openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Fragebogen der Clerical Medical - Gefährliche Post

26.10.201213:53 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Fragebogen der Clerical Medical - Gefährliche Post
Justizpalast in München - auch hier ist das Klima für die CMI deutlich frostiger geworden
Justizpalast in München - auch hier ist das Klima für die CMI deutlich frostiger geworden

(openPR) München, 23.10.2012 – Ein per Post versandter Fragebogen sorgt seit Anfang Oktober für erneute Aufregung bei den Kunden der Clerical Medical Investment Group (CMI), nachdem sich erst im Juli 2012 der Bundesgerichtshof mit den Schadensersatzforderungen der Anleger gegen die englische Versicherungsgesellschaft auseinandergesetzt hatte.



Die geschädigten Versicherungsnehmer hatten im Rahmen verschiedener fremdfinanzierter Rentenmodelle, die unter Namen wie „ Sicherheits-Kompakt-Rente“, „Europlan“ oder „System-Rente“ vertrieben wurden, Policen der CMI abgeschlossen und dadurch hohe Verluste erlitten.

In mehreren von der Münchner Kanzlei Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen geführten Schadensersatzprozessen wurden schwere Beratungspflichtverletzungen der Versicherungsgesellschaft festgestellt. Insbesondere die bei Abschluss der Versicherung gemachten Renditeprognosen seien zu hoch angesetzt gewesen. Die dort federführenden Rechtsanwälte Tobias Pielsticker und Urban Schädler sprachen nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 12. Juli 2012 von einem Grundsatzurteil, auf welches die vielen von ihnen vertretenen Anleger lange gewartet hätten. Diese Einschätzung hat sich als zutreffend erwiesen, in den letzten Monaten konnten die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen bundesweit hohe Schadensersatzzahlungen für die vertretenen Anleger durchsetzen.

Nun reagiert Clerical Medical (CMI) in Form eines Schreibens, welches seit Anfang Oktober an die betroffenen Versicherungsnehmer verschickt wird. Die geschädigten Anleger werden darin aufgefordert, „zur Klärung des Sachverhalts“ und „zur eingehenden Prüfung des geltend gemachten Anspruchs“ einen umfangreichen beigefügten Fragebogen auszufüllen und zurückzusenden. Viele der so kontaktierten Anleger nahmen diese Rückmeldung ihrer Versicherungsgesellschaft auf den ersten Blick auch als ein positives Zeichen für eine späte Einsicht der CMI wahr und wandten sich mit Bitte um eine Einschätzung an ihre Anwälte.

Nachdem sich die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen intensiv mit dem Fragenkatalog auseinandergesetzt haben, können sie die betroffenen Anleger nur zur allergrößten Vorsicht aufrufen. Entgegen dem ersten Anschein birgt der Fragebogen in rechtlicher Hinsicht große Gefahren für die angeschriebenen Anleger. Im schlimmsten Fall kann eine unbedachte Beantwortung der Fragen jeden begründeten Schadensersatzanspruch gegen die Clerical Medical (CMI) zunichte machen.

Schon die ersten Fragen zu den persönlichen Angaben der Versicherungsnehmer und den abgeschlossenen Versicherungspolicen halten die Anwälte für befremdlich. „Aus den vielen Prozessen gegen die CMI wissen wir genau, dass die Versicherungsgesellschaft alle die Versicherungspolice betreffenden Daten umfassend archiviert in Ihren Akten hat.“, wundert sich Rechtsanwalt Forster von der Kanzlei Wilhelm Lachmair & Kollegen über die Neugier der Gesellschaft. Auch die regelmäßig erfolgte Fremdfinanzierung und die damit verbundene Abtretung der Policen an die Banken sei der Clerical Medical grundsätzlich genauso bekannt wie jede vom Anleger beantragte Änderung der Auszahlungsmodalitäten.

Dass das Interesse der Clerical Medical (CMI) denn auch weit über die bloße Bestätigung der vorhandenen Kundendaten hinausgeht, zeigen die Fragen, die an die Anleger zum „Hintergrund Ihres Anliegens“ und zum „Beratungsverlauf“ gestellt werden. Die Anlegeranwälte können hier nur vor einer vorschnellen Antwort auf die Fragen warnen. Formuliert man hier ungeschickt, so können sich damit die Chancen in einem etwaigen Schadenersatzprozess dramatisch reduzieren. „Die Fragen betreffen genau die Aspekte, denen in aktuellen Schadensersatzprozessen gegen die CMI für die Anleger problematisch werden können“, schätzt Rechtsanwalt Forster den Fragenkatalog ein. So könnte damit beispielsweise eine Verjährungseinrede, deren Voraussetzungen grundsätzlich von CMI zu beweisen wäre, begründet werden.

Angaben in diesem Fragebogen, dessen müssen sich die Anleger gewärtig sein, werden ihnen in einem möglichen Verfahren gegen die CMI ggf. entgegengehalten werden. Am Ende des Fragebogens lässt sich die Clerical Medical Investment Group (CMI) nämlich ausdrücklich die Nutzung der Angaben auch für „Verwaltungs-, Gerichts- oder ähnliche Verfahren“ bezüglich der Versicherungspolicen urkundlich mit Datum, Ort und Unterschrift genehmigen.

Die Anwälte raten angesichts der beachtlichen versteckten Gefahren von einem Ausfüllen des Fragebogens ohne anwaltliche Beratung dringend ab. „Kein Anleger dürfte vor dem Landgericht solche gewichtige Aussagen ohne anwaltlichen Beistand machen“ – so Rechtsanwalt Stefan Forster. Die Beratung durch erfahrene Kapitalmarktrechtanwälte ist deshalb grundsätzlich zu empfehlen. Schließlich lässt sich die englische Versicherungsgesellschaft gegen die geschädigten Anleger auch von namhaften internationalen Großkanzleien vertreten.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 674227
 1285

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Fragebogen der Clerical Medical - Gefährliche Post“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Rechtsanwälte Lachmair & Kollegen

Bild: Selfmade Capital, NCI New Capital Invest, Euro Grundinvest – sechs Monate nach dem ersten SchockBild: Selfmade Capital, NCI New Capital Invest, Euro Grundinvest – sechs Monate nach dem ersten Schock
Selfmade Capital, NCI New Capital Invest, Euro Grundinvest – sechs Monate nach dem ersten Schock
München, 11.01.2014; Mitte Juli letzten Jahres wurden Anleger, welche sich seit 2008 an Fonds der Selfmade Capital und ab 2010 der NCI New Capital Invest beteiligt hatten, von der dima24.de angeschrieben und über Verzögerungen bei vereinbarten Zahlungen informiert. Kaum ein Anleger hatte damit gerechnet, waren seitens der dima24.de und der Fondsgesellschaften doch bis dahin fast ausschließlich spektakuläre Erfolge verkündet worden. Insbesondere Zeichner der NCI New Capital Invest USA 11 – Beteiligung hatten sich durch eine Telefonaktion dazu …
Keine Rückforderung von Ausschüttungen bei Schiffsfonds – BGH erlässt Urteile zugunsten der Fondszeichner
Keine Rückforderung von Ausschüttungen bei Schiffsfonds – BGH erlässt Urteile zugunsten der Fondszeichner
Immer mehr von der Insolvenz bedrohte Schiffsfonds fordern in der Not die bereits an die Gesellschafter gezahlten Ausschüttungen zurück. Für die Anleger bringt dies möglicherweise vermeidbare Aufwendungen mit sich, zumal auch eine solche Maßnahme die Rettung der Gesellschaft nicht garantieren kann. Der Bundesgerichtshof ist dieser Praxis jetzt mit zwei Urteilen vom 12.03.2013, Az. II ZR 73/11 und II ZR 74/11 entgegengetreten. VIELEN SCHIFFSFONDS DROHT INSOLVENZ Mehr als 33 Milliarden Euro haben deutsche Anleger in mehr als 1400 Schiffsfonds …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: VRE Verlustrückerstattung Angebot – eine Chance für Clerical Medical Geschädigte?Bild: VRE Verlustrückerstattung Angebot – eine Chance für Clerical Medical Geschädigte?
VRE Verlustrückerstattung Angebot – eine Chance für Clerical Medical Geschädigte?
München im September 2011 – Anleger, die vor Jahren einen Europlan oder eine andere Anlage unter Verwendung einer Kapitallebensversicherungspolice der Clerical Medical Investment Limited (CMI) gezeichnet haben, erhalten im Moment verstärkt Post von der Firma VRE Verlustrückerstattung GmbH und der Röbke Consulting 2011 k.s. (Bratislava). Was hinter den …
Bild: Landgericht Bremen verurteilt Clerical Medical ohne BeweisaufnahmeBild: Landgericht Bremen verurteilt Clerical Medical ohne Beweisaufnahme
Landgericht Bremen verurteilt Clerical Medical ohne Beweisaufnahme
Das Landgericht Bremen hat der Klage eines Mandanten von Witt Rechtsanwälte gegen Clerical Medical auf vollständige Erfüllung der vereinbarten regelmäßigen Auszahlungen stattgegeben. Damit erhält der Anleger, der im Jahre 2001 rund 296.000 € in eine Police der CMI eingezahlt hatte, mit jährlichen Auszahlungen in Höhe von 24.408,00 € faktisch die ihm …
Bild: Vorsicht Fragebogen - CMI befragt AnlegerBild: Vorsicht Fragebogen - CMI befragt Anleger
Vorsicht Fragebogen - CMI befragt Anleger
… und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden, zu besonderer Vorsicht: Der britische Lebensversicherer Clerical Medical hatte Mandanten der Kanzlei angeschrieben und um die Bearbeitung eines Fragebogens gebeten. "Für mich steht es außer Frage, dass Sie diese Fragebögen nicht beantworten müssen. Was da als Kundenfreundlichkeit daherkommt ist nichts anderes als …
Bild: Urteil OLG Karlsruhe - Wegweisend für Europlan-GeschädigteBild: Urteil OLG Karlsruhe - Wegweisend für Europlan-Geschädigte
Urteil OLG Karlsruhe - Wegweisend für Europlan-Geschädigte
… nachfolgend über die wesentlichen Punkte des Urteils. Europlan-Geschädigte und Geschädigte weiterer Hebelmodelle denen unter Verwendung einer Lebensversicherungspolice der englischen Clerical Medical Investment Limited Schaden entstanden ist, werden durch dieses Urteil gestärkt. Die Richter in Karlsruhe verurteilten Clerical Medical zum Schadensersatz. …
Bild: Entwicklung nach BGH Entscheidungen vom 11.07.2012 gegen englischen Lebensversicherer Clerical MedicalBild: Entwicklung nach BGH Entscheidungen vom 11.07.2012 gegen englischen Lebensversicherer Clerical Medical
Entwicklung nach BGH Entscheidungen vom 11.07.2012 gegen englischen Lebensversicherer Clerical Medical
… Urteile grundsätzliche Bedeutung für die einzelnen Anleger haben. Für KAP Rechtsanwälte geschieht dies auch zu Recht, da der BGH in seinen Urteilen klarstellt, dass Clerical Medical (kurz CMI) für eigene Pflichtverletzung zu haften hat und auch solche eigenen Pflichtverletzungen begangen hat. Clerical Medical weist in einer Stellungnahme jedoch darauf …
Bild: Zinsbindungsfrist bei Darlehen der DKB Bank (vormals Darlehen der Bayerischen Landesbank) läuft ausBild: Zinsbindungsfrist bei Darlehen der DKB Bank (vormals Darlehen der Bayerischen Landesbank) läuft aus
Zinsbindungsfrist bei Darlehen der DKB Bank (vormals Darlehen der Bayerischen Landesbank) läuft aus
… rund zehn Jahren ein Darlehen bei der Bayerischen Landesbank (BayLB) aufgenommen hatten, um im Rahmen eines so genannten „Hebelmodells“, Gelder in eine Lebensversicherung der Clerical Medical zu investieren, erhalten dieser Tage Post von der Deutschen Kreditbank AG (DKB), die zwischenzeitlich das Darlehen übernommen hat. Hierin wird den Kunden mitgeteilt, …
Bild: Clerical Medical – BGH stärkt Anlegerrechte: Klagewelle erwartet - CLLB vertritt geschädigte AnlegerBild: Clerical Medical – BGH stärkt Anlegerrechte: Klagewelle erwartet - CLLB vertritt geschädigte Anleger
Clerical Medical – BGH stärkt Anlegerrechte: Klagewelle erwartet - CLLB vertritt geschädigte Anleger
… 2012: Der Bundesgerichtshof hat in der Verhandlung am 05. Juli 2012 Klartext gesprochen. Der IV. Senat hatte in mehreren Verfahren gegen Clerical Medical (CMI) darüber zu entscheiden, welche Ansprüche Versicherungsnehmern, die bei CMI kreditfinanzierte Lebensversicherungen (Produkt „Wealthmaster Noble“)abgeschlossen hatten, gegen Clerical Medical zustehen. …
Clerical Medical versendet anscheinend Fragebogen
Clerical Medical versendet anscheinend Fragebogen
… Versendung der Fragebögen zugrunde liegt. Ob dies mit der vermehrten Geltendmachung von Schadensersatz zusammenhängt, lässt sich indes nicht sicher sagen. Betroffene Anleger sollten den Fragebogen jedenfalls nicht alleine ausfüllen, da sie sich der Folgen im Einzelfall nicht bewusst sind. Ein im Kapitalmarktrecht versierter Rechtsanwalt kann sie bei …
Schadensersatzansprüche gegen Clerical Medical
Schadensersatzansprüche gegen Clerical Medical
Zahlreiche Kunden des englischen Lebensversicherers Clerical Medical mussten inzwischen feststellen, dass der Wert Ihrer Kapitallebensversicherungen deutlich hinter der bei Abschluss der Verträge in Ausssicht gestellten und zugesicherten Entwicklung zurückbleibt. Oftmals werden die von Clerical Medical in ihren Versicherungspolicen dargestellten Leistungen …
Fragebogen von Clerical Medical sollte vorsichtig behandelt werden
Fragebogen von Clerical Medical sollte vorsichtig behandelt werden
… britischen Lebensversicherers beruht, dass weitere Anleger ihre Rechte gegen ihn geltend machen könnten, kann derzeit nicht beurteilt werden. Die scheinbar von CMI in dem Fragebogen verlangten Antworten sollten Anleger jedoch nicht ohne rechtlichen Beistand abgeben. Die Fragen können auf den ersten Blick zwar unverfänglich erscheinen, im Detail jedoch …
Sie lesen gerade: Fragebogen der Clerical Medical - Gefährliche Post