(openPR) Wie bereits an den vergangenen Tagen in unseren Artikeln erwähnt, gibt sich der Winter noch lange nicht geschlagen - im Gegenteil. In der Nacht und morgen werden wir landesweit mit einem Kaltlufteinbruch aus Norden bis Nordosten konfrontiert, der selbst in diesem Winter seinesgleichen sucht und kaum findet. Hinzu kommt eine verbreitet entstehende - wenn auch teils dünne - Schneedecke bis in die Täler der Mitte und des Südens. Der Winter dreht nochmal richtig auf.
Auf den Straßen muss - wie bereits an den vergangenen Tagen im Norden des Landes - im Lauf des heutigen Nachmittags in der Mitte und im Lauf des Abends auch im Süden unseres Landes nochmals mit gefährlicher Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe bis in die Täler gerechnet werden, die die ganze Nacht anhält. Erst morgen entspannt sich die Lage in weiten Teilen des Landes im Lauf des Vormittags durch Wetterberuhigung und Sonneneinwirkung. Ausgenommen davon bleibt der Südosten, vor allem die Gebiete südlich der Donau, wo es noch längere Zeit weiter schneit. Darüber setzen Sie die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. in Kenntnis.
Beretis vor rund 10 Tagen hatten wir darauf hingewiesen, dass sich über Skandinavien - direkt vor unserer Haustür - ein beachtliches Kaltluftreservoir angesammelt hat und in Lauerstellung liegt. Es wartet nur darauf , sich in Bewegung setzen zu können und wir liegen voraussichtlich "auf dem Weg".
Nun ist es soweit! Dank des sich stärkenden Hochs Ingo über Skandinavien und Tief Christine, das sich gerade über dem östlichen Mitteleuropa neu formiert und morgen nach Südosten abwandert. Diekälteste Luft kann somit morgen in der sich bereits heute langsam einstellenden nördlichen bis nordöstlichen Strömung geradewegs aus Norden zu uns nach Mitteleuropa vordringen.
Es ist genau die Kaltluft, die bei der sich einstellenden Nordlage vor zwei Wochen aus der Arktis nach Süden geführt worden war. Dessen Vorboten hatten uns pünktlich zum Rosenmontag erreicht. Die Hauptkaltluft war aber wegen der Bildung eines Tiefs bei Dänemark aufgehalten worden und nicht mit voller Kraft bis zu uns gelangt, sondern über Südskandinavien liegen geblieben.
Im äußersten Norden und vor allem Nordosten hatte sich die milde Atlantikluft an den beiden vergangenen Tagen erst gar nicht durchsetzen können - im Gegenteil. Es herrschte teilweise Dauerfrost bei zeitweiligem Schneefall; die skandinavische Kaltluft hat sich weiter vorgetastet. Gestern Mittag meldete beispielsweise Hamburg Schneefall bei Werten um minus 1 Grad - also einen Eistag (Dauerfrost). Über dem etwas weiter südlich gelegenen Hannover regnete es hingegen bei plus 7,5 Grad. Im Norden hat sich mittlerweile zum Teil eine wirklich beachtliche Schneedecke angesammelt - in Hamburg sind es rund 20 Zentimeter.
Auf dem Feldberg im Schwazwald sank in der Nacht auf gestern die Temperatur von Werten bis plus 2 Grad und Schneeregen am Donnerstag auf Werte um minus 2 Grad - Ergebnis des Luftmassenwechsels von milder Atlantikluft aus Südwesten am Donnerstag hin zu erwärmter Meereskaltluft aus Westen mit teils kräftigen Schauern am Freitag.
Doch der Winter kennt diesmal kein Pardon. Er beginnt vielmehr allmählich, den Kalender aus den Augen zu verlieren. Das Ergebnis sind Höchstwerte, die den Gefrierpunkt oft nur von unten sehen. Wenn es hoch kommt, kann in den Flusstälern aufgrund der fortschreitenden Jahreszeit hier und da auch plus 1 Grad mit Unterstützung längerer Sonneneinstrahlung erreicht werden. Das ist aber schon das Äußerste. Meist bleibt es bei Werten zwischen minus 2 Grad und 0 Grad. Besonders deutlich wird der arktische Charakter der Luftmasse in den Mittelgebirgen - auf dem Feldberg im Schwarzwald werden die negativen Temperaturen morgen zweistellig ausfallen und sich erst zum Montag hin langsam etwas nach oben bewegen. Noch vor zwei Monaten hätten wir morgen in den Tälern bestenfalls mit nicht mehr als minus 3 Grad rechnen dürfen!
In der kommenden Woche erwärmt sich zwar die Luft, doch die Erwärmung geht nur in kleinen Schritten vor sich. Und die sich einstellenden Nachtfröste dürften uns bis über die Wochenmitte hinaus begleiten. Eine Wetterlagenumstellung auf Frühling ist nicht in Sicht, denn atlantische Tiefausläufer mit milden Luftmassen werden nach Norden abgedrängt und erreichen das europäische Festland im Verlauf der Woche nicht mehr. Vielmehr stellt sich am Südrand einer vom Nordmeer bis nach Nordwestrussland reichenden ausgedehnten Hochdruckzone um die Wochenmitte eine Ostströmung ein, die eine durchgreifende Erwärmung verhindert. Deshalb wir uns mit Maxima um 8 Grad im Südwesten und um 5 Grad im Osten zur Wochenmitte zufrieden geben müssen. Und auf den Bergen bleibt es frostig - eine Einladung zum Wintersport!
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Herr Florian Hirschmann
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