(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Die Würfel sind gefallen, die Wellenstörung liegt zur Stunde um 16 h MEZ mit ihrem Scheitel hart westlich vom Rhein-Main-Gebiet, zieht langsam ostwärts und verwirbelt dabei zu einem Tief. Ihre Warmfront hat die Südhälfte überquert. Dort sind die Temperaturen auf 6 bis 9,5 Grad gestiegen und der in Regen übergegangene Niederschlag hat weitgehend aufgehört. Auch in Saarbrücken hat es gegen Mittag vorübergehend geregnet und taut nur kräftig bei bis auf 5 Grad gestiegenen Temperaturen. Auf dem 1500 Meter hohen Feldberg sind die Werte auf minus 2 Grad angestiegen. Das beobachten die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Dagegen ist das kräftige sich West-Ost-erstreckende Niederschlagsband der Warmfront über dem Rhein-Main-Gebiet nicht nordwärts vorangekommen, sondern ostwärts gezogen, sodass es im Bereich der Warmfront mit dem Starkschneefall verblieben und nicht in den Bereich der wärmeren Luft südlich von uns gelangt ist. Aufgrund des anhaltenden Starkniederschlags verweilt trotz der Nähe milder Luft auch die Temperatur um den Gefrierpunkt - der Verdunstungsabkühlung sei Dank.
Auf dem Frankfurter Flughafen geht nichts mehr, stundenlange Verspätungen die Folge und auch die Autobahnen sind stark von dem unermüdlichen Schneefall betroffen. Zahlreiche Autos zieren die Straßenränder, wer konnte, hat sich abholen lassen oder hat sich zu Fuß oder mit der Bahn weiter durchgeschlagen.
Die zugehörige Kaltfront hat mittlerweile Trier passiert und bringt nun Saarbrücken schauerartigen Regen, der dort gerade wieder in Schneeregen und Graupel übergeht. Dabei gingen die Temperaturen binnen weniger als einer halben Stunde von 5 Grad auf nun 1 Grad um 16:20 h MEZ zurück.
Und danach kommt der zweite Teil von Xandra. Dessen Scheitel dürfte ein wenig weiter südlich ziehen, sodass das Rhein-Main-Gebiet nun langsam aus dem Starkniederschlagsband herauskommt, aber auf der kalten Seite verbleibt. Dabei können bis morgen Früh stellenweise durchaus mehr als 25 Zentimeter der weißen Pracht zusammenkommen; teilweise sind diese schon jetzt erreicht.
Das Schneechaos im Rhein-Main-Gebiet erwartet morgen einen weiter südlich gelegenen Streifen im Bereich der Donau, da sich an der Kaltfront von Xandra eine neue Welle bildet, sodass der Süden in dem Niederschlagsband verbleibt. Im äußersten Süden ist allerdings erst einmal noch von Regen oder Schneeregen auszugehen, bevor im Tagesverlauf auch hier die Kaltluft zurückkehrt.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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