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Zehn Jahre Zeitschrift trotz Philosophie

28.01.201321:17 UhrKunst & Kultur
Bild: Zehn Jahre Zeitschrift trotz Philosophie
Lichtwolf - Die erste Dekade. Paperback (DIN A4), 364 Seiten, ISBN 978 394 19 21 177, September 2012
Lichtwolf - Die erste Dekade. Paperback (DIN A4), 364 Seiten, ISBN 978 394 19 21 177, September 2012

(openPR) Der Lichtwolf hat sich vom Studentenprojekt zum außerakademischen Fachblatt entwickelt

Im Sommer 2012 jährte sich die Gründung des Lichtwolf, „Zeitschrift trotz Philosophie“ zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass erschien im catware.net Verlag ein Sammelband mit dem Besten aus zehn Jahrgängen des unabhängigen Zeitgeist-Magazins. Auf 364 Seiten wird auch ein Überblick über die Entwicklung der studentischen Gründung gegeben.

„Am Anfang stand kein Plan, lediglich die alte Olympia-Schreibmaschine, mit der Freiburger Studenten 1968 ihre Flugblätter getippt hatten“, erinnert sich der Herausgeber Timotheus Schneidegger an den Sommer 2002. Damals hätten seine Mitstreiter und er einfach ihre Gedanken über ihre Universität, das Philosophie-Studium und die Gesellschaft in die Maschine getippt und als Kopien verteilt. Dass daraus eine Untergrundzeitschrift entstehen würde, die sich im Gegensatz zu vielen anderen studentischen Projekten jahrelang halten würde, habe niemand erwartet.

Bis 2008 erschien der Lichtwolf in und um Freiburg als letztes deutschsprachiges Magazin, das noch mit Schreibmaschine getippt und von Hand illustriert wird. Im Jahre 2009 zog die Redaktion an die ostfriesische Nordseeküste um. Seither erscheint die „Zeitschrift trotz Philosophie“ vierteljährlich im catware.net Verlag. Zwar wurde der Lichtwolf von nun an am Computer produziert, bewahrte jedoch seine gestalterische und inhaltliche Kontinuität.

„Der Lichtwolf ist keine Literaturzeitschrift, sondern eine trotz Philosophie“, so grenzt sich Herausgeber Schneidegger von anderen unabhängigen Kleinzeitschriften ab. Auch die großen Philosophie-Magazine, die im letzten Jahr an die Kioske kamen, sieht er nicht als Konkurrenz. „Wir machen Hefte für ein philosophisches Fachpublikum, das den akademischen Habitus und das Wort zum Sonntag satt hat.“

Am Kiosk ist der Lichtwolf nicht erhältlich. Seit zehn Jahren wird die „Zeitschrift trotz Philosophie“ über den Internetauftritt www.lichtwolf.de vertrieben. Neuerdings ist jede Ausgabe auch als E-Book für Amazon Kindle und im epub-Format erhältlich. Nicht jedoch der Sammelband „Die erste Dekade“, was der Herausgeber mit den vielen Zeichnungen und Faksimiles aus den getippten Lichtwolf-Ausgaben entschuldigt: „Die sind einfach fürs Papier gemacht.“

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