(openPR) Auch das Verbrechen ist heute globalisiert. „Daß die Völker von Kriminellen durchsetzt sind und nicht wenige sogar von ihnen regiert werden, ist nicht neu. Neu ist nur, daß sie per Internet bis in unsere Wohnungen und Büros vordringen.“ (Prof. Querulix) Leider nicht nur per Internet.
Friedrich Nietzsche sah in der Moral die Zeichensprache der Affekte. Da könnte er genau richtig vermutet haben. Uns Heutige sollte das allerdings sehr beunruhigen. Denn mit der Moral ist es rund um den Globus schlecht bestellt. Gerade die, die Vorbilder sein sollten, leiden offensichtlich am meisten unter moralischer Degeneration. Und das Schlimmste dabei ist, daß sie es entweder gar nicht merken oder es für vollkommen in Ordnung halten.
In den Niederlanden erwarten die Rechten und Europakritischen einen großen Wahlerfolg. In Frankreich drängen zum Beispiel Politiker zur Macht, deren moralische Fehlverhalten öffentlich ist und deren Immunität bereits aufgehoben wurde, um staatsanwaltliche Ermittlungen zu ermöglichen. In Italien wird die Pleitebank Monte dei Paschi entgegen den Vereinbarungen der Euro-Länder von Draghis EZB unter Duldung aller Mitglieder der Währungsunion trickreich mit Staatsgeldern gerettet. Polen, Tschechien, Ungarn (um nur Beispiele zu nennen) versagen sich der gerechten Verteilung von Flüchtlingen, kassieren aber gleichzeitig Subventionen, die von genau den Ländern aufgebracht werden, die auch die Hauptlast der überwiegend muslimischen Zuwanderung tragen. Die Türkei isoliert sich von Europa und ist auf dem Weg in einen totalitären Staat. Die USA gehen mit Riesenschritten auf den Staatsbankrott zu.
Der VW-Betrugsskandal wird in den USA – nicht gerade ein Land mit einer Vorzeigemoral – mit Milliardenstrafen geahndet. Dabei steht allerdings nicht das moralische Versagen des Managements im Mittelpunkt, sondern der verursachte wirtschaftliche Schaden infolge des rechtswidrigen Handelns des von ihnen geführten Unternehmens. In Deutschland scheint bisher beides keine Rolle zu spielen: weder das moralische Versagen noch der wirtschaftliche Schaden. Die betroffenen Kunden müssen sich selbst helfen und werden es hoffentlich auch tun. Der Vorstand hat nach Aussage des ehemaligen und verantwortlichen Vorsitzenden Winterkorn überhaupt keine Ahnung von dem Treiben seiner Mitarbeiter gehabt. Der arme Mann war vielleicht überfordert, konnte seine Aufsichts- und Kontrollpflichten nicht so wahrnehmen wie es seine Pflicht war, wußte vielleicht gar nicht, daß es dafür sehr gute Instrumente und Hilfsmittel gibt, oder er war unfähig, sich ihrer zu bedienen.
Wenn das stimmt, Winterkorn tatsächliche „keine Ahnung“ gehabt hat, fragt sich, wofür er so fürstlich bezahlt wurde. Vorstände, die ihre Unternehmen so im Griff haben wie Martin Winterkorn, die wie er für Ahnungslosigkeit jährlich viele Millionen kassieren, sind überflüssig. Man wird sehen, ob er mit seiner Verteidigungsstrategie durchkommt. Glaubwürdig ist sie jedenfalls nicht.
Egomanen, Kriminelle und Dummschwätzer drängen überall auf der Welt ohne Unterlaß an die Macht. Das ist nichts Neues. Die Geschichte kennt zahlreiche böse Beispiele. Als Rudeltiere haben die Menschen natürliche Schwierigkeiten, die wichtigen Positionen in ihren Rudeln mit den Besten zu besetzen. Denn deren Denken kreist nicht in erster Linie um Machtgewinn, Karriere und einen möglichst großen Reibach. Oft sind sie so sehr Fachleute, daß sie für Führungspositionen, die einen größeren als nur einen begrenzten fachlichen Wahrnehmungs- und Handlungshorizont erfordern, gar nicht geeignet sind. Man sollte ihnen deshalb fachliche Aufgaben und Verantwortung geben. Wichtige Führungspositionen müssen dagegen mit Fachleuten für die Führung besetzt werden. Sie müssen durchsetzungsfähig sein, dürfen aber keine Egomanen und ausgesprochenen Machtmenschen sein. Doch allzu oft entscheiden der Zufall, Intrigen und Machtspielchen über die Besetzung von Führungspositionen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft und führen dann zu den Ergebnissen, unter denen wir derzeit leiden und – wie es aussieht – bald noch mehr leiden werden.
„Über das Schicksal der Völker entscheiden seit jeher vor allem ihr Nichtwissen, ihre Trägheit und ihre Furchtsamkeit.“ (Prof. Querulix) So konnten sich die „Eliten“ der Selbstbediener und Dummschwätzer zu allen Zeiten von der großen Mehrheit der Menschen entfernen und ihr eigenes profitables Süppchen kochen. Die wachsende Kluft zwischen Reichen und Armen, Profiteuren und Opfern, Ausbeutern und Ausgebeuteten läßt sich weltweit kaum noch überbrücken. In den Ländern der sogenannten Ersten Welt ist das nicht anders. Um wieder mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen, bräuchte es geradezu revolutionäre Reformen. Dagegen würden sich die Profiteure und deren Mitläufer und nützliche Idioten sicherlich mit allen Mitteln wehren.
Doch „weiter so“ wird auch nicht funktionieren. Denn die hemmungslose Verschuldung zahlreicher Staaten und das Ponzi-Spiel der Notenbanken wird weltweit die Realwirtschaft ruinieren und die Zahl der Armen explodieren lassen. Die absehbaren sozialen Folgen der schließlich unvermeidlichen autonomen „Lösung“ der Banken- und Staatschuldenkrise werden dann auch die Trägsten unter den Leidenden auf Trab bringen und sie ihren gerechten Anteil an den Erträgen der gemeinsamen Arbeit fordern lassen. Die Völker der sogenannten Ersten Welt taumeln sehr unruhigen Zeiten entgegen.
Was der Alltagsphilosoph und Gesellschaftskritiker Prof. Querulix sonst noch an Beobachtungen und Kommentaren aus dem Tollhaus der Menschenwelt zusammengetragen hat, erfahren Sie in seinen zahlreichen Publikationen, die beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital in der Reihe „Tacheles“ erschienen sind. In den bisher 7 Bänden der Reihe geißelt er die offensichtliche Unfähigkeit des Menschentiers, sein kollektives Dasein friedlich, gerecht für alle und schonend für die Umwelt zu gestalten. Band 7 ist Anfang dieses Jahres mit dem Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3) veröffentlicht worden. Wie seine 6 Vorgänger ist er beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.
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