(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Wenn die Modelle richtig liegen - und die wichtigsten von ihnen zeigen ein gehöriges Maß an Übereinstimmung - dann wird dieser Winter in der kommenden Woche zum Auslaufmodell und vor allem dem Südosten Bayerns drohen schwere Überschwemmungen. Darauf verweisen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. eindringlich.
Sturmtief Quenna ist der Übeltäter. Es zieht am Wochenende vom Mittelatlantik nach Nordosten Richtung Nordmeer und entwickelt sich zu einem riesigen Sturmtief. Dieses verändert komplett das bisher eingefahrene Strömungsmuster über Mitteleuropa und lässt eine kräftige südwestliche bis westliche Strömung entstehen, die ab Wochenmitte von weit draußen auf dem Atlantik durchgehend bis zu uns reicht.
Ab Mittwoch erreichen uns dann dessen Wolken- und Niederschlagsfelder aus Südwesten mit starkem Wind und sehr milden atlantischen Luftmassen. Diese dürften die Temperaturen in den Tälern der Westhälfte bis Freitag auf plus 10 Grad im Westen steigen lassen.
Teiltiefentwicklungen an dessen Südseite bei den Britischen Inseln und neue nachfolgende Islandtiefs, die den Platz von Quenna einnehmen, könnten für eine über 10 bis 15 Tage anhaltende Tauwetterperiode bis in die Berge sorgen. Kühlere Perioden würden dann ein Sinken der Schneefallgrenze auf 700 bis 800 Meter nach sich ziehen, während diese in den milden Witterungsabschnitten bis 1500 Meter steigt.
Daher sollten Sie unbedingt am kommenden Wochenende bis zum Dienstag dieses Winterwetter mit viel Schnee in den Mittelgebirgen noch ausnutzen, bevor der Schnee in der zweiten Wochenhälfte bis in Höhen von über 1000 Meter schmilzt und weggespült wird.
Das wiederum wird vor allem in der Südosthälfte riesige Probleme aufwerfen. Die Flüsse werden mit den kurzfristig anfallenden riesigen Wassermengen aus Schmelzwasser und Regen bei einem gefrorenen Boden hoffnungslos überfordert. Verheerende Überschwemmungen, vor allem in Süd- und Ostbayern, werden wohl die Folge sein.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Tauwetter nicht ganz so schlimm kommt und sich nicht so schnell ostwärts vorarbeitet.
Diese Entwicklung schließt aber keineswegs aus, dass Ende Februar und in der ersten Märzhälfte vielleicht noch einmal der Winter mit Macht zurückkommen könnte.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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Herr Florian Hirschmann
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