(openPR) Gerade ist die sechste Ausgabe der „Internationalen Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik“ (IZPP) online erschienen. Im aktuellen Themenschwerpunkt „Leben und Tod“ setzen sich die Herausgeber mit den Veränderungen der gesellschaftlichen Wahrnehmung auseinander: „Anders als noch vor einem Jahrhundert stellt die reale Konfrontation mit Tod und Sterben im Alltag eine Seltenheit dar. In den virtuellen Welten von Computer und Spielekonsolen dagegen erscheint das Töten beinahe selbstverständlich. Um dieses Spannungsfeld geht es uns“, erklärt Dr. Wolfgang Eirund, Mitherausgeber und Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Rheingau-Taunus Klinik in Bad Schwalbach.
„Den Tod nicht aus dem Leben auszugrenzen, sondern Wege aufzuzeigen, ihn ins Leben zu integrieren, ist der Grundtenor unserer aktuellen Ausgabe“, so Dr. Eirund weiter. Die Autoren nähern sich dem Thema dabei aus verschiedenen Blickwinkeln: Claudia Simone Dorchain etwa geht auf den Tod als „Lehrer“ und moralische Instanz ein und damit der Fragestellung nach, auf welche Weise Lehren und Ratschläge aus dem Tod gezogen werden können. Dr. Birk Engmann, Facharzt für Neurologie und Nervenheilkunde, problematisiert den Begriff der Nahtoderfahrung und nähert sich dem Themenfeld aus historischer Perspektive. Mit dem Artikel „Über das Sterben in der Kinderoper“ beschreibt Hartwig Frankenberg, warum ausgerechnet in der Kinderoper mit Blick auf Zaubermärchen eine Beschäftigung mit Themen wie „Sterben und Tod“ stattfindet. Der Mainzer Theologieprofessor Kristian Fechtner beleuchtet Umbrüche in der Trauerkultur anhand konkreter medialer Ereignisse und sucht Bezüge zu einer möglichen kirchlichen Praxis. In einem Rückgriff auf den großen Denker Sören Kierkegaard äußert sich Walter Dietz als Experte für dessen Schriften zum Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe, indem er Bezüge zur gegenwärtigen, auch ärztlichen Praxis im Umgang mit Leben und Tod herstellt.
Gedanken zu „Leben und Tod“ auch visuell erlebbar
Im Rahmen des Themenschwerpunkts haben die Herausgeber zur Teilnahme an einem assoziativen Projekt aufgerufen. Interessierte konnten Bilder, Gedichte und Texte einsenden, die für sie das Thema „Leben und Tod“ vorstellbar und erlebbar machen. Eine Jury wählte einige der eingesendeten Motive aus, die dann in einer Collage grafisch zusammengestellt wurden. Auf dieser wechseln sich farbenfrohe Zeichnungen und Fotos mit persönlichen Texten und Gedichtzeilen ab. „Die Motive zeigen die Vielfalt auf, wie Menschen sich emotional oder gedanklich, kreativ oder konkret, spirituell oder weltlich dem Thema widmen“, erklärt Dr. Eirund, der die IZPP zusammen mit Dr. phil. Joachim Heil, Lehrbeauftragter für praktische Philosophie am Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, herausgibt.
Die „Internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik“ (IZPP) ist eine offen zugängliche Online-Zeitschrift. Hauptgegenstand der darin publizierten Arbeiten ist das „Leib-Seele-Problem“, das zum interdisziplinär behandelten Gegenstand im Grenzgebiet zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften wird. Die Zeitschrift versteht sich zudem als Forum zum Austausch von akademisch und praktisch ausgerichteten Autoren und erscheint zweimal jährlich.
Interessierte finden die aktuelle Ausgabe sowie die Collage unter www.izpp.de.







