(openPR) Sascha Merz findet nur ein Wort: "Genossenklüngel". Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der Freien Bürger bezieht sich dabei auf die Honorarzahlung der Bochumer Stadtwerke an den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für dessen Teilname an dem Atrium-Talk. Es sei höchst unanständig, wenn "ein SPD-Kollege einem weiteren SPD-Kollegen so viel Geld zur Verfügung stellt", sagt Merz und spielt dabei auf die Tatsache an, dass an der Spitze des Energieversorgers mit Bernd Wilmert ein SPD-Mitglied steht. "Für mich ist das ein klarer Fall: In die Diskussion muss deutlich mehr Transparenz und für die Zukunft müssen die Regeln klarer kommuniziert werden. Da sind jetzt sowohl der Stadtwerke-Vorstand als auch der Organisator des Atrium-Talk, Sascha Hellen, in der Pflicht", fordert Merz.
Der Atrium-Talk, der regelmäßig illustre Gäste aus Show, Sport und Politik präsentiert, versteht sich als reine Marketingveranstaltung für Großkunden, die aus einem eigenen Etat der Werbe- und Öffentlichkeitsabteilung finanziert wird. "Da ist auch an sich nichts gegen zu sagen. Wir haben diese Veranstaltung stets begrüsst. Es wurde dabei auch immer darauf hingewiesen, dass die Honorare, über deren Höhe wir nicht informiert wurden, gespendet würden", sagt Jens Lücking, Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Aufsichtsrat und ist über die Entwicklung der Ereignisse "bass erstaunt." Lücking: "Da hat man uns im Gremium wohl nicht die volle Wahrheit gesagt."












