(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Auch wenn von den Börsenparkettes nur mäßige Handelslust gemeldet wird, ist die Entwicklung der Rohölpreise heute nicht gar so träge wie an den Vortagen. Die Wertverluste aus der gestrigen zweiten Tageshälfte sind beinahe wieder egalisiert. Ameisenartig kletterten die Notierungen seit dem Frühhandel aufwärts, wobei Nordseeöl Brent (jetzt 105,60 Dollar pro Barrel) stärker zulegte als US-Leichtöl WTI (jetzt 88,30 Dollar je Barrel). Das wird wohl daran liegen, dass sich Anleger von der Europäischen Zentralbank (Entscheidung erst morgen) beim Thema Unterstützung der Märkte mehr erhoffen als von der Fed, dem US-amerikanischen Notenbanksystem (Entscheidung noch heute). Die aktuellen US-Arbeitsmarktzahlen haben just in diesem Moment eine doppelte Bedeutung. Vorweg: Sie sind besser als erwartet, statt prognostizierten 120.000 Neueinstellungen waren es im Berichtsmonat mit 163.000 weitaus mehr. Mögliche Folge Nr. 1: Auftrieb für die Ölpreise. Mögliche Folge Nr. 2: Die ohnehin zögerliche Fed entscheidet sich wegen dieser und anderer Statistiken gegen stützende Maßnahmen. Mögliche Folge Nr. 3: Die Anleger sind enttäuscht – und die Kurse kommen zurück oder fallen stärker, als sie zuvor gestiegen waren. Schön wär’s für Heizölkunden, die zumindest heute deutlich von stärkerem Euro und (zumindest am Vormittag) preiswerterem Rohöl profitieren. Mit unserer Prognose vom Vormittag behalten wir Recht und freuen uns darüber mit allen Kaufinteressenten: Hundert Liter HEL gibt’s im Bundesschnitt heute 72 Cent günstiger – genauer gesagt für 90,14 Euro (bei Anlieferung von 3.000 Litern).
Ein starkes Moment mit Potenzial für eine verbraucherunfreundliche Wende stellen in dieser Woche allerdings die Bestandsdaten aus US-Öllägern dar. Ein massiver Abbau um 11 Millionen Barrel wurde vom American Petroleum geschätzt. Bestätigen die offiziellen Kanäle auch nur ansatzweise diese Größenordnung (heute ist nämlich am späteren Nachmittag die Behörde DoE an der Reihe), spricht dies in der Folge für einen erneuten Anstieg. Beinahe kurios: Nach den Spekulationen über fertige Angriffspläne der USA gegen den Iran hören wir aus dem Nahen Osten bisher keine laute Gegenpropaganda.
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