(openPR) Seit 10 Jahren forschen Professor Daniel Cable von der London Business School und Professor Kimberly Elsbach von der University of California, Davis im Bereich der Telearbeit und haben herausgefunden, dass Führungskräfte eher befördert werden, wenn sie im direkten Face-to-face-Kontakt mit ihrem Team stehen.
Mit dem Internet ist es zunehmend möglich geworden, dass man die Arbeit mit nach Hause nimmt und auch außerhalb des Büros arbeiten kann. Diese Art der Arbeit wird zunehmend berühmter. Diese Entwicklung hat für die Mitarbeiter und die Unternehmen einige Vorteile. Jedoch wird es bei steigender Arbeit außerhalb des Büros für die Kollegen schwieriger, die Verlässlichkeit des Vorgesetzten einzuschätzen, da kein (in-)direkter Menschenkontakt stattfindet. Besonders im Bereich des Führungstraining ist die physische Präsenz des Vorgesetzten besonders wichtig, um seine Fähigkeiten hierdurch entsprechend einschätzen zu können – wenn auch nur durch passiven Kontakt, weil er im Büro ist.
Der passive Kontakt zeichnet sich dadurch aus, dass der Vorgesetzte im Büro gesehen werden kann. Hierdurch entsteht die Möglichkeit, dass die Kollegen am Arbeitsplatz mit ihm in Kontakt treten können. Außerdem können die Vorgesetzten durch ihre eigene Anwesenheit einen größeren Einfluss auf die Mitarbeiter ausüben und spezielle Fähigkeiten im Führungstraining durchsetzen.
Prof. Cable und Prof. Elsbach haben herausgefunden, dass es zwei Arten des passiven Kontaktes gibt. Die Erste beinhaltet, dass die Mitarbeiter während der Arbeitszeit gesehen werden (erwarteter Kontakt) und die Zweite beschreibt das Sehen von Mitarbeitern während sozialer Aktivitäten außerhalb der Geschäftszeiten (außerplanmäßiger Kontakt).
Sobald Vorgesetzte während der Arbeitszeiten auftauchen, werden sie als verantwortungsvoll und vertauenswürdig angesehen. Schon die physische Anwesenheit sorgt dafür, dass die Kollegen besser von ihnen denken. Wenn sie während sozialer Aktivitäten gesichtet werden, werden sie als enthusiastisch eingeschätzt.
Für all diejenigen, die von Zuhause aus arbeiten und es schwer finden, physisch auf der Arbeit anwesend zu sein, folgen nun ein paar Tipps:
• Nutzen Sie die Technik effizient und seien Sie dadurch konstant mit Ihren Kollegen verbunden. Das können Sie durch ständige Anrufe, E-Mails, Konferenzanrufe etc. erreichen. Diese konstante Verbindung beweist, dass Sie arbeits- und kontaktfreudig sind.
• Beantworten Sie E-Mails and Anrufe schnell. Wenn die Kollegen immer auf dem neuesten Stand sind, können sie Ihre Arbeitsabläufe und -fortschritte möglichst genau kontrollieren.
Die Telearbeit ist sehr oft leistungsbasiert. Die physische Anwesenheit im Büro beeinflusst Beförderungsentscheidungen erheblich. Wenn also Telearbeit nicht zwingend notwendig ist, sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Arbeitszeiten größtenteils wieder in das Büro zu verlegen, um für jeden präsent zu sein.
Jonathan Beth
Für mehr Informationen: http://www.london.edu/programmes/executiveeducation/eol.html










