(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Rohöl runter, Heizöl runter – so lautet die für Verbraucher hierzulande erfreuliche Bilanz des heutigen Tages. Dabei sind die Faktoren, die zu dieser Entwicklung führten, zumindest in Teilen nicht einfach verständlich. Der Euro sank, obwohl die Wirtschaftslage gut ist. Das verteuert in der Regel auch Heizöl – nicht jedoch heute.
Rohöl verlor heute deutlich. Analysten machen dafür zwei Faktoren verantwortlich: Zum eine die Ankündigung des saudischen Ölministers, auf eine wachsende Nachfrage mit steigernder Förderung zu reagieren, zum anderen die überversorgte Marktlage. Indiz hierfür: Heute werden bei den Schätzungen des American
Petroleum Institute wieder gestiegene Reserven bei Rohöl und Benzin erwartet.
Obwohl diese Nachrichten fern von
Europa spielten, geriet der Euro unter Druck, obwohl hie Konjunktur stimmen und die spanischen Anleihen problemlos sowie für das Krisenland vorteilhaft platziert wurden. Druck übte hingegen eine Äußerung vom Chef der Europäischen Notenbank, Trichet, aus. Der will auch im Krisenfall für die Dauerpatienten Griechenland, Portugal und Spanien die Zinsen stabil halten, eventuell sogar erhöhen. Diese Maßnahme betrifft dann logischerweise alle Euro-Länder, würde dort die Rohstoffe teurer machen und die Nachfrage belasten.
Darüber brauchten sich Heizölverbraucher heute in Deutschland noch keine Gedanken zu machen. Sie profitierten vom Abwärtstrend beim Rohöl, der beide Referenzsorten in den vergangenen 48 Stunden deutlich mehr als 2 US-Dollar je Barrel an Verlusten bescherte. Die 100-Liter-Partie Heizöl EL, eine Abnahme von 3.000 Litern vorausgesetzt, kostete bundesweit durchschnittlich 76,10 Euro, da sind 1,03 Euro weniger als gestern. Heizöl ist damit so günstig wie seit über einem Monat nicht mehr, bleibt jedoch für einen Januar recht teuer. Vom Markt war weiterhin zu vernehmen, dass die Nachfrage sehr schwach sei.
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website
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Frank Urbansky
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