(openPR) Es gibt Situationen, in denen mit überkommenem Denken kein Ausweg mehr gefunden werden kann. Dann gibt es nur noch die Alternative: Selbstaufgabe oder Überlebenskampf, Sterben oder radikale Erneuerung.
Die derzeitig in der Welt herrschende „Elite“ macht nicht den Eindruck, als könnte sie mit den gigantischen Herausforderungen fertig werden, vor denen die Menschheit steht. Auch in unserem Land und für unsere Gesellschaft müssen wichtige Entscheidungen getroffen und Aufgaben bewältigt werden, wenn wir Wohlstand und inneren Frieden erhalten wollen. Orientierungslosigkeit, Hilflosigkeit, Mutlosigkeit, Zaghaftigkeit, mangelnder Durchsetzungswille prägen aber das Bild.
„Wir schaffen das“ ist kein Konzept. Sich auf die Verwaltung der Mängel zu beschränken, ist keine Strategie, mit der man die Zukunft unserer Gesellschaft sichern kann. Der Untergang der DDR sollte uns mahnendes Beispiel dafür sein, wie schnell ein Staat zusammenbricht, wenn die integrativen Kräfte versagen. Die Regierungsjahre Merkels waren Jahre des Stillstands und des Aussitzens zunehmender sozialer Probleme. Das kann eine stabile Gesellschaft etliche Jahre lang aushalten, aber es kommt unweigerlich der Zeitpunkt, wo Lösungen nicht mehr weiter aufgeschoben werden können. Das gilt umso mehr, wenn das Umfeld instabil wird, wofür die deutsche Regierung ebenfalls erheblich mitverantwortlich ist.
Jetzt stehen wir vor einem ganzen Berg von Problemen, deren Lösungsversuche sich zunehmend als Verschlimmbesserungen herausstellen.
Krämer und Bankster beherrschen weltweit die ökonomische Szene. Ihre Welt ist allerdings dem Untergang geweiht und wird die gesamte kapitalistische Weltordnung mit in den Orkus reißen. Draghi und seinen Kollegen in Japan und den USA sei Dank. Besser kann man mit dem Bankster- und Beutekapitalismus gar nicht aufräumen (bzw. abräumen) als sie es gerade mit ihrem Ponzi-Spiel der Geldvermehrung für die Reichen tun. Der Kollaps der Finanzmärkte, ein massenhafter Bankencrash und das Platzen der gigantischen Spekulationsblasen sind unvermeidlich und werden nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Die Folgen für die an der Misere unschuldige große Mehrheit der Menschen werden verheerend sein.
Der Zerfall von Euro und EU schreitet zügig voran. Die Emanzipation Deutschlands von den Problemländern der EU und vor allem der Währungsunion ist längst überfällig. Aber die Politiker trauen sich nicht, die Initiative zu ergreifen. Mut und Format fehlen ganz offensichtlich. Die Europäische Union ist unterdes zu einem bürokratischen, lobbyverseuchten Monster verkommen, dessen hoch bezahlte und üppig versorgte Belegschaft sich um Dinge kümmert, die sie gar nichts angehen, dafür aber das versäumt, worauf es ankäme. Der Euro steht chronisch auf der Kippe, weil der ganze Süden der Währungsunion nicht nur unrettbar überschuldet ist, sondern auch fröhlich weiter Schulden anhäuft. Draghi macht’s möglich. Jetzt rächen sich die schludrige Arbeit bei der Vorbereitung und Gründung der Währungsunion und das verbissene Festhalten an der Fehlkonstruktion, als sich herausstellte, daß zahlreiche Länder einfach nicht reif für das anspruchsvolle Projekt sind.
Der Zustrom von Millionen überwiegend wenig gebildeter Menschen aus fremden Kulturen nach Europa und vor allem Deutschland kann nicht bewältigt werden. Von Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft kann auf Jahrzehnte hinaus keine Rede sein – wenn sie überhaupt jemals gelingen sollte. Frankreich sollte ein warnendes Beispiel sein. Unsere Regierung ist nicht einmal in der Lage, die Kriminellen loszuwerden, die sich mit dem Zustrom eingeschlichen haben. Aggressiver Islamismus gefährdet zudem unsere Sicherheit und den Frieden im Lande. Deutschland kann die Probleme der Welt nicht im eigenen Land lösen. Es wird höchste Zeit, unsere Kultur ohne Wenn und Aber zu schützen und zu verteidigen.
Die deutsche Gesellschaft zerfällt unaufhörlich weiter in eine zunehmende Zahl von Habenichtsen, einen – nicht zuletzt auch dank Draghis Geldpolitik – dahinschwindenden Mittelstand und eine Minderheit Reicher und Superreicher, die sich wie selbstverständlich einen immer größeren Teil des Volkseinkommens und des Volksvermögens aneignen. Das ist nicht nur volkswirtschaftlich höchst bedenklich, weil es uns immer abhängiger von der Reichenlobby und vom Export macht, sondern provoziert auch soziale Spannungen. Wenn der Beutekapitalismus immer mehr Menschen zu bloßen Mitteln der Profitsteigerung zum Nutzen einer Minderheit von Selbstbedienern erniedrigt, gräbt er sich sein eigenes Grab und das der freiheitlichen Demokratie gleich mit.
Die Gemengelage der Probleme wird allmählich kritisch. Deutschland fährt auf falschem Kurs. Das unvermeidliche Scheitern von Draghis Geldpolitik wird die Lage noch erheblich verschlimmern und mögliche Nachbesserungen mit noch mehr Geld für Bankster und Spekulanten werden und in eine soziale und politische Katastrophe treiben. Wenn wir es wirklich schaffen wollen, aus dem Sumpf des Irrsinns herauszukommen, in dem unsere Gesellschaft zu versinken droht, wird es höchste Zeit, konsequent in den Selbsterhaltungsmodus umzuschalten. Die mehr schlechte als rechte Verwaltung der Mängel genügt längst nicht mehr. Wenn die gegenwärtig verantwortlichen Politiker nicht in der Lage sind, unser Land endlich aus den Klauen der Finanzmafia zu befreien und wieder nach vorne zu bringen, müssen es andere tun. Dazu haben wir Wahlen.
Auch die Europäische und die Währungsunion müssen in diesem Zusammenhang auf den Prüfstand. In ihrer gegenwärtigen Verfassung sind sie dem Untergang geweiht. Deshalb: entweder rasche Reformen oder Austritt Deutschlands. Wir könnten es wirklich schaffen – mit Politikern, die können und wollen!
Prof. Querulix‘ zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare sind in bisher sechs Bänden der Serie „Tacheles“ gesammelt erschienen. Ein siebter ist für Ende des Jahres geplant. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Der jüngste Band trägt den Titel „Menschenwelt im Umbruch“ (ISBN 978-3-943788-42-6). Alle Bände sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
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