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Das Wetter vom 16. Februar 2006

16.02.200616:42 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Quenna, Reineke und Steffi - das waren und sind die Übeltäter, die dem Winter zu Leibe rücken. Und diesmal - im Unterschied zu den bisherigen milderen Abschnitten in diesem Winter - hat sich im Westen und in der Mitte die Warmluft voll durchgesetzt - dank mehrer Anläufe der milden Atlantikluft mit Hilfe von Randtiefs an der Südseite von Quenna und kräftiger Luftbewegung. Dabei sind besonders im Bereich dieser Randtiefs und südlich davon, in der Südhälfte unseres Landes, erkleckliche Regenmengen gefallen, während im Osten kaum Regen angekommen ist.



Einzig im äußersten Südosten und Nordosten sowie an der Oder leistet die Kaltluft noch mehr oder weniger erfolgreich Widerstand. So liegen hier die Werte noch zwischen 1 Grad an der östlichen Ostseeküste und 4 Grad an der Oder. Davon berichten Ihnen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.

Doch die Luft geht der Serie von Sturmtiefs auf dem Atlantik langsam aus; Steffi wird am Sonntag das vorerst letzte Tief sein. Im Gegensatz zu seinen beiden sich auflösenden Vorgängern südlich von Island schlägt es nächste Woche eine südlichere Bahn ein, zieht über uns hinweg und leitet eine Umstellung der Wetterlage ein. Totgesagte leben länger. Und so feiert der Winter ab Wochenmitte sein Comeback bis in untere Mittelgebirgslagen. Im Flachland der Westhälfte wird es weniger winterlich zugehen, aber für Nachtfrost reicht es allemal.

Am morgigen Freitag steht Aprilwetter auf dem Plan. Bei Höchstwerten bis 8 Grad im Südwesten, 6 Grad im Norden und 2 Grad im äußersten Nordosten und Südosten kommt es besonders im Westen und Nordwesten zu Regenschauern. Die Schneefallgrenze liegt um 700 Meter. Aber auch die Sonne bekommt Gelegenheit ihr erwärmendes Können unter Beweis zu stellen.

In der Nacht verdichtet sich von Südwesten die Bewölkung rasch, und im Westen und Südwesten setzen Regenfälle ein die sich bis zum Samstagvormittag nordostwärts in die Mitte ausbreiten, bevor sie in der zweiten Tageshälfte unter Auflösungserscheinungen kaum mehr nach Osten vorankommen. Im Westen kämpft sich nachmittags die Sonne zuweilen durch. Die Wellenstörung führt milde Luft für den Süden mit und lässt dort die Werte auf 10 bis 11 Grad am südlichen Oberrhein klettern. Im Norden sind vereinzelt Schauer zu erwarten, im Osten ist es im Wesentlichen trocken.

Der Sonntag wird überall recht freundlich, denn die Wolkendecke bekommt immer mehr Lücken, die die Sonne nutzen kann. Auf der Ostseite von Tief Steffi über Westfrankreich wird erneut ein Schwung sehr milder Luft aus Südwesten nach Norden geführt und sorgt in der Südhälfte für steigende Höchstwerte, im Südwesten bis 13 Grad. Auch im äußersten Osten wird die 5-Grad-Marke meist überschritten. Nur der äußerste Nordosten unseres Landes kann nicht mithalten und liegt noch etwas darunter.

Zu Wochenbeginn ist es leicht unbeständig bei vielen Wolken und beginnendem Temperaturrückgang der sich bis über die Wochenmitte hinaus fortsetzt. Gelegentliche Schauer - vor allem über den Mittelgebirgen - gehen um die Wochenmitte bis 400 Meter herab in Schnee über.

Das entschärft die bis dahin kräftig angeschwollenen Bäche und Flüsse vor allem in der Südhälfte Deutschlands. Bereits jetzt ist von lokalen Überschwemmungen im Süden und Südosten zu berichten, da die Kanalisation mit der Entwässerung der großen Wassermassen überfordert und zudem das Fassungsvermögen der kleinen Bäche aus den Mittelgebirgen eng begrenzt ist. So können aus abschüssigen Dorfstraßen schnell Bachläufe werden. Welche Ausmaße die daraus resultierenden, zumindest kleinräumigen Überschwemmungen am Wochenende erreichen, ist schwer abzuschätzen.

Wenn Sie in einer solchen Gegend in Tälern der südlichen Mittelgebirge wohnen, sollten Sie sich auf jeden Fall ständig über die aktuelle Lage informieren. Aus einem harmlosen Bächlein kann unter den momentan herrschenden Umständen ganz schnell ein reißender Bach werden.

Entlang der großen Flüsse muss hingegen nichts befürchtet werden.

Bis zum nächsten Mal,

Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress

Pressekontakt:

V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Herr Florian Hirschmann

meteoXpress Ltd.
Niederlassung Deutschland

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