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Insolvenzen weiter rückläufig - Angst vor Zombiewelle steigt

Bild: Insolvenzen weiter rückläufig - Angst vor Zombiewelle steigt
Bei vielen Unternehmen ist es schon fünf nach zwölf,
Bei vielen Unternehmen ist es schon fünf nach zwölf,

(openPR) „Was manchem Finanzchef wie ein neues Schlaraffenland vorkommen muss, ist für die Wirtschaft insgesamt höchst gefährlich.“ So heißt es in der Welt am Sonntag vom 10.07.2014. Gemeint ist der von der EZB angegebene Leitzins. Dieser liegt seit geraumer Zeit auf einem Rekordtief.



Die Folge niedriger Zinsen sind erleichterte Kapitalbeschaffungszugänge. Auch angeschlagene Unternehmen sind nun in der Lage, weiteres Fremdkapital aufzunehmen. „Wenn ineffiziente Unternehmen, die sich am Rande ihrer Existenz befinden, künstlich am Leben bleiben, dann schädigt das auch die Geschäfte von tragfähigen Unternehmen“, sagt Viktor Vanberg, Vorstand des Walter-Eucken-Instituts an der Universität Freiburg, in der Welt am Sonntag vom 06.07.2014.

Der 2013 erzielte Rückgang an Insolvenzen in Deutschland könne laut Michael Bretz, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Creditreform, daher nicht auf solider finanzierte Unternehmen zurückzuführen sein: „Man darf sich nicht täuschen lassen von den niedrigen Insolvenzzahlen. Es gibt noch immer viele anfällige Unternehmen.“

Das statistische Bundesamt meldete für Deutschland und das Jahr 2013 insgesamt 25.995 Unternehmensinsolvenzen - ein Wert, der zuletzt 1996 erreicht wurde. Gegenüber 2012 bedeutet dieser Wert einen Rückgang von 8,14 %. Aufbauend auf diesen Zahlen dient Abbildung 1 als Visualisierung. Auch in Hinsicht auf den deutschen Mittelstand sind die Zahlen laut Wachstumsmagazin „Markt & Mittelstand“ rückläufig (Artikel vom 08.04.2014). Eine breite Eigenkapitalbasis sowie eine flexible Kostenstruktur seien jedoch nötig für den Mittelstand, um Risiken vorzubeugen.

Stimmen, die eine stabilere Wirtschaftslage als Grund für die geringen Insolvenzen in Deutschland sehen, sind ebenso zu hören. Laut Insolvenzforschung von Creditreform für das Jahr 2013 sind eine „robuste Konjunktur“ sowie „eine Reihe gemachter Hausaufgaben“ in Unternehmen ursächlich für die positive Entwicklung.

Dass der niedrige Leitzins nicht alleinige Ursache für den Insolvenzrückgang sein kann, zeigt nicht zuletzt die Zunahmen von Insolvenzfällen im europäischen Ausland wie Norwegen, Spanien oder Italien.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird auch für das kommende Jahr ein Rückgang zahlungsunfähiger Unternehmen erwartet. Die Süddeutsche Zeitung zitiert am 10.01.2014 Euler-Hermes-Chefvolkswirt Romeo Grill - „Im Gefolge einer robusten Konjunktur rechnen wir mit einer weiteren Abnahme um sechs Prozent auf 25.000 Unternehmensinsolvenzen.“

Für das abgeschlossene erste Halbjahr 2014 bestätigte Creditreform ein Anhalten des Positivtrends. Sowohl die Zahl der Privat- als auch die der Unternehmensinsolvenzen habe abgenommen. Mit bisher 12.100 Unternehmensinsolvenzen liegt der Wert 9,1 % unter dem des Vorjahres.

Aktuell verhält es sich so, dass ein Unternehmen das bereits in Zahlungsnöten ist, von seinen Banken häufig über Wasser gehalten wird. Denn im Falle einer Pleite müssten sie ihre Kredite abschreiben, was die ohnehin dünnen Kapitalpolster weiter belasten würde. Da füttert man die Firmen lieber weiter durch, in der Hoffnung das sich Besserung einstellt.

Wo aber Geld kein Engpassfaktor ist, gibt es auch keinen Richter mehr, der urteilen könnte, ob ein Unternehmen eine Zukunft hat und fortgeführt werden sollte. Die Folge: Es gibt zu wenig Pleiten, die das Marktgeschehen nivellieren würde. Der Ausleseprozess im wirtschaftlichen Wettbewerb wird ausgehebelt.

Nun könnte man meinen, es sei nicht weiter schlimm, wenn ein paar Unternehmen noch einen Gnadenversuch bekommen um sich zu sanieren. Doch das stimmt so nicht. "Wenn ineffiziente Unternehmen, die sich am Rande ihrer Existenz befinden, künstlich am Leben bleiben, dann schädigt das auch die Geschäfte von tragfähigen Unternehmen", sagt der Ökonom Vanberg.

Warum? Weil Sie den gesunden Unternehmen, aufgrund der künstlichen Lebensverlängerung zu ihren ungesunden Konditionen weiterhin Angebote machen und Leistung erbringen können. "Ohne tiefgreifende struktruelle Änderungen in diesen Unternehmen werden im schlimmsten Fall mehrere Marktteilnehmer geschädigt: Die Banken, die Kunden, die Wettbewerber und im schlimmsten Fall die gesammte Branche", so Stefan Erberich von der Beratungssozietät - Sordo von Avalon, "Zombies entstehen die ohne frisches Blut, in dem Fall Geld, nicht überlebensfähig sind."

Der KfW-ifo-Geschäftsklimaindex reagiert auf das mittelständische Geschäftsklima jedoch verhalten. Er weist den dritten Rückgang in Folge auf. Konjunkturell gehe es also langsamer bergauf als bisher. Mit 17,7 Saldenpunkten bleibe die Stimmung jedoch immer noch überdurchschnittlich gut. Dies spreche „klar für eine Normalisierung der Drehzahl und nicht für ein Abwürgen des Konjunkturmotors“.

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