openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Übersetzerverband diskutiert: Was taugen Google Translate & Co.?

28.07.201418:28 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Übersetzerverband diskutiert: Was taugen Google Translate & Co.?
Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, Landesverband Bayer e.V.
Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, Landesverband Bayer e.V.

(openPR) Automatische Übersetzungsprogramme sind überall im Internet und auf Smartphones zu finden. Doch wie gut sind die Programme und worauf ist bei der Nutzung zu achten? Die Sprachgruppe Italienisch des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Bayern lädt im Rahmen vom Italienischen Straßenfest in München am 27. Juli zur Podiumsdiskussion ins HVB Forum ein. Mit Experten aus Praxis und Lehre diskutieren sie über das Thema: „Automatisierte Übersetzung – Zukunft oder Utopie?“. Sie gehen unter anderem der Frage nach, was maschinelle Übersetzungsprogramme taugen, auch für Italienisch, und was die Neuerungen für den Berufsstand der Dolmetscher und Übersetzer bedeuten.



„Aktuelle Entwicklungen können und wollen wir nicht aufhalten“, so Podiumsteilnehmerin Bea Luz, Mitglied der BDÜ Sprachgruppe Italienisch und Konferenzdolmetscherin für die italienische Sprache. „Wir wollen über Chancen und Risiken der kostenlosen Übersetzungstools aufklären.“ Entscheidend sei die Art der Nutzung. Für den Privatgebrauch, zum Beispiel für die grobe Übersetzung einer Facebook-Nachricht von italienischen Freunden, seien kostenlose Tools praktisch. Allerdings sollte man ausreichende Sprachkenntnisse haben, um Übersetzungsfehler zu erkennen. Für den geschäftlichen Einsatz seien die kostenlosen Programme aber unbrauchbar, denn fehlerfrei arbeite bisher kein System. Dann seien Missverständnisse und Imageschäden vorprogrammiert.

„Es kommt darauf an, wofür die maschinelle Übersetzung genutzt wird“, meint auch Podiumsteilnehmerin Sara Grizzo. Die Übersetzerin für Italienisch ist ebenfalls Mitglied der Sprachgruppe Italienisch des BDÜ und arbeitet gelegentlich mit maschineller Unterstützung – allerdings mit „Profitools“. Grizzo erklärt: „Professionelle Systeme werden gezielt mit Fachtexten trainiert oder mit Wörterlisten und Terminologie gefüttert. Sie brauchen intensive Pflege.“ Mit solchen Systemen arbeiten Unternehmen, die ein großes Übersetzungsvolumen haben und für die eine Anschaffung der Software lohnt. Die Nutzung funktioniert nur bei Texten, die stark standardisiert sind, wie beispielsweise technische Handbücher. Grizzo: „Für die meisten anderen Textsorten wie Marketingtexte, Verträge oder Literatur sind auch die Profitools nicht geeignet.“

Neue Berufsbilder

Die technischen Neuerungen verändern den Beruf und bringen neue Berufsbilder mit sich. Mit auf dem Podium sind Prof. Dr. Felix Mayer, Präsident der Hochschule für Angewandte Sprachen und Direktor des Sprachen und Dolmetscher Instituts München (SDI München) sowie Hildegard Schulte-Umberg, Sprachbereichsleitung Italienisch am SDI München. Sie berichten von den Veränderungen in der Lehre und neuen Berufsbildern. So bietet das Institut seit 2013 auch eine Weiterbildung zum Schriftdolmetscher an: Schriftdolmetscher verschriftlichen in Echtzeit gesprochene Inhalte, um hörgeschädigten Menschen volle Teilhabe zu ermöglichen. Weitere Podiumsteilnehmer bringen ihre Perspektive aus der Praxis ein: Barbara Wagner, Senior Translator bei SDL Germany, einem Anbieter von professioneller Übersetzungssoftware sowie Heike Leinhäuser, Geschäftsführerin von Leinhäuser Language Services und gleichzeitig Präsidentin von „Qualitätssprachendienste Deutschlands“ (QSD), Verband für Übersetzungsunternehmen in Deutschland. Auch die Moderatorin der Podiumsdiskussion ist vom Fach: Ruth Kritzer ist Konferenzdolmetscherin für Englisch und 1. Vorsitzende des Verbands der Konferenzdolmetscher (VKD) im BDÜ.

Natürlich diskutiert das Podium auch über die Frage, ob Übersetzer oder Dolmetscher in Zukunft überflüssig sind. Für Konferenzdolmetscherin Bea Luz ist die Antwort klar: „Keine Maschine übersetzt bisher fehlerfrei. Dafür ist die menschliche Sprache zu komplex. Ich denke, ein Computer wird es niemals schaffen, Untertöne, Feinheiten oder kulturelle Unterschiede rüberzubringen. Der Mensch wird immer gebraucht.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 808054
 1054

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Übersetzerverband diskutiert: Was taugen Google Translate & Co.?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), Landesverband Bayern e.V.

Bild: Business-Knigge Dänemark: Duzen im Geschäftsleben üblichBild: Business-Knigge Dänemark: Duzen im Geschäftsleben üblich
Business-Knigge Dänemark: Duzen im Geschäftsleben üblich
Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Dänemarks. Wer Geschäfte mit Dänen machen möchte, kann sich jetzt mit deren Sitten und Gebräuchen auf einfache Weise vertraut machen: Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), Landesverband Bayern, hat nun einen „Business-Knigge Dänemark“ herausgebracht. In dem kostenlosen Ratgeber stehen zehn Tipps für die gelungene Kommunikation mit dänischen Geschäftspartnern. Dort ist zum Beispiel zu lesen, dass sich Geschäftsleute in Dänemark sofort duzen und mit dem Vornamen ansprechen. Dies is…
Bild: Business-Knigge Brasilien: Fußball als TüröffnerBild: Business-Knigge Brasilien: Fußball als Türöffner
Business-Knigge Brasilien: Fußball als Türöffner
Mit dem Thema Fußball lässt sich in Brasilien nicht nur zur Weltmeisterschaft punkten: Beim Geschäftsessen ist Smalltalk über Sport und insbesondere Fußball ein perfekter Türöffner. Es gilt, zunächst ein herzliches Verhältnis zum Gegenüber aufzubauen. Erst beim Dessert kommen Brasilianer dann aufs Geschäft zu sprechen. Dies ist einer von zehn Tipps aus dem neuen „Business-Knigge Brasilien“ des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ), Landesverband Bayern. Der kleine Ratgeber vermittelt, humorvoll illustriert, worauf bei der gelun…

Das könnte Sie auch interessieren:

Übersetzungskosten senken mit translate 9
Übersetzungskosten senken mit translate 9
Neue Version 9 der translate-Übersetzungsprogramme Heidelberg, März 2006. Die Kosten für die Erstellung und insbesondere die Übersetzung von Dokumenten belaufen sich auf mehrere Milliarden pro Jahr. Einsparpotential von bis zu 40% bietet hier der konsequente Einsatz von Übersetzungssoftware. Die jetzt verfügbare Version translate 9 von Lingenio und digital …
Bild: Neue Version des praktischen Übersetzungstools click&translate von dp und LingenioBild: Neue Version des praktischen Übersetzungstools click&translate von dp und Lingenio
Neue Version des praktischen Übersetzungstools click&translate von dp und Lingenio
… Wörter oder ganze Textabschnitte auf Internetseiten, in E-Mails und Chats in Sekundenschnelle übersetzen – mit der neuen Version des praktischen Übersetzungstools click&translate von dp und Lingenio. Der „kleine Bruder“ der vielfach preisgekrönten Übersetzungssysteme aus der Reihe translateTM übersetzt direkt in jedem beliebigen Office-Programm einzelne …
Bild: Techni-Translate feiert sein 10-jähriges BestehenBild: Techni-Translate feiert sein 10-jähriges Bestehen
Techni-Translate feiert sein 10-jähriges Bestehen
Das technische Übersetzungsbüro feiert 10 Jahre Professionalität, Innovation und qualitativ hochwertige Dienstleistungen Techni-Translate wurde 2004 mit der Vision gegründet, innovative und qualitativ hochwertige Übersetzungsleistungen anzubieten. Konsequente Kundenorientierung, Flexibilität und der Anspruch, alle Kundenwünsche zu erfüllen sind seither …
Bild: European project QT21 tops international Machine Translation competitionBild: European project QT21 tops international Machine Translation competition
European project QT21 tops international Machine Translation competition
… is the News Translation task. In this task, each participant receives a test set of source-sentences for a given language pair (e.g. English – German) which has to be translated by their system into the target language. To make the competition as realistic as possible, the texts are extracted from general newspapers in the different languages of the …
translate 10 - die professionellen Übersetzungsprogramme jetzt mit integrierten Fachwörterbüchern
translate 10 - die professionellen Übersetzungsprogramme jetzt mit integrierten Fachwörterbüchern
… große Hilfe und ermöglichen eine Zeitersparnis von über 40%, wie das Fraunhofer Institut nachgewiesen hat. Die neue Version der preisgekrönten translate-Übersetzungsprogramme von digital publishing und Lingenio wurde jetzt zusätzlich zur umfangreichen Wörterbuchsubstanz mit neuen integrierten Fachwörterbüchern zu zahlreichen Sachgebieten ausgestattet: …
Bild: Verhindert Apple die Google- Maps App für IOS6?Bild: Verhindert Apple die Google- Maps App für IOS6?
Verhindert Apple die Google- Maps App für IOS6?
… Store der Kalifornier zeigt allerdings ein anderes Bild. Dort findet man weiterhin neun Google Apps, darunter populäre Anwendungen wie GMail, Chrome, You Tube und Google Translate. Auch andere, auf Google Maps basierende Apps wie beispielsweise gMaps Browser, sind weiterhin erhältlich. Ginge es nach der Popularität der Apps, die Apple zulässt, stünde …
iMusician ist jetzt auch in Spanisch und Italienisch verfügbar
iMusician ist jetzt auch in Spanisch und Italienisch verfügbar
… in diesen Sprachen anbieten können. Bis jetzt gab es in Südeuropa wenige Alternativen für MusikerInnen, wenn sie die Antworten auf ihre Support-Anfragen nicht mit Google Translate verfasst erhalten oder keinen 10-seitigen Vertrag in Geschäftsenglisch unterzeichnen wollten. Letztlich lizenzieren sie ihre Musik und darum ist es wichtig, dass sie genau …
Bild: asioso präsentiert Quick Translate Modul für FirstSpirit auf der DMEXCO 2024Bild: asioso präsentiert Quick Translate Modul für FirstSpirit auf der DMEXCO 2024
asioso präsentiert Quick Translate Modul für FirstSpirit auf der DMEXCO 2024
… DMEXCO in Köln teilnehmen. Vom 18. bis 19. September 2024 wird asioso zusammen mit Crownpeak in Halle 6.1 am Stand D020/C021 vertreten sein, um das Quick Translate Modul von FirstSpirit zur On-Premise Installation sowie das FirstSpirit GitPlugin zu präsentieren.Die DMEXCO ist eine bedeutende Messe und Konferenz für digitales Marketing und Technologie, die …
Bild: Billigübersetzer und Folgen – am Beispiel ungarischer ÜbersetzerBild: Billigübersetzer und Folgen – am Beispiel ungarischer Übersetzer
Billigübersetzer und Folgen – am Beispiel ungarischer Übersetzer
… ist ein eindeutiges Indiz und nicht die von SEO-Diensten erreichte gute Platzierung bei Google. Ist der Ungarisch Übersetzer auch Mitglied in einem Übersetzerverband, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Person qualifiziert ist. Die Bezeichnung gerichtlich beeidigter/öffentlich bestellter Ungarisch Übersetzer weist auf eine Zusatzqualifikation …
Bild: Übersetzerverband testet Google TranslateBild: Übersetzerverband testet Google Translate
Übersetzerverband testet Google Translate
… für professionelle Übersetzer? Das fragte sich der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ), Deutschlands größter Branchenverband, und untersuchte stellvertretend „Google Translate“ in mehreren Sprachen und mit verschiedenen Textsorten. Das Ergebnis war durchaus überraschend. Auf den ersten Blick sahen die maschinellen Übersetzungen gut …
Sie lesen gerade: Übersetzerverband diskutiert: Was taugen Google Translate & Co.?