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Armutsbericht der Bundesregierung: Bildung ist bester Schutz vor Armut

07.03.2013 • 12:33 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Berlin, 07. März 2013 – Ein Schulabschluss und eine berufliche Qualifikation sind der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und Armut. So liegt beispielsweise die Arbeitslosenquote von Arbeitnehmern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bei rund fünf Prozent. Hingegen sind Geringqualifizierte zu fast 20 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP), mehr Mittel insbesondere für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten bereitzustellen.

In den letzten drei Jahren ist, trotz Wirtschaftswachstum und Fachkräftemangel in Deutschland, die Zahl der Langzeitarbeitslosen nur um rund 15 Prozent zurückgegangen. Eine der Hauptursachen für die schlechteren Chancen von Langzeitarbeitslosen am Arbeitsmarkt ist die fehlende berufliche Qualifikation. Der Staat stellt allerdings immer weniger Mittel für bedarfsgerechte und zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, die eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt erwarten lassen. „Seit längerem setzt die Arbeitsverwaltung verstärkt auf kurzfristige und damit kostengünstigere Maßnahmen. Mit diesen ist es vielfach aber nicht möglich, den Qualifikationsrückstand von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten soweit auszugleichen, dass sie eine echte Chance auf eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP.

Vor diesem Hintergrund fordert der VDP die Bundesregierung auf, das Budget für die geförderte berufliche Weiterbildung nicht weiter abzuschmelzen. Der Etat für die aktive Arbeitsmarktpolitik liegt mittlerweile unterhalb des Verwaltungsetats der Bundesagentur für Arbeit. Seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 bis Ende 2012 wurden insgesamt 355,5 Milliarden Euro für Langzeitarbeitslose ausgegeben. Davon wurden 178,7 Milliarden Euro für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aufgewendet. Für den gesamten Bereich der Eingliederungsleistungen, der unter anderem Umschulungen, Weiterbildungskurse und Ein-Euro-Jobs umfasst, wurden 38,8 Milliarden Euro investiert, also nur rund zehn Prozent des Gesamtbudgets. Annähernd genauso viel, nämlich 31,3 Milliarden Euro, wurden für die Verwaltung ausgegeben. „Die geförderte Weiterbildung muss so ausgestattet sein, dass dauerhaft eine bedarfsgerechte, individuelle und zielgerichtete Förderung der Arbeitslosen möglich ist“, so Eckert weiter.

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