(openPR) Abseits der politischen Debatten um die anhaltenden Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland unterstützen Bürgerinnen und Bürger mit ganz konkreten Taten die Aufnahme und Integration ihrer neuen Nachbarn. Wir haben 1.006 repräsentativ ausgewählte Personen ab 18 Jahren aus ganz Deutschland gefragt, ob und wie sie in der letzten Zeit solche Unterstützung geleistet haben.
+ Mehr als jeder dritte Erwachsene hat bereits mindestens eine Unterstützung für Flüchtlinge geleistet. +
Ergebnis: Rund 36 Prozent der erwachsenen Bürgerinnen und Bürger hat in der letzten Zeit mindestens eine konkrete Unterstützung für Flüchtlinge geleistet – viele sogar mehrere. Am häufigsten spendeten die Deutschen bisher Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände (29 Prozent). Gut jeder Zehnte leistete eine Geldspende (11 Prozent). Rund fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung haben bei der ersten Flüchtlingsaufnahme mit angepackt. Und etwa genauso viele leisten kontinuierliche Unterstützung als Patinnen und Paten, beim Spracherwerb oder bei der Erledigung einzelner Wege.
Regelmäßig finden in ganz Deutschland Demonstrationen sowohl für als auch gegen die Aufnahme von Flüchtlingen statt. Auch wenn die Veranstalter sich häufig streiten, wer die meisten Unterstützer hinter sich vereinen konnte, ist das Lager der Aufnahmebefürworter häufig in der Überzahl. In diese Richtung weisen auch unsere Zahlen: Fünf Prozent der Befragten geben an, bereits an einer Demonstration für die Aufnahme von Flüchtlingen teilgenommen zu haben. Etwas weniger, nämlich 3,5 Prozent, waren schon einmal auf einer Demonstration gegen Flüchtlinge.
+ Ältere spenden, Jüngere packen mit an, Männer gehen demonstrieren +
Geld und Sachwerte spenden vor allem ältere Bürger. 19 Prozent der Befragten ab 65 Jahren gaben Geld, 38 Prozent Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände. Jüngere Leute setzen eher auf Aktion. Über 6 Prozent der 18-29-Jährigen haben sich bei der ersten Flüchtlingshilfe engagiert, 8 Prozent helfen einzelnen Flüchtlingen bei der Integration. Frauen setzen sich hier deutlich häufiger ein als Männer. Je höher der Schulabschluss, desto häufiger engagieren sich die Bürger bei der Integration. Und in den Alten Bundesländern wurden bisher häufiger Geld und Sachspenden geleistet als in den Neuen.
Demonstrieren gehen häufiger Männer – sowohl für als auch gegen die Aufnahme von Flüchtlingen (7% bzw. 6%). Nur 1 Prozent der Frauen hat an Demonstrationen gegen Flüchtlinge teilgenommen. Unterschiede gibt es auch hier zwischen Ost und West: In den Alten Bundesländern gaben nur rund 3 Prozent der Befragten an, gegen Flüchtlinge demonstriert zu haben. In den Neuen Bundesländern waren es rund 7 Prozent.
Die Daten entstammen einer Onlinebefragung in der volljährigen Bevölkerung Deutschlands. Im Oktober 2015 wurden 1.006 repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger befragt. Die Fragestellung lautete:
Seit einiger Zeit kommen ja vermehrt Flüchtlinge nach Deutschland. Dies stellt eine große Aufgabe für den Staat und die Bevölkerung dar. Welche der folgenden Dinge haben Sie persönlich in den letzten Wochen getan?
für Flüchtlinge in Deutschland Geld gespendet
für Flüchtlinge in Deutschland Gegenstände oder Sachen gespendet
bei der ersten Flüchtlingsbetreuung geholfen (z.B. Unterkünfte aufgebaut, Essen verteilt)
einzelnen Flüchtlingen bei der Integration geholfen (z.B. eine Patenschaft übernommen, Wege erledigt)
an einer Demonstration gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland teilgenommen
an einer Demonstration für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland teilgenommen
etwas anderes, und zwar













