openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Leviathan wird immer gefräßiger – Hohe Staatsquote kostet Jobs und Wachstum

04.11.200515:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Bonn/Berlin – Die große Koalition einigt sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Dieser gemeinsame Nenner könnte das Land allerdings teuer zu stehen kommen. Gleichsam über Nacht hat sich das Haushaltsdefizit von 35 Milliarden Euro auf 70 Milliarden Euro verdoppelt. Schuld daran seien die teuren Vorschläge der verschiedenen Arbeitsgruppen, heißt es aus Verhandlungskreisen. Der Staat würgt auch an anderer Stelle das Wachstum ab. Nur die Hälfte der deutschen Wirtschaftskraft kommt aus dem privaten Sektor. Deutschland ist schon lange kein Musterknabe mehr, auf den die übrigen europäischen Länder mit einer Mischung aus Neid und Bewunderung blicken. Der einstige Klassenstreber hat in letzter Zeit seine Hausaufgaben nicht mehr ordentlich gemacht und bei wichtigen Reformmaßnahmen geschwänzt. Die Folge: Deutschland hat die rote Laterne beim Wirtschaftswachstum, bei der Arbeitslosigkeit und bei der Rückführung der Staatsverschuldung. Und auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland beträgt pro Kopf nur noch rund 27.000 Dollar, was unteres Mittelfeld in der EU bedeutet.



Peter Hahne verweist in der Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de auf empirische Untersuchungen, die einen unmittelbaren Zusammenhang herstellen zwischen einer hohen Staatsquote und einer ausgeprägten Wachstumsschwäche. Mit jedem Prozentpunkt weniger Staatsaktivität ließe sich das Wachstum um bis zu einem viertel Prozentpunkt steigern. Die Ökonomen Vito Tanzi von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IABD) und Ludger Schuknecht von der Europäischen Zentralbank (EZB) haben in einer Untersuchung von 22 Industrieländern gezeigt, dass eine Konsolidierung der Staatsfinanzen und eine Rückführung der Staatsquote selbst in einer Stagnationsphase zu einer spürbaren Belebung der Wachstumskräfte führen kann.

Früher lief die Wirtschaft runder: Dies ist keine Mythisierung der guten alten Bundesrepublik, sondern lässt sich an Zahlen und Statistiken ablesen. „In den vergangenen Jahren ersetzte oft Reformrhetorik die echten Reformen. Das gilt übrigens durch die Bank für alle Parteien“, sagt Michael Müller, Geschäftsführer der Neusser a & o-Firmengruppe http://www.aogroup.de. Hahne nennt die Fakten: Im Laufe der Jahre wurde der Staat immer gefräßiger. 1960 beanspruchte der Leviathan nur rund 30 Prozent der Wirtschaftsleistung, 1970 waren es schon rund 39 Prozent. 2004 lag die Staatsquote zwar auf dem niedrigsten Stand seit 1991, doch mit 47,5 Prozent kann kaum noch die Rede sein von freier Marktwirtschaft.

Studien belegen, dass Länder mit niedrigerem Staatsanteil wirtschaftlich erfolgreicher sind als die Staaten, wo die öffentliche Hand als Nimmersatt auftritt. Staatsfixierte Politiker oder Wirtschaftswissenschaftler rechnen dann gerne vor, dass dies nicht für die skandinavischen Länder gelte. Doch auch hier muss man sagen, dass der im Vergleich zum angelsächsischen Raum geradezu monströse Anteil des Staates in den nordischen Ländern in den vergangenen Jahren spürbar zurückgefahren wurde. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) http://www.imf.org reicht eine Quote von 30 Prozent aus, damit der Staat all seine Aufgaben erfüllen kann. Wachstumsmotoren sind unter anderem Irland, die Vereinigten Staaten und Australien, und in allen drei Ländern hält sich Väterchen Staat zurück.

„Libertäre, die die völlige Abschaffung des Staates fordern, reden Unsinn. Das ist bestenfalls politisches Feuilleton“, meint Müller, der als Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de auch gesellchaftspolitische Verantwortung trägt. „Ich bekenne mich insofern zu einem starken Staat, wenn es um die Sicherheit der Bürger geht und darum, dass alle Bürger eine gute Ausbildung bekommen. Doch der deutsche Staat gibt das Geld seiner Bürger für die falschen Dinge aus. Wir investieren zu wenig in die Zukunft, nämlich in Bildung, in Forschung und Entwicklung. Stattdessen schnellen die Ausgaben für konsumtive Zwecke wie Zinsen und Sozialleistungen in astronomische Höhen.“ Für falsch hält es Müller auch, wenn die Großkoalitionäre in Berlin jetzt nur wie die Buchhalter auf den außer Rand und Band geratenen Etat schielten. Die fest eingeplante Mehrwertsteuererhöhung werde weitere Jobs kosten. Und da sich die beiden Volksparteien nicht auf grundlegende Arbeitsmarktreformen einigen könnten, sei mit weiteren Horrorzahlen aus Nürnberg zu rechnen. „Wer den Arbeitsmarkt nicht endlich liberalisiert“, so Müller, „der versündigt sich insbesondere an den Menschen, die aus eigenem Verschulden oder wegen unglücklicher Umstände über nur sehr geringe oder nicht mehr gefragte Qualifikationen verfügen.“

***

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 66891
 1611

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Leviathan wird immer gefräßiger – Hohe Staatsquote kostet Jobs und Wachstum“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Leviathan veröffentlicht weitere Einzelheiten zur geologischen Beschaffenheit der Avoca- und Timor-Projekte
Leviathan veröffentlicht weitere Einzelheiten zur geologischen Beschaffenheit der Avoca- und Timor-Projekte
Leviathan veröffentlicht weitere Einzelheiten zur geologischen Beschaffenheit der Avoca- und Timor-Projekte Diese Pressemitteilung darf nicht über US-amerikanische Medienkanäle verbreitet werden. Vancouver, BC - 17. Februar 2021 - Leviathan Gold Ltd. (Leviathan oder das Unternehmen) (WKN: A2QJ43 - Frankfurt: 0GP - TSXV: LVX) freut sich, im Anschluss …
Bild: k3 mapa GmbH: weltweite Staatsquoten, Sozialismus und GoldBild: k3 mapa GmbH: weltweite Staatsquoten, Sozialismus und Gold
k3 mapa GmbH: weltweite Staatsquoten, Sozialismus und Gold
Wiesbaden, 15. Mai 2025. Seit Beginn des 20. Jahrhundert ist die Staatsquote in allen Ländern der Erde gestiegen. Die Staaten schränken dadurch die Freiheit der Bürger und das wirtschaftliche Leben massiv ein. Die Staatsquote ist definiert als das Verhältnis der Summe der Ausgaben und Transfers von Staat und Sozialversicherungen zum Bruttoinlandsprodukt …
Leviathan Gold startet bei den beiden neu erworbenen Avoca und Timor Projekten mit einem 30.000 Meter Bohrprogramm
Leviathan Gold startet bei den beiden neu erworbenen Avoca und Timor Projekten mit einem 30.000 Meter Bohrprogramm
Leviathan Gold startet bei den beiden neu erworbenen Avoca und Timor Projekten mit einem 30.000 Meter Bohrprogramm Diese Pressemitteilung darf nicht über US-amerikanische Medienkanäle verbreitet werden. Vancouver, BC - 18. Februar 2021 - Leviathan Gold Ltd. (Leviathan oder das Unternehmen) (WKN: A2QJ43 - Frankfurt: 0GP - TSXV: LVX) freut sich bekannt …
Leviathan Gold beginnt mit der Nutzung eines zweiten Bohrers auf seinen kürzlich erworbenen Projekten Timor und Avoca
Leviathan Gold beginnt mit der Nutzung eines zweiten Bohrers auf seinen kürzlich erworbenen Projekten Timor und Avoca
Leviathan Gold beginnt mit der Nutzung eines zweiten Bohrers auf seinen kürzlich erworbenen Projekten Timor und Avoca Diese Pressemitteilung darf nicht über US-amerikanische Medienkanäle verbreitet werden. Vancouver, BC - 24. Februar 2021 - Leviathan Gold Ltd. (Leviathan oder das Unternehmen) (WKN: A2QJ43 - Frankfurt: 0GP - TSXV: LVX) freut sich bekannt …
Ohne Freiheit kein Wohlstand – Economic Freedom of the World 2005: Deutschlands Arbeitsmarkt extrem stranguliert
Ohne Freiheit kein Wohlstand – Economic Freedom of the World 2005: Deutschlands Arbeitsmarkt extrem stranguliert
… so die Untersuchung. Diesen Rang behauptet Deutschland bereits seit 2001. „Die aktuelle Studie belegt, dass das ganze Gerede vom Neoliberalismus reines Wahlkampfgetöse ist. Deutschlands Staatsquote lag 1960 bei ungefähr 30 Prozent. Heute hat die Staatsquote fast 50 Prozent erreicht. Graf Lambsdorff hat Recht: Deutschland leidet nicht an neoliberalen …
Fosterville South gibt Stichtag für Meeting bzgl. des Leviathan Spinouts bekannt
Fosterville South gibt Stichtag für Meeting bzgl. des Leviathan Spinouts bekannt
------------------------------ Fosterville South gibt Stichtag für Meeting bzgl. des Leviathan Spinouts bekannt Diese Pressemitteilung darf nicht über US-amerikanische Medienkanäle verbreitet werden. Vancouver, BC - 1. September 2020 - Fosterville South Exploration Ltd. (Fosterville South oder das Unternehmen) (TSXV:FSX - WKN:A2P2JF - FWB:4TU) hat die …
direct/ jobs in time : Zeitarbeit - Kompetenz schlägt Größe
direct/ jobs in time : Zeitarbeit - Kompetenz schlägt Größe
… von Fach- und Führungskräften schreibt jobs in time seit seiner Gründung im Jahr 2000 schwarze Zahlen. Für 2005 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 42,3 Millionen Euro, was ein Wachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet - der Markt liegt bei 10 - 15 Prozent. 2006 soll das Wachstum noch einmal deutlich über 20 Prozent nach oben gehen, …
Bild: MYJOBNEXTDOOR eine der „33 Besten Geschäftsideen für das Internet 2009“Bild: MYJOBNEXTDOOR eine der „33 Besten Geschäftsideen für das Internet 2009“
MYJOBNEXTDOOR eine der „33 Besten Geschäftsideen für das Internet 2009“
… als innovativ und intuitiv gelobt, ist MYJOBNEXTDOOR mit einer Vielzahl von Stellenangeboten in gesamten Bundesgebiet vertreten. Einige Kooperationen werden derzeit diskutiert um das rasante Wachstum in die Schweiz und nach Österreich in der gewohnten Qualität zu ermöglichen und die Marktposition in Deutschland deutlich zu stärken. "Zudem ist die Zusammenarbeit …
Spinout von Leviathan Gold Ltd. Aktien an Fosterville South Aktionäre von Anteilseignern genehmigt
Spinout von Leviathan Gold Ltd. Aktien an Fosterville South Aktionäre von Anteilseignern genehmigt
------------------------------ Spinout von Leviathan Gold Ltd. Aktien an Fosterville South Aktionäre von Anteilseignern genehmigt Diese Pressemitteilung darf nicht über US-amerikanische Medienkanäle verbreitet werden. Vancouver, BC - 13. November 2020 - Fosterville South Exploration Ltd. (Fosterville South oder das Unternehmen) (TSXV:FSX - WKN:A2P2JF …
Leviathan Gold nimmt unter dem Tickersymbol LVX den Handel auf
Leviathan Gold nimmt unter dem Tickersymbol LVX den Handel auf
Leviathan Gold nimmt unter dem Tickersymbol LVX den Handel auf Diese Pressemitteilung darf nicht über US-amerikanische Medienkanäle verbreitet werden. Vancouver, BC - 10. Februar 2021 - Fosterville South Exploration Ltd. (Fosterville South) (TSXV:FSX - WKN:A2P2JF - FWB:4TU) und Leviathan Gold Ltd. (Leviathan oder das Unternehmen) (TSXV:LVX) freuen sich …
Sie lesen gerade: Der Leviathan wird immer gefräßiger – Hohe Staatsquote kostet Jobs und Wachstum