(openPR) … und doch können sie jetzt nicht einfach zugeben: Wir haben Mist gebaut. Denn das würde die von ihnen erzeugten Spekulationsblasen mit einem so großen Knall platzen lassen, daß die Welt bebte.
Beobachtet man das Börsengeschehen, sieht man zwar eine gewisse Verunsicherung und entsprechende Zurückhaltung von Anlegern und privaten Spekulanten. Die professionellen Spekulanten aller Art, darunter auch die als Banken firmierenden, scheinen (mit tatsächlicher oder eingebildeter?) Rückendeckung der Notenbanken aber alles zu tun, um die Spekulationsblasen straff zu halten. Das ist verständlich, macht aber doch sehr mißtrauisch. Denn gerade die Insider sollten doch einen guten Riecher für Unsicherheiten und Gefahren haben. Oder ist das, was wir von ihnen wahrnehmen nur Pfeifen im Wald?
Erhebliche Gefahren lauern tatsächlich. Zahlreiche Privatanleger haben in den letzten Jahren in Reaktion auf die Zinspolitik der Notenbanken relativ sicherere Vermögenswerte durch Finanzprodukte ersetzt, die ein wenig mehr Rendite abwerfen, aber auch dementsprechend höhere Risiken bergen. Das wird sich im weiteren Verlauf der Finanzkrise zwangsläufig problematisch auswirken.
Was wird also in der nächsten Zukunft von den Notenbanken gespielt und worauf müssen sich die privaten Anleger, die an den Börsen gar nicht spekulieren, sondern nur rentabel und auch möglichst sicher investieren wollen, gefaßt machen?
Kaum zu übersehen: Die Notenbanker sind ist ratlos. Was die FED anbetrifft versucht Frau Yellen mit ihren eigenartigen Formulierungen, die Erwartungen zu dämpfen, dass die Fed ihre Geldpolitik jetzt wirklich straffen wird. Die amerikanischen Notenbanker fürchten offensichtlich im Falle von Zinserhöhungen eine Panik der Spekulanten. Denn die Kurse der Anleihen könnten abstürzen und die Renditen in die Höhe schießen.
Solche Befürchtungen sind sicherlich nicht aus der Luft gegriffen. Auch Herr Draghi hüllt sich ja in Schwafeleien. Die Spekulanten unterschätzen die großen Risiken, denen sie sich aussetzen, wahrscheinlich erheblich. Die professionellen vielleicht, weil sie glauben, auf jeden Fall von den Notenbanken gerettet zu werden. Die privaten, weil sie wahrscheinlich annehmen, daß die professionellen gerettet werden und dann die Kurse nicht zusammenbrechen werden. Aber sie alle werden sich wahrscheinlich sehr täuschen. Sofern die Notenbanken überhaupt in der Lage sind, irgendwelche Spekulanten zu retten, wird die FED allenfalls ihre Eigentümer retten. Und die privaten Anleger und Zocker beißen so oder so die Hunde.
Was die Notenbanken überhaupt noch „retten“ könnten, ist unklar. Wahrscheinlich am Ende gar nichts. Es gibt kein Beispiel dafür, daß jemals ein Ponzi-Spiel „ordentlich“ (was man auch immer darunter verstehen mag) beendet werden konnte. Es gab immer nur den Totalzusammenbruch und verbrannte Erde bei den Geschädigten. Auch die Wahnsinnspolitik der FED und der EZB wird weltweit ungeheure volkswirtschaftliche und soziale Schäden hinterlassen. Die letztlich dafür verantwortlichen Politiker, die Banken und Bankster von der Leine soliden Wirtschaftens und der Allgemeinwohlverpflichtung gelassen haben (von der sich die meisten Parlamentarier selbst schon vor längerer Zeit befreit haben) sollten sich jetzt schleunigst Gedanken darüber machen, wie sie den sozialen Frieden und die Funktionsfähigkeit ihrer Staaten im Crashfall sicherstellen wollen.
Die derzeit geringen Volatilitäten an den Börsen könnten die Ruhe vor dem Sturm sein.
Und ganz nebenbei sollte man auch an die Schuldensümpfe in vielen Ländern der Erde denken. In zahlreichen Ländern Europas und den USA befinden sich die Staatsschulden auf Rekordhöhe. Bei den Privatschulden lauern Zahlungsausfälle in gigantischen Größenordnungen. In den USA könnten z.B. die Autokäufe auf Pump von Millionen schwachen Schuldnern für die Kreditgeber zum Problem werden. Ausfälle von Kreditkartenschulden und Studienkrediten könnten zusammen die Billionengrenze leicht überschreiten. Alles hängt letztlich an der Konjunktur der Realwirtschaft. Aber die lebt auch vom sorglosen Schuldenmachen der Konsumenten und schwächelt trotzdem.
Schöne Aussichten! Und kein Wunder, daß viele Profis sich mehr und mehr dem Gold zuwenden.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit langem das ebenso interessante wie fragwürdige Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
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