(openPR) Die Weltwirtschaft versinkt im Schuldensumpf. Derzeit beträgt der gesamte weltweite Schuldenstand mehr als 200 Billionen Euro (200.000.0000.0000.000), Und die Schulden steigen weiter. Auf jeden der ca. 7,6 Milliarden Menschen, die derzeit die Welt bevölkern, entfallen davon ca. 26.316 Euro. Die große Mehrheit von ihnen hat durch die Schuldenorgie der sogenannten Eliten nur Nachteile. Am Ende wird wohl nur eine Hyperinflation das Geld wieder in Übereinstimmung mit dem Güterbestand bringen.
Was die drei großen Notenbanken jetzt tun, kommt der Beihilfe zur Konkursverschleppung für unverantwortliche Politiker und skrupellose Bankster gleich, unter Inkaufnahme riesiger Kollateralschäden für die Realwirtschaft und für das – oft sauer erarbeitete – Vermögen hunderter Millionen Menschen, die an dem angerichteten Desaster keinerlei Schuld tragen.
Die Unschuldigen werden auch gleich mehrfach getroffen: Sie verlieren ihr Geldvermögen (wie zum Beispiel Ansprüche aus Kapitallebensversicherungen), müssen mit steigenden Kosten (z.B. für Private Krankenversicherungen) und sinkenden Betriebsrenten (infolge der fehlenden Zinseinnahmen und sich abzeichnender Unmöglichkeit der Unternehmen, die Finanzlücke durch höhere Zahlungen aus dem Unternehmensgewinnen zu schließen) rechnen. Die hohen Staatsschulden verhindern Investitionen in Zukunftsprojekte wie z.B. Bildung, Infrastruktur und Energieversorgung.
Allmählich erst dämmert es auch den Verantwortlichen, daß die Politik der unbegrenzten Geldvermehrung und des diktierten Nullzinses katastrophale Nebenwirkungen hat. Dummerweise kann sie nicht mehr ohne weiteres beendet werden. Man sitzt genau in der von den Kritikern dieser Harakiri-Politik seit langem vorausgesagten Falle.
Wer nicht hören will, muß fühlen. Aber leider trifft es wie so gut wie immer vor allem die Unschuldigen, die, wenn sie bei der Wahl ihrer Anlagen nicht besonders clever waren, beim unvermeidlichen Platzen der Spekulationsblasen auf den Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkten ihre über viele Jahre aufgebauten Vermögen verlieren werden. Die Schuldigen werden zwar auch viel verlieren, aber das wird für sie kein existenzielles Problem sein.
Die Banken sind nicht wirklich sicherer als vor der Krise 2008. Wie groß die Risiken sind, die von den größten Banken der ganzen Welt ausgehen, haben kürzlich erst Natasha Sarin von der Harvard University und der ehemalige us-amerikanische Finanzminister Lawrence Summers untersucht.
Monte die Paschi und Deutsche Bank sind nur die zwei bekanntesten Fälle, über die wir uns offensichtlich große Sorgen machen müssen. Es gibt aber auch noch eine ganze Reihe anderer Wackelkandidaten in der Bankenwelt. Unter ihnen große „Derivateschleudern“, die möglicherweise bei einem Totalcrash der Finanz- und Realwirtschaft in ernste Schieflagen geraten werden. Jetzt rächt sich, daß die Politiker unfähig (oder – aus welchen Gründen??? – unwillig waren, die Banken(vorstände) wirklich an die Kandare des Allgemeinwohls zu legen.
Staatsverschuldung durch Geldvermehrung führt nicht zu mehr Wirtschafswachstum. China ist dafür das größte und gefährlichste Beispiel. Aber zahlreiche andere Länder stehen vor dem gleichen Problem. Ihre Währungen werden durch unmäßiges Gelddrucken zerrüttet.
Die langfristigen Kurscharts von Anleihen und Aktien mahnen zu größter Vorsicht. Der Absturz könnte nicht mehr lange auf sich warten zu lassen. Die Zentralbanken haben die Aktien- und Anleihekurse in schwindelerregende Höhen getrieben, weit ab von den wirtschaftlichen Werten, die ihnen unter normalen Umständen beizulegen wären. Offensichtlich werden die Kurse nur noch durch ständige Zufuhr spottbilligen Geldes vor dem Absturz bewahrt, das Banken und Bankstern schier unbegrenzt zur Verfügung steht, und das Akteinrückkäufe der Unternehmen bewirkt, deren Vorstände so auch ihre Boni weiter in die Höhe treiben können. Aber wie lange wird dieses Spiel noch gutgehen?
Die Überschuldung zahlreicher Staaten hat ein Ausmaß erreicht, das nur noch durch Inflationierung in den Griff zu kriegen ist. Abgesehen davon, daß die Nebenwirkungen einer solchen Roßkur katastrophal sein werden, ist sie nicht steuerbar. Die Deutschen haben das in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts durchgemacht – und wer die Geschichte kennt, weiß auch um die Folgen.
Das Großreinemachen rückt näher. „Rien ne vas plus“ wird es in der Finanz- und Realwirtschaft sowie in der Politik bald weltweit heißen. Und was dann kommt, weiß angesichts der offensichtlichen Unfähigkeit der Verantwortlichen, ihren Aufgaben im Interesse des allgemeinen Wohls nachzukommen, niemand.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben und die Verirrungen des Menschentiers, insbesondere das seiner Alphas. Seine Kommentare sind in bisher sechs Bänden der Serie „Tacheles“ gesammelt erschienen. Ein siebter Band ist für Ende des Jahres geplant. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Der jüngste Band trägt den Titel „Menschenwelt im Umbruch“ (ISBN 978-3-943788-42-6). Alle Bände sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
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