(openPR) Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder wurde in der dritten Verhandlungsrunde am 9. März ein Kompromiss ausgehandelt. Streiks konnten damit nochmal abgewendet werden.
Nachdem am 7. März die dritte und letzte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder begonnen hatte, konnte am Samstag, 9. März endlich eine Einigung erzielt werden. Dabei wurde eine lineare Erhöhung von 5,6 Prozent für die nächsten zwei Jahre ausgehandelt, die sicherstellt, dass die Beschäftigten der Länder nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden. Dennoch verweigert sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach wie vor einer vernünftigen Lösung für die einheitliche Eingruppierung der Lehrer.
Bei den linearen Forderungen konnte sich der dbb weitestgehend durchsetzen und auch die Neureglung des Urlaubsanspruchs stellt für die meisten Beschäftigten eine Verbesserung dar. Konkret bedeutet dies, dass rückwirkend ab dem 01.01.2013 alle Beschäftigten 2,65 Prozent mehr Geld erhalten sowie nochmals 2,95 Prozent ab dem 01.01.2014. Weiterhin haben alle Beschäftigten fortan Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr unabhängig vom Alter. Für alle Auszubildenden erhöht sich das Ausbildungsentgelt ab dem 01.01.2013 um 50 Euro und ab dem 01.01.2014 um weitere 2,95 Prozent. Der Urlaubsanspruch für Auszubildende beträgt ab sofort einheitlich 27 Tage.
Besonders erfreut zeigte sich Landesjugendleiter Markus Schallenberg darüber, dass endlich die Übernahmeregelung für die Auszubildenden deutlich verbessert werden konnte. "Es war mehr als überfällig, dass die Übernahmegarantie nun zumindest auf das Niveau wie bei Bund und Kommunen angehoben werden konnte. Das Land benötigt die jungen Leute und ist als Arbeitgeber auch in der Pflicht, seinen Auszubildenden eine klare Perspektive zu bieten. Es ist schön, dass die TdL dies endlich auch eingesehen hat", zeigt Schallenberg zufrieden. Insbesondere für die Klärung der Frage der Übernahme waren in den letzten Wochen hunderte junger Mitglieder der dbb jugend nrw auf die Straße gegangen und hatten lautstark und pressewirksam ihre Forderungen formuliert.
Schallenberg weiter: "Nun erwarten wir natürlich von unserer Landesregierung, dass dieser vernünftige Kompromiss umgehend 1:1 auf die Beamten des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Kommunen übertragen wird!" Außerdem bekräftigt Schallenberg nochmals, dass die Frage nach der Eingruppierung der Lehrer seitens des Beamtenbundes nicht aus den Augen geraten dürfe. Vielmehr werde das Ringen um eine Lösung weitergehen, bis auch hier endlich eine Lösung gefunden sei.








