(openPR) Im Zuge der Vorgänge um Peer Steinbrück und den Stadtwerken Bochum thematisiert die FDP im Rat eine weitere Zahlung an den SPD-Politiker. "Anderthalb Jahre vor seinem Auftritt beim Atrium-Talk war Peer Steinbrück bereits Gast beim kommunalen Beirat der Gelsenwasser AG", so Heiko Fröhlich, FDP-Ratsmitglied. "Steinbrück weist für diesen Vortrag ein Honorar in Höhe von 10.000 Euro und eine Nebenkostenerstattung in Höhe von 344,68 Euro aus. Der kommunale Beirat muss ein internes Gremium der Gelsenwasser AG sein, in dem die Verwaltungsspitzen sowie weitere kommunale Vertreter der beteiligten Städte und Kreise sitzen. Im Ruhrgebiet sind dies bekanntlich hauptsächlich Vertreter der SPD."
Die Gelsenwasser AG gehört über ein verschachteltes Firmenkonstrukt zu annähernd 50 Prozent den Stadtwerken Bochum und damit auch mittelbar der Stadt Bochum. Fröhlich weiter: "Hier drängt sich erst recht der Eindruck auf, dass eine kommunale Gesellschaft für teuer Geld einem verdienten Genossen einen lukrativen Vortrag zugeschanzt hat. Denn Öffentlichkeitswirksamkeit wurde durch den Auftritt in einem rein internen Gremium eher nicht erzielt. Da stellt sich schon die Frage, ob dieses Honorar angemessen bzw. effektiv angelegt war."
"Wir wollen daher auch in dieser Sache eine genaue Aufklärung für die Bochumer Bürgerinnen und Bürger erreichen", so Fröhlich. "Mit unserer Ratsanfrage wollen wir herausfinden, was Anlass und Inhalt des Vortrages war, wer letztendlich dem Vortrag gelauscht hat und ob abermals eine Veranstaltungsagentur zur Organisation zwischengeschaltet war. Schließlich soll sich der Klüngelverdacht für Bochum nicht weiter verfestigen."













