(openPR) (Oppenheim/Rhein - Udo Baum, Meteorologe) - Nun ist sie da, die kälteste Luft, die dieser Winter zu bieten hat. Auf direktem Weg war die arktische Kaltluft vom Nordpolarmeer über Ostskandinavien und Nordwestrussland in der Nacht auf Sonntag zu uns vorgedrungen und hat heute den Norden Spaniens erreicht, wo sie ins Stocken gerät, da das Tief über dem Mittelmeer ihren den weiteren Weg nach Süden verwehrt. Denn nun wird die eisige Frostluft von Tief " Bertrand", das von der Ukraine nordwärts Richtung Weisses Meer zieht, nach Nordosten mitgenommen, so dass sich die Temperaturen von Westen und Südwesten her wieder langsam "normalisieren". Doch zuvor schlägt heute Nacht der Frost in der Südhälfte bei klarem Himmel mit verbreitet zweistelligen Werten nochmals richtig zu, während in den Hochlagen seit heute Mittag die Temperaturen in den nächsten 48 Stunden um fast 10 Grad ansteigen, aber damit trotzdem noch im frostigen Bereich verweilen.
Dies liegt daran, dass bereits Tief "Claus" vom Nordmeer südwestwärts unterwegs ist und morgen den Kanal und Dänemark erreicht. Es verlagert sich Richtung Biskaya, so dass seine Ausläufer voraussichtlich nur den Nordwesten und äußersten Westen mit Schneefällen beeinflussen. Einen Vorgeschmack davon gab es heute bereits im Norden, wo es insbesondere im Großraum Hannover zu kräftigeren Schneefällen gekommen ist. Dabei wird auf der Tiefvorderseite besonders in der Höhe mildere Meeresluft von der Nordsee zu uns gelenkt, die sich in Bodennähe nur nach und nach und in abgeschwächter Form bemerkbar macht. Zwar rückt anschließend zur Wochenmitte von Skandinavien die eisige Dauerfrostluft nochmals etwas nach Süden vor, aber sie wird nur noch den äußersten Norden, also Schleswig-Holstein, erreichen, weil "Claus" ihr den weiteren Weg nach Süden versperrt.









