(openPR) Zum aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes für das Bundesland Bremen, veröffentlicht März 2024:
Im aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes belegt Bremen erneut mit großem Abstand den letzten Platz. Mit einer Armutsquote von 29,1 Prozent sind die Bremer mehr als doppelt so arm wie die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg oder Brandenburg.
Vor allem in bildungsfernen Schichten nimmt die Armut überproportional zu. Leidtragende sind vor allem Kinder. Mit der höheren Kindergrundsicherung und anderen staatliche Hilfen für Bedürftige erzielt man nur kurzzeitige Effekte und verschleiert nach Auffassung der BD-Fraktion eher das Grundproblem.
Meltem Sagiroglu: "Armut hat viel mit schlechter Bildungspolitik zu tun. Im bundesweiten Bildungsmonitor belegt Bremen immer den letzten Platz. Damit ist nicht nur der Schulkonsens gescheitert, sondern auch die damit verbundene Armutsbekämpfung.“
Nach Ansicht der BD-Fraktion geraten Schulabgänger aus Bremen und Bremerhaven im Wettbewerb um sozialversicherungspflichtige Ausbildungs- und Arbeitsplätze ins Hintertreffen, weil andere Bundesländer über bessere Bildungssysteme verfügen. Dies wirke sich auch auf die Armut im Land Bremen aus.
"Die BD-Fraktion fordert den Senat auf, das Bildungssystem grundlegend zu reformieren, um der Armutsspirale zu entkommen. Dabei muss es darum gehen, das gegliederte Schulsystem ebenso wieder einzuführen wie den Leistungsgedanken durch Notengebung und der Möglichkeit des Sitzenbleibens.
Wenn die Regierungskoalition jetzt mehr Geld für die Armutsbekämpfung im Land Bremen fordert, zeigt das, dass sie die Zusammenhänge beim Thema Armut nicht verstanden hat", so Sagiroglu abschließend.






















