36(3):265-78. DOI: 10.1177/0333102415583989; 4.12 Impact Factor

Kontakt für Presseanfragen:
Dr. Julian Koenig
Universitätsklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie Heidelberg

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg: Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit fast 2.000 Betten werden jährlich rund 65.000 Patienten vollstationär, 56.000 mal Patienten teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe hat das Universitätsklinikum Heidelberg das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg etabliert, das führende onkologische Spitzenzentrum in Deutschland. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.700 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.
www.klinikum-heidelberg.de

Quelle: idw

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