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Fraunhofer, Girls und Technik: Girls’Day 2003

29.04.200401:50 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Am 8. Mai ist es wieder so weit: Der »Girls’Day - Mädchen Zukunftstag« geht in die dritte Runde. Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen ab der fünften Klasse die Möglichkeit, in zahlreichen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Ministerien hinter die Kulissen zu blicken. Bei vielen Fraunhofer-Instituten gibt es Spannendes zu entdecken. In Berlin etwa bauen sich Mädchen einen virtuellen Lieblingslehrer, in Freiburg stellen sie Mikrosensoren her oder messen mit Lasern. In Schloss Birlinghoven bei Bonn begleiten sie Störche auf ihrer Reise oder programmieren Roboter. Neben dem Kontakt zu den Wissenschaftlern können die angehenden Forscherinnen auch Gespräche mit den Praktikums- und Personalverantwortlichen führen.



Mädchen und Technik ergänzen sich gut. Das ist das bisherige Fazit aus dem Projekt »Roberta« am Fraunhofer-Institut für Autonome Intelligente Systeme AIS in Schloss Birlinghoven bei Bonn. Schon nach zwei Stunden sind zehnjährige Schülerinnen in der Lage, aus Baukastensystemen einfache Roboter zu bauen, sie mit einem Stoßfänger auszustatten und so zu programmieren, dass sie Hindernissen ausweichen können. Seit November des vergangenen Jahres bieten Wissenschaftler am AIS »Roberta«-Kurse an und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Gerade Mädchen brauchen kleine Erfolgserlebnisse zum Lernen. Wenn der Roboter tut, was ihm gesagt wird, ist das Interesse für die Technik schnell geweckt. In kurzen Lerneinheiten erfahren die Schülerinnen wichtige technische Details und lernen spielerisch zu programmieren. »Roberta« zeigt, dass Mädchen sich durchaus für technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge interessieren, wenn sie Gelegenheit haben, sich selbst damit auseinanderzusetzen.

Natürlich stehen beim Girls´Day 2003 in Birlinghoven bei Bonn und im Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF in Bonn »Roberta«-Kurse auf dem Programm. Daneben werden im Institutszentrum 15 weitere Workshops angeboten. Nicht nur Vogelfreunden dürfte www.storchenzug.de ein Begriff sein. Seit dem letzten Frühjahr beobachten Menschen aus aller Welt hier die Reiserouten von Meister Adebar. Forscher vom Fraunhofer-AIS haben dazu spezielle animierte Landkarten entwickelt. Damit lassen sich die Flugbahnen von Jonas, Prinzesschen und den übrigen mit einem Sender versehenen Störchen ablesen. Auch das Eintauchen in virtuelle Welten wird angeboten. Hier geht es um die Crashsimulation bei Fahrzeugen. Und wer schon immer mal gerne seine eigene Website entwerfen wollte, findet dazu in einem speziellen Workshop eine gute Gelegenheit. Ganz besonders stolz ist Birgit Steinfath, Beauftragte für Chancengleichheit am Institutszentrum Birlinghoven, dass erstmals in diesem Jahr ein Videofilm zum Girls´Day entstehen soll. »In einem gemeinsamen Projekt mit dem Bundesforschungsministerium BMBF filmen angehende Mediengestalter bei uns und in fünf weiteren Instituten in Deutschland. Anschließend wird aus dem Material ein Informationsfilm geschnitten, der in allen Fraunhofer-Instituten gezeigt werden soll. Damit wollen wir erreichen, dass sich noch mehr Fraunhofer-Einrichtungen als bisher am Girls´Day beteiligen. Schließlich liegt es im Interesse der Fraunhofer-Gesellschaft, den künftigen wissenschaftlichen Nachwuchs zu mobilisieren.«

Doch nicht nur in Bonn stehen die Fraunhofer-Forscher an diesem Tag für die jungen Mädchen als Ansprechpartner zur Verfügung. Zahlreiche weitere Fraunhofer-Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet beteiligen sich wieder mit Workshops, Führungen oder Präsentationen. So etwa in Aachen, Dresden, Darmstadt, München, Stuttgart oder Würzburg. Am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal bei Karlsruhe gibt es unter anderem Einblicke in den Kunststoff- und Formenbau. Außerdem erfahren die Teilnehmerinnen Wissenswertes über die Herstellung von Parfum. Auch Hochdrucktechnik, praktische Chemie, Optik, Batterien und Versuche im Labor stehen hier auf dem Programm. Am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen sehen Mädchen, wie ein Computer einen Menschen anhand von Gesicht, Haltung, Stimme, Bewegung, Mimik und Gestik erkennen kann. Im Schalllabor erklingt Musik im MP3 Format und in der Abteilung Bildsensorik werden Fotos mit der digitalen Kamera aufgenommen und am Computer bearbeitet. Das Rätsel Internet lösen die Schülerinnen im extra eingerichteten Internet-Café. Am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Berlin steht der Girls´Day ganz im Zeichen des E-Learning. Hier ist endlich Schluss mit miefigem Unterricht: Aus verschiedenen E-Learning-Lösungen bauen die Mädchen in einem Workshop ihren virtuellen Lieblingslehrer. In Freiburg erfahren die Schülerinnen am Fraunhofer-Institut für Physikalische Mess-technik IPM alles über die Solar- und Brennstoffzellen, messen mit Lasern oder stellen Mikrosensoren her. Eine Animationslandkarte mit allen Girls´-Day-Terminen gibt es unter www.girls-day.de.

Der Girls´Day geht auf die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurück. An dem Aktionsbündnis beteiligen sich außerdem die Initiative D21 e.V., der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesanstalt für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Bundesverband der Deutschen Industrie sowie ein Zusammenschluss von über 200 Unternehmen. Schon lange beklagen Experten den Mangel an Fachkräften im naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Schnell hat sich gezeigt, dass sich anhand praktischer Erfahrungen den Schülerinnen am Girls´Day ganz neue Berufsperspektiven eröffnen: Sie dringen in Bereiche vor, die bis heute als »Männerdomänen« gelten. Denn die jungen Frauen sind heutzutage so gut ausgebildet wie noch nie, doch sie schöpfen ihr Potenzial nicht voll aus. Immer noch stehen auf der Liste der Ausbildungsplätze die klassisch weiblichen Berufe bei den Schülerinnen ganz oben: Arzthelferin, Bürokauffrau oder Friseurin. Das Gemeinschaftsprojekt »Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag« startete vor zwei Jahren. Der Girls´Day 2002 war ein großer Erfolg: Mehr als 42000 Mädchen nutzten die Möglichkeit, hinter die sonst meist verschlossenen Türen von Großforschungseinrichtungen und Betrieben zu blicken. Rund zwanzig Fraunhofer-Institute von Rostock bis Freiburg hatten am 25. April 2002 ihre Türen geöffnet.

Der »Girls´ Day« hat seinen Ursprung in den USA. Dort hat sich der »Take Our Daughters To Work Day« am vierten Donnerstag im April als feste Einrichtung etabliert. Millionen von Mädchen haben seit 1992 die Möglichkeit genutzt und ihre Eltern in Unternehmen, öffentliche Behörden, Forschungseinrichtungen und Technologiezentren begleitet. Rund 30 Prozent aller amerikanischen Unternehmen beteiligen sich inzwischen an diesem Tag, darunter auch die NASA, die Vereinten Nationen, technische Unternehmen, Medien, und Hochschulen. Sie alle öffnen ihre Labors, Büros, Werkstätten und Redaktionsräume, um den Mädchen an praktischen Beispielen zu zeigen, wie interessant und spannend die Arbeit dort sein kann.

 

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