(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Tief Petrus bringt nicht nur die erste Portion Winterluft zu uns nach Mitteleuropa, nein, seine Kaltfront sorgt auch noch für ein weiteres Phänomen.
Erstmals ist bei ihrem Durchzug - inzwischen liegt sie südlich des Rhein-Main-Gebietes - stellenweise der Effekt einer "maskierten Kaltfront" zu beobachten.
Dieser tritt immer dann auf, wenn sich zuvor bei einer Hochdrucklage (Hoch Wega) eine Inversion mit einer ausgekühlten bodennahen Luftschicht gebildet hat. Kurz vor einer solchen Kaltfront erreichen die Temperaturen in Bodennähe unter einer einige hundert Meter mächtigen Hochnebeldecke oft noch niedrigere Höchstwerte als an den Vortagen.
Mit Durchzug der Kaltfront, dem Drehen der Strömung auf westliche oder nordwestliche Richtungen (vom Meer) und dem Auffrischen des Windes löst sich diese Inversion auf. Nun wird es in der Höhe zwar deutlich kälter, aber am Boden häufig wärmer, da hier die Luft durch ihren Weg über das Meer angewärmt worden ist.
So wurden heute vielerorts in den Tälern ungewöhnlich niedrige Höchstwerte zwischen 5 und 8 Grad gemessen - und das vor dem Regen. Nach den Temperaturen in 1500 Metern Höhe wären ohne Inversionslage bei einer weniger fortgeschrittenen Jahreszeit in der Südhälfte Werte nahe 20 Grad zu erwarten gewesen.
Deshalb dürfte morgen in der nordwestlichen Strömung von der Nordsee zunächst einmal gegenüber heute mancherorts eher ein kleiner Temperaturanstieg als ein Rückgang zu beobachten sein, bevor am Donnerstag langsam die Kaltluft aus Norden das Regiment übernimmt. Die Nordsee weist immerhin noch Werte von 12 bis 13 Grad auf.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
Pressekontakt:
V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Herr Florian Hirschmann
meteoXpress Ltd.
Niederlassung Deutschland
Emondsstraße 16
D-55276 Oppenheim
Tel. +49 (0) 6133 / 93 33 40
Fax +49 (0) 6133 / 93 33 60
eMail ![]()







