openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Forderung nach einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft

09.11.201614:07 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die Bundestagsfraktionen von DIE LINKE mit dem Titel "Bundesweiten Aktionsplan für eine gemeinnützige Wohnungswirtschaft auflegen" (Drucksache 18/7415 vom 28.01.2016, Quelle http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/074/1807415.pdf) und von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit dem Titel "Die neue Wohnungsgemeinnützigkeit – Fair, gut und günstig wohnen“ (Drucksache 18/8081 vom 13.04.2016, Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/080/1808081.pdf) fordern von der Bundesregierung die Wiedereinführung einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft.



Zur Begründung führt die Fraktion DIE LINKE an, dass der bestehende Wohnungsmarkt nicht in der Lage sei, auf Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Binnenwanderung, Modernisierungserfordernisse und Zuwanderung angemessen zu reagieren. "Soziale und ökologische Zielsetzungen sind dem Wohnungsmarkt an sich wesensfremd", argumentiert Die Linke. Auch "Marktanreizprogramme" seien nur so lange zielführend, "wie damit Renditeerwartungen der privaten Wohnungsanbieter bedient werden". Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begründet ihren Antrag mit einem "eindeutigen Marktversagen" im Bereich des sozialen und günstigen Wohnungsbaus. Wohnungsunternehmen und -gesellschaften, die 90 Prozent ihres Bestandes für die europarechtlich möglichen 30 Jahre in die gemeinnützige Förderung einbringen, sollen gefördert werden. Je nach Mieter-Zielgruppe, die Grünen orientieren sich an den Einkommensgrenzen des Wohnraumförderungsgesetzes, sollen die Gesellschaften gänzlich von der Grunderwerb-, der Gewerbe- und der Körperschaftsteuer befreit werden. Dadurch werde die Wohngemeinnützigkeit zu einer "attraktiven Vermarktungsform", die zugleich "sozial verantwortlich" wirke. Durch detaillierte Regelungen sollen soll laut Antrag beispielsweise die Gewinnausschüttung auf eingebrachte Kapitalanteile begrenzt werden.

Die Forderung nach einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft ist am heutigen Tag Gegenstand eines öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Quelle: http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw45-pa-umwelt-bau/473342).

"Der AMV - Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e. V. unterstützt die Forderung nach einer Wiedereinführung einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft uneingeschränkt und vorbehaltlos", sagt der 1. Vorsitzende des AMV, RA Uwe Piper. "Die Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit im Jahr 1990 war ein großer Fehler", meint Piper. "In den gemeinnützigen Wohnungen lagen die Nettokaltmieten bis zu 30 % unter den Mieten des freien Wohnungsmarktes", so Piper. "Seit der Abschaffung der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft sind bisher über 2 Millionen günstige Sozialwohnungen in Deutschland verloren gegangen; von ursprünglich 3,6 Millionen sind heute nur noch 1,5 Millionen vorhanden", teilt Piper mit. "Dieser Trend muss unverzüglich gestoppt werden, anderenfalls werden jedes Jahr weitere 60.000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen mit der Folge steigender Mieten und Kosten der Unterkunft sowie des Wohngeldes", meint Piper. "Bezahlbarer Wohnraum - gerade in Berlin und anderen Metropolen - ist inzwischen eine Mangelware. Von daher bedarf es einer unverzüglichen Rückkehr zu einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft, um aktiv gegen die Missstände auf dem Wohnungsmarkt vorgehen zu können", schließt Piper.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 926542
 142

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Forderung nach einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von AMV - Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V.

Der nächste Share Deal: Vonovia wächst steuerfrei um 24.500 Wohnungen
Der nächste Share Deal: Vonovia wächst steuerfrei um 24.500 Wohnungen
Vonovia übernimmt die österreichische Immobiliengesellschaft Conwert Durch den Zusammenschluss von Vonovia und conwert entsteht ein Unternehmen mit rund 355.000 Wohnungen. Die rund 24.500 Wohnungen von conwert liegen vor allem in Berlin, Potsdam, Leipzig, Dresden und Wien. Die in Berlin liegenden Objekte mit insgesamt 4.389 Wohnungen sind auf alle Bezirke verteilt. Im Einzelnen: Mohrenstraße 1, 2 Richard-Sorge-Straße 35 Mühsamstraße 73 Zachertstraße 15 / Archenholdstraße 29 Wönnichstr. 44 Weseler Straße 5 Eginhardstraße 20 Schenkestraße 7 T…
Deutsche Wohnen - Gewinnmaximierungsstrategie versus Mieterschutz
Deutsche Wohnen - Gewinnmaximierungsstrategie versus Mieterschutz
Die Deutsche Wohnen AG hat am 21.03.2017 ihr Jahresergebnis zum 31.12.2016 veröffentlicht: - Der Konzerngewinn stieg 2016 um 35 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro - Die Mieteinnahmen wuchsen um 11 Prozent auf 704,5 Millionen Euro - Die Durchschnittsmiete lag bei 6,10 Euro je Quadratmeter - Für 2017 prognostiziert die Deutsche Wohnen, dass die Mieten um weitere 3,5 Prozent steigen werden „Die Deutsche Wohnen AG, die in Berlin ca. 110.000 Wohnungen bewirtschaftet und Berlins größter Vermieter ist, fährt eine agressive Mieterhöhungspolitik zu …

Das könnte Sie auch interessieren:

Rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft lässt sich nicht bremsen
Rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft lässt sich nicht bremsen
… des Vermieters auf einen günstigen Mietzins. Es gelte Bündnisse des Wohnens vor Ort zu schließen und maßgeschneiderte Lösungen gemeinsam zu finden. „Die Wohnungswirtschaft braucht Partner, die mitziehen, keine Bremsen!“ Zuvorderst seien die Kommunen gefragt, Grundstücke zu mobilisieren und anzubieten, Baurecht zu schaffen und kostentreibende Anforderungen …
Bild: WKZ Wohnkompetenzzentren über Konzepte gegen Wohnungsnot in StädtenBild: WKZ Wohnkompetenzzentren über Konzepte gegen Wohnungsnot in Städten
WKZ Wohnkompetenzzentren über Konzepte gegen Wohnungsnot in Städten
„Wohnungspolitik muss erneuert werden – Zusammenarbeit zwischen Politik und Wohnungswirtschaft gefordert“ Ludwigsburg, 07.11.2017.„Das Wahlergebnis und die Verhandlungen zur Jamaika-Koalition nehmen auch die Verbände und Unternehmen der Wohnungswirtschaft zum Anlass, eine Neuausrichtung der Wohnungspolitik zu fordern. Mit unterschiedlichen Vorzeichen“, …
Bild: Neue PartnerkulturBild: Neue Partnerkultur
Neue Partnerkultur
Im Rahmen der Fachtagung „Kooperation schafft Innovation - Neue Partnerkultur in der Wohnungswirtschaft“ stellte die Deutsche Wohnen Gruppe zusammen mit ihren Partnern Gasag, Gegenbauer, Vattenfall, Urbana Energietechnik und Comline eine neue Partnerkultur in der Wohnungswirtschaft sowie innovative Erfolgsprojekte vor. Darüber hinaus präsentierten die …
Bild: Steuerbegünstigte Unternehmensnachfolge: Ausschluß der Wohnungswirtschaft verfassungswidrigBild: Steuerbegünstigte Unternehmensnachfolge: Ausschluß der Wohnungswirtschaft verfassungswidrig
Steuerbegünstigte Unternehmensnachfolge: Ausschluß der Wohnungswirtschaft verfassungswidrig
Düsseldorf, 09.05.2007 - Der geplante Ausschluß der Wohnungswirtschaft aus der steuerbegünstigten Unternehmensnachfolge ist nach Ansicht des renommierten Bremer Steuerexperten RA Hanspeter Daragan verfassungswidrig. In einem exklusiven Beitrag für den Düsseldorfer Branchendienst 'immobilien intern' erklärte Daragan: "Die Differenzierung nach einkommensteuerrechtlichen …
VdW südwest: Deckelung der Miete bei Neuverträgen ist eine naive Wunschvorstellung
VdW südwest: Deckelung der Miete bei Neuverträgen ist eine naive Wunschvorstellung
… fördern Mietsteigerungen statt diese zu bremsen Als völlig an der Realität vorbei bezeichnete Dr. Rudolf Ridinger, Vorstandssprecher des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft in Frankfurt (VdW südwest), die aktuelle Forderung des Mieterbundes, bei Neuvermietungsverträgen den Mietanstieg durch staatliche Regulierung zu begrenzen. Das geforderte …
Bild: BRAUNER: Müllabwurfanlagen sollen den Mietern erhalten bleiben - Kurswechsel bei der SPD-Fraktion überfälligBild: BRAUNER: Müllabwurfanlagen sollen den Mietern erhalten bleiben - Kurswechsel bei der SPD-Fraktion überfällig
BRAUNER: Müllabwurfanlagen sollen den Mietern erhalten bleiben - Kurswechsel bei der SPD-Fraktion überfällig
… Mieter und Vermieter durchzusetzen. Die zwangsweise Schließung von Müllabwurfanlagen war und ist aus unserer Sicht nicht zielführend und wurde ebenfalls von den führenden Verbänden der Wohnungswirtschaft abgelehnt. Die mit den Stimmen von Rot- Rot beschlossene Änderung der Bauordnung hat u. a. zur Folge, dass auch in bereits sanierten Gebäuden, in denen …
Bild: In Berlins Wohnungspolitik findet ein Umdenken stattBild: In Berlins Wohnungspolitik findet ein Umdenken statt
In Berlins Wohnungspolitik findet ein Umdenken statt
… als Stadtentwicklungssenatorin für die Wohnungsbaupolitik hauptverantwortlich zeichnet. Kritisiert wird in der Resolution vor allem die mangelnde Zusammenarbeit zwischen Politik und Wohnungswirtschaft. „90 Prozent des Neubaus in Berlin entfallen bisher auf private Wohnungsunternehmen und Bauträger“, schreiben die SPD-Abgeordneten. „Eine alleinige Fokussierung …
Immobilienwirtschaft fordert Wohnungsgipfel
Immobilienwirtschaft fordert Wohnungsgipfel
… bald ein „Wohnungsgipfel“ folgen – diesen Wunsch hat jedenfalls der Immobilienverband Deutschland (IVD) gerade in der „Bild“-Zeitung geäußert. Teile der Wohnungswirtschaft, Immobilienexperten und Mietervertreter sollen demnach im Kanzleramt zusammenkommen und mit Regierungschefin Angela Merkel (CDU) eine neue Strategie in der Wohnungspolitik festzurren …
Ein Fehler - Neue Wohnungsgemeinnützigkeit trotz überwiegender Expertenbefürwortung abgelehnt
Ein Fehler - Neue Wohnungsgemeinnützigkeit trotz überwiegender Expertenbefürwortung abgelehnt
… Mieter- und Verbraucherschutzbund e. V. missbilligt die Entscheidung von CDU/CSU und SPD ausdrücklich und hält seine Forderung nach einer Wiedereinführung einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft uneingeschränkt und vorbehaltlos aufrecht", sagte der 1. Vorsitzende des AMV, RA Uwe Piper. "Die Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit im Jahr 1990 war ein …
Bundesregierung muss Altschuldenhilfe aufstocken
Bundesregierung muss Altschuldenhilfe aufstocken
… Mittel der Wohnungsförderung einzusetzen, macht wirtschaftlich keinen Sinn. Dies wäre auch wettbewerbs- und verfassungsrechtlich bedenklich. Die Rahmenbedingungen für die ostdeutsche Wohnungswirtschaft haben sich weiter verschlechtert. Die Leerstände nehmen zu, die wirtschaftliche Entwicklung bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere …
Sie lesen gerade: Forderung nach einer gemeinnützigen Wohnungswirtschaft