(openPR) „Die Überlebenden der von unfähigen ‚Eliten‘ herbeigeführten größten Weltkrise der Menschheitsgeschichte werden sich einst fragen, warum die Menschentiere gerade die Einfältigsten, Unfähigsten, Skrupellosesten, Macht- und Geldgierigsten als ihre Herrscher geduldet haben.“ (Prof. Querulix)
Die Geschichte hat unzählige kulturelle Niedergänge gesehen, sich auflösende Staaten, verfallende Reiche. Daß Europa dabei ist, seine historische Chance auf Einigkeit, Zusammenhalt, Wohlstand und Stärke zu verspielen, ist eine traurige Tatsache, mit der wir uns abfinden müssen. Die Völker, vertreten durch ihre selbstsüchtigen „Eliten“, sind einfach nicht reif für ein solches Projekt. Was übrig bleibt, ist ein Trümmerhaufen von guten Absichten und miserablem Management. Die Leidtragenden sind aber nicht die politischen Versager, sondern Millionen anständige, gutwillige und fleißige Menschen, deren Hoffnungen auf ein besseres Leben zerstört wurden.
Viel wird es nämlich nicht sein, was vom Europäischen Projekt übrig bleibt, wenn das Ponzi-Spiel der EZB dort landet, wo bisher alle Tricksereien dieser Art gelandet sind: Im Orkus der Geschichte. Die Geschichte erzählt allerdings kaum etwas von dem Leid der betroffenen Menschen.
Jetzt haben wir (und die übrige Welt) mit den Vorstellungen des neuen us-amerikanischen Präsidenten vom Freihandel und der Besteuerung von Unternehmen ein weiteres Problem. Wenn die Politiker damit genauso stümperhaft umgehen wie mit der Währungsunion, haben wir ein dunkles Kapitel unserer Geschichte vor uns.
Das sollte die verantwortlichen europäischen Politiker und besonders die deutschen eigentlich anspornen, einen eigenen Weg zu suchen, der uns von der us-amerikanischen Wirtschafts- und Steuerpolitik so unabhängig wie möglich macht. Und da geht einiges. Derzeit ist Deutschland allerdings auf einem falschen Weg, weil immer größere Teile der Bevölkerung sich von den Regierenden an den Katzentisch verdrängt sehen. Das schwächt außer Leistungsmotivation der „Abgehängten“ auch nachhaltig die Binnenwirtschaft.
Die von der EZB gewünschte Inflation beginnt gerade anzutraben. Sichtbar wird sie allerdings in erster Linie als Kollateralschaden eines viel schlimmeren Vorgangs, nämlich der Vernichtung von Ersparnissen aller Art in Form von Geldvermögen durch Null- und Negativzinsen. Private Lebens- und Krankenversicherungen pfeifen dank Draghis Roßkur schon auf dem sprichwörtlichen letzten Loch. Ob deren Vorstände und Aufsichtsräte sich schon ihre Vergütungen gekürzt haben? Wohl kaum.
Unübersehbar ist aber, daß die, die es können, ihren Kunden tiefer in die Tasche greifen. Außer happigen Beitragserhöhungen wird auch bei den Leistungen geknapst.
Autoversicherer erhöhen Versicherungsprämien für unfallfreie Langzeitversicherte zum Beispiel um satte 12 Prozent – weil sie wissen, daß sich der Kunde nicht wehren kann. Alle anderen erhöhen nämlich auch. Das ist allemal einfacher als die Verursacher steigender Kosten in die Pflicht zu nehmen oder die Politiker anzuhalten, den Ursachen höherer Schäden mit wirksamen Strafandrohungen entgegen zu wirken. Private Krankenversicherungen werden ebenfalls deutlich teurer und knausern zudem bei ihren Leistungen.
„Die Inflationsrate, die von den Bürokraten im Statistikamt im Auftrag der Regierung berechnet wird, ist das Soma, mit dem die Bürger eingelullt werden sollen, damit sie die Inflation vergessen, die sie täglich in ihren Portemonnaies spüren. Im Verhältnis dazu sinken die verfügbaren Realeinkommen eines großen Teils der Bevölkerung. Nur gut, daß derzeit Schuldenmachen Trumpf ist. Wessen Portemonnaie leer ist, bekommt derzeit zinslosen Kredit und darf sich bis zur Halskrause verschulden. Daß die Zahl der Privatinsolvenzen steigen wird, ist vorauszusehen.
Autobesitzer, die schon von den Herstellern ihrer Fahrzeuge mit Abgasmanipulationen betrogen wurden und denen von deren Verantwortlichen auch noch frech entgegen gehalten wird, daß sie als deutsche Kunden nicht mit Entschädigungen rechnen können wie sie den amerikanischen Kunden zugestanden werden mußten, dürfen sich doppelt „freuen“: erst über den Betrug und dann über die Chuzpe der Betrüger .
Die Gier triumphiert. Daß die Unzufriedenheit mit dem Regime unserer „Eliten“, das solche Verhaltensweisen nicht nur duldet, sondern durch schlechte Gesetze geradezu provoziert, immer mehr Menschen erfaßt, ist verständlich. Wenn Parlamente keine Volksvertretungen mehr sind, deren Abgeordnete sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen, sondern nur noch ein Marktplatz von Lobbyisten, dann brauchen wir dringend eine Kursänderung. Daß die nicht ohne Risiko ist, wissen wir. Doch gibt es keine andere Wahl, wenn wir wenigstens die Chance wahrnehmen wollen, Schluß zu machen mit der fortschreitenden sozialen Spaltung unserer Gesellschaft, wenn wir die Herrschaft des Profits beenden und die Degeneration unserer Demokratie zur Plutokratie verhindern wollen.
Solange nicht das allgemeine Wohl einziger Maßstab und alleiniges Ziel politischen Handelns ist, braucht sich Trump nur wenig zu fürchten. Die Lobbys in den betroffenen Ländern werden nur für sich selber sorgen und die Lasten denen aufbürden, die nicht im Parlament oder gar direkt in der Regierung vertreten sind. Die Probleme werden sich dann allerdings derartig zuspitzen, daß es die USA innerhalb kürzester Zeit mit anderen Regierungen zu tun bekämen.
Wenn unsere Parlamentarier nicht bald zur Vernunft kommen und das Allgemeinwohl anstelle ihrer oder ihrer Klientele Sonderinteressen setzen, dürfen sie sich ohnehin nicht wundern, daß die Wähler sie immer öfter in die politische Wüste schicken. Dabei wäre gute, dem allgemein Wohl verpflichtete Politik gar nicht schwieriger – wenn auch vielleicht weniger lukrativ – als der ständige Kampf, Sonderinteressen auf Kosten des Allgemeinwohls durchzusetzen. „Für das Qualitätsmanagement in der Politik eignet sich als Basis der Kantische Kategorische Imperativ: ”Handle so, daß du die Menschheit, sowohl in deiner Person als auch in der Person eines jedes anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest” erinnert Prof. Querulix. Und genau darauf käme es an.
Der Volksmund hat übrigens auch einen uralten Rat für alle, die Macht über andere haben: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
Daß Menschen immer noch überwiegend instinktgesteuert wie ihre äffischen Vorfahren vor Millionen Jahren als räuberisches Rudeltier handeln, führt auch dazu, daß kulturelle Errungenschaften wieder in Vergessenheit geraten oder absichtlich beseitigt werden. Gerade erblühende Demokratien in Osteuropa verwelken an der Krankheit des Autoritarismus, ja mutieren in beängstigender Geschwindigkeit zu autokratischen Systemen. Die Türkei scheint sogar auf dem Weg zur Diktatur. Wir Deutschen wissen aus unserer Geschichte, wie schnell so etwas gehen kann, und sollten nicht überrascht sein, wenn auch wir diesen Weg zurück in die längst für überwunden gehaltene Vergangenheit gehen. Die Weimarer Demokratie starb vor nicht einmal hundert Jahren innerhalb weniger Jahre. Wenn unsere „Eliten“ nicht schnell klüger werden, wird sich die Geschichte wiederholen – allerdings auf höherem technologischem Niveau und entsprechend wirkungsvoller.
Frau Merkel tritt wieder an. Ob sie nach fast drei Amtsperioden endlich ein Konzept für Deutschlands Zukunft in ihrer geplanten vierten Amtsperiode hat, ist weiterhin offen. Aber ohne die Beseitigung der inzwischen gefährlichen sozialen Schieflage unserer Gesellschaft, die durch Millionen schlecht oder gar nicht integrierte Mitbürgerinnen und Mitbürger aus fremden Kulturen noch fragiler ist, gehen wir einer sehr schwierigen Zukunft entgegen. Die deutsche „Elite“ hat abgewirtschaftet und offensichtlich die Orientierung verloren. Der Absturz der seit vielen Jahrzehnten etablierten Parteien in der Wählergunst ist ein Fanal. Immer mehr Deutsche fühlen sich von den Regierenden im Stich gelassen und für dumm verkauft. Und mehr noch: Man fragt sich sogar, ob der gegenwärtige polit-ökonomische Herrscherklüngel noch in der gleichen Welt lebt wie die große Mehrheit seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Warten wir das Ergebnis der nächsten Bundestagwahl und danach die Kanzlerwahl ab.
Vielleicht zur Ablenkung oder einfach aus Scham über die eigene Unfähigkeit zu zukunftsgestaltendem Handeln treibt die „Elite“ bunte Säue durchs Dorf. Deutschland hat zum Beispiel ganz andere und viel wichtigere Probleme als die Elektromobilität auf unseren vom Verkehr hoffnungslos verstopften Straßen. Abgesehen davon, daß noch niemand überzeugend erklärt hat, woher der Strom für die allgemeine Elektromobilität kommen soll und wie angesichts des in die Länge gezogenen Ausbaus des Verteilsystems sichergestellt werden kann, daß er jederzeit und ebenso einfach verfügbar ist wie heute Benzin und Diesel. Die Menschen müssen die E-Autos und die nach wenigen Jahren erforderliche teure Ersatzbatterie auch kaufen können. 25-30 Prozent wären dazu heute schon nicht in der Lage. Dem Geschwätz über die Elektromobilität fehlt bisher jede praktikable Grundlage. Vielleicht werden sich die Politiker als Scheinlösung des Problems erst einmal auf zusätzliche Subventionen für die Automobilindustrie und Strompreiserhöhungen für die privaten Verbraucher einigen.
Politiker versorgen lieber ihre Klientel, statt Deutschland systematisch für die Zukunft fit zu machen. Dabei geht es so gut wie ausschließlich um die möglichst einträgliche Verwaltung von Mängeln. Was soll – um ein weiteres Beispiel zu bemühen – mit einer (teilweisen) Privatisierung der deutschen Autobahnen erreicht werden? Dem allgemeinen Wohl wird damit nicht gedient. Vermögen der Allgemeinheit würde dadurch nur an Angehörige der reichen Minderheit verscherbelt. Die erzielen dann sichere Renditen, während die Habenichtse die Zeche zahlen. Umverteilung von unten nach oben. Da liegt nämlich der sprichwörtliche Hund begraben: Die Mehrheit der Bevölkerung wird systematisch ausgebeutet.
Die wirklichen Probleme Deutschlands und der Deutschen interessieren die parlamentarischen Lobbyisten notorisch überhaupt nicht, jedenfalls solange sie noch nicht persönlich davon betroffen sind. Unsere Gesellschaft fällt immer schneller auseinander in eine Minderheit Reicher und eine wachsende Mehrheit Armer, in eine Minderheit Überversorgter und eine zunehmende Zahl Unversorgter, dauerhaft prekär Beschäftigter und Rentner, die nach einem langen arbeitsreichen Leben um Sozialhilfe betteln müssen.
Nach Kohls Wende zur „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“, die sich vor allem durch die gesetzliche Entfesselung der Beutegier von AG-Vorständen und -Aufsichtsräten auszeichnete, und Kanzler Schröders Agendapolitik, die Reiche von Steuern entlastete, ist die Altersarmut in Deutschland auf dem Wege, zum Normalzustand zu werden. Dafür sorgt jetzt allein schon die kräftige Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse. EZB-Präsident Draghis Politik der Enteignung von Geldsparern zugunsten von skrupellosen Schuldenmachern und Finanzhaien hilft noch kräftig nach.
Die sich bereits ankündigende technologische Entwicklung und ihre voraussichtlichen gravierenden Auswirkung auf den Arbeitskräftebedarf wird zudem schon in naher Zukunft weitere tiefe Spuren in die Rentenkonten einer schnell wachsenden Zahl von Deutschen graben. Für die große Zahl wenig gebildeter Zuwanderer, die mehrheitlich ihr Leben lang nicht aus prekärer Beschäftigung und Abhängigkeit von der Sozialbürokratie herauskommen werden, wird es besonders schwierig. Das wird den sozialen Sprengstoff in unserer Gesellschaft kräftig anreichern und ganz gewiß auch unangenehme politische Folgen nach sich ziehen. Aber interessiert das die Politiker überhaupt oder sind sie einfach nur unfähig, das Notwendige zu tun, um die absehbare katastrophale Entwicklung zu vermeiden?
Es braut sich einiges zusammen in unserem Deutschland, dessen „Elite“ einer immer schnell wachsenden Zahl ihrer Landsleute die häßliche Fratze der Ausbeutung zeigt. Aber die „Eliten“ machen einfach weiter, als ob sie letztlich gar nicht von den politischen betroffen wären. Menschen sind für sie, die Herrscher über die Gesetze und Zuteiler der Arbeitsplätze, ganz offensichtlich nichts anderes mehr als Mittel zu den eigenen Zwecken, Produktionsmittel, die man möglichst billig mieten möchte und die, wenn sie nicht mehr arbeiten können oder dürfen auch möglichst nichts mehr kosten sollen. Die Lobbyisten dieser „Eliten“ in den Parlamenten sorgen dafür, daß die gesetzlichen Voraussetzungen dafür – für die institutionalisierte Ausbeutung – geschaffen werden. Es muß ja alles seine Ordnung haben.
Zu allem Überfluß destabilisiert auch noch das schlecht (oder gar nicht) durchdachte Ponzi-Spiel der Europäischen Zentralbank zunehmend die soziale und politische Stabilität in den europäischen Staaten. Das sogenannte Quantitative Easing und die Niedrig- oder Nullzinspolitik die außer der EZB auch die Bank von Japan und die us-amerikanische FED zugunsten der Schuldner und zu Lasten der Sparer (Gläubiger) betreiben, werden einst als die schwachsinnigsten Feldexperimente mit den katastrophalsten Folgen in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Gegenwärtig erleben wir erste Signale einer autonomen Bereinigung, nämlich wie die Anleihenkurse (ausgehend von den USA) in den Keller rauschen und die Renditen der Festverzinslichen rasanter Steigen als im Frühjahr das Hochwasser in einigen Gegenden der Welt als Folge der Schneeschmelze. Milliardenverluste und rasant steigende Kosten für Schuldner sind die Folge. Wenn das so weiter geht, wird es eng für alle, die sich auf die Versorgung mit Geld zum Nulltarif eingestellt haben. Um das Spiel nicht zu verlieren, müssen Draghi & Co. weiterhin und in steigendem Maße Geld „drucken“ und an Bankster, reiche Spekulanten und skrupellose Staatsschuldner verschenkt werden.
Die weltweite Staatsschulden- und Bankenkrise ist nicht einmal ansatzweise gelöst und das scheint auch gar nicht geplant zu sein. Zahlreiche Staaten sind hoffnungslos überschuldet und zahlreiche Großbanken sind nach wie vor ein hohes systemisches Risiko, obwohl die Politiker acht Jahre Zeit hatten, das Problem zu lösen. Sie haben sich aber ihrer Verantwortung entzogen und die sogenannten Fachleute „machen lassen“. Im Ergebnis wurden die Böcke zu Gärtnern gemacht. Die Bankster haben ihre Pfründen gerettet und EZB und FED versorgen sie mit Geld zum Nulltarif. Die Dummen sind bisher nur die Sparer, die Opfer der sich ausbreitenden prekären Arbeitsverhältnisse und die Rentner, von denen immer weniger ohne ergänzende Sozialhilfe auskommen.
Inzwischen geraten auch die Bankster und Spekulanten ob der starken autonomen – entgegen dem Willen und Handeln der Notenbanken – Zinssteigerungen bei Anleihen weltweit mehr und mehr in Panik. Aushilfsweise werden jetzt die Aktienkurse mit billigem Geld in die Höhe getrieben. Wenn die Zinsen null sind, sind ja eigentlich unendlich hohe Anleihen- und Aktienkurse gerechtfertigt. Wenn da nur nicht das Risiko ausbleibender Zins- und Dividendenzahlungen wäre. Und das ist leider nicht null und letztlich auch nicht sicher prognostizierbar. Deshalb könnte das überfällige Gewitter an den Geld- und Kapitalmärkten schneller aufziehen als erwartet und die überteuerten Anleihen-, Aktien- und Immobilienpreise hinunterreißen, marode Banken ruinieren und im schlimmsten, aber durchaus wahrscheinlichen Fall die bereits schlummernde Weltwirtschaftskrise auslösen. Bis es so weit ist, geht der Todestanz auf dem Vulkan aber weiter.
Wenn Trump die Banken in den USA wie angekündigt allerdings noch mehr von der Leine läßt, könnte das Ende allerdings näher sein. Denn den brisantesten Sprengstoff für die todkranke Finanzwelt bergen die sogenannten Derivate, die eigentlich nichts weiter sind als von Bankstern selbst erzeugte und letztlich durch keine realen Werte gedeckten elektronischen Papierfetzen (ETFs). Mit diesen „Massenvernichtungswaffen der Finanzindustrie“, wie Investorenlegende Warren Buffett Derivate einmal bezeichnet hat, wetten die Bankster mit kräftigen Hebelwirkungen recht wohlfeil auf steigende oder fallende Kurse von Anleihen, Aktien oder Edelmetallen. Obwohl man Derivate nicht einfach gegen solche tauschen kann, weil sie keine Eigentumsrechte daran verbriefen, können Bankster und andere Spekulanten damit im weltweiten Zocker-Spiel Kurse fast nach Belieben manipulieren und tun das aus Profitgier natürlich auch. Denn es geht tatsächlich um mögliche Milliardengewinne oder Verluste. Börsenkurse werden durch dieses Zockerspiel von der realen Wirtschaftswelt abgekoppelt; was keinerlei inneren Wert hat – wie zum Beispiel Anleihen von faktisch insolventen Staaten oder die Kunst-„währung“ Bitcoin – kann allein dadurch „wertvoll“ werden, weil Zocker es weltweit als „Wert“ ansehen und darum spielen. Andererseits können allein durch das Zockerspiel Börsenkurse tatsächlich wertvoller Objekte wie zum Beispiel eine solide geführte und finanzierte Aktiengesellschaft oder seltene Metalle, im Börsenkurs gedrückt werden. Insofern drücken Börsenkurse nicht mehr die Verhältnisse tatsächlicher Wirtschaftskraft oder Werthaltigkeit ab, sondern nur noch die davon abgehobenen aktuellen Ergebnisse des Zockerspiels.
Weil Bankster und Zocker mit (ungedeckten) Derivaten spielen dürfen, ist es ihnen – abseits, aber mit allergrößtem Einfluß auf die reale Wirtschaftswelt – möglich, Anleihen-, Aktien- oder Produktenkurse – bevorzugt Edelmetalle – allein aus Profitgier fast beliebig hinauf oder herunter zu treiben und dadurch seriöse Anleger zu täuschen und zu übervorteilen. Wenn Trump wirklich etwas Sinnvolles tun möchte, sei ihm empfohlen, das Derivate-Unwesen unverzüglich zu unterbinden, indem er eine unmittelbare und vollständige Deckung jedes Derivates durch eine bestimmte Einheit des von ihm repräsentierten Objekts gesetzlich vorschreibt. Der Tausch von Derivaten in die von ihnen repräsentierten Objekte muß jederzeit möglich sein. Hebelwirkungen sind unnötig und nutzen nur Bankstern und Zockern. Auch die Politiker in Europa sollten endlich aufwachen und dem ebenso unmoralischen wie schädlichen Treiben der Zockerei mit Derivaten ein Ende setzen.
Daß dies geschieht, ist leider wenig wahrscheinlich. Sowohl die Politiker von CDU/CSU wie auch von SPD, FDP und Grünen haben bisher kläglich versagt, soweit es um so wichtige Themen ging wie zum Beispiel Einkommens- und Steuergerechtigkeit, gerechte Löhne und Gehälter, Sicherung des Wohlstands im Alter, Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum im Zeitalter der Gewaltkriminalität, vom Elternhaus unabhängige Erziehung und Bildung, Rettung des Mittelstandes vor der Vernichtung durch die EZB-Politik, um nur einige wichtige Beispiele zu nennen. Auch der prospektive Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, hat darauf bisher nicht einmal ansatzweise konkrete Antworten gegeben. Aber die brauchen wir, um wenigstens etwas Hoffnung auf Rettung vor dem endgültigen Absturz unserer Gesellschaft im Zeitalter globaler Konflikte zu bekommen.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit einigen Jahren das fragwürdige Treiben des Menschentiers. Seine zeitlos-zeitkritischen Beobachtungen und Kommentare sind inzwischen eine Dokumentation des Versagens der „Eliten“ und des sozialen Niedergangs. Veröffentlicht sind sie in bisher sieben Bänden der Reihe „Tacheles“. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten gibt es für je 9,95 Euro beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de).
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