(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Der anhaltend feste Dollar und nachlassende Versorgungsängste sorgten am gestrigen Abend für anhaltenden Druck auf die Rohölnotierungen. Die verringerten Sorgen um ausreichende Verfügbarkeiten wurden begünstigt durch Meldungen, dass Tropensturm „Arthur" abgeflaut ist und sich keine wetterbedingten Probleme andeuten, sowie durch die Erwartung gestiegener US-Rohöl- und Produkt-Bestände, die morgen zur Veröffentlichung anstehen.
Auch heute Morgen zeigten sich die Preise deutlich schwächer. In der ersten Phase des Handels gaben die Preise bereits deutlich nach und sind bis in den stabilen Unterstützungsbereich bei 123 Dollar pro Barrel NYMEX Rohöl abgesunken. Dämpfend wirken die Erwartung eines Anstiegs bei den US-Bestandszahlen sowie eine zunehmende allgemeine Stimmungsneigung hin zu einem bearishen Ton. Zu hohe Preise schaden der Nachfrage und dem Weltwirtschaftswachstum. Indien hat seine Benzin- und Dieselpreise im Durchschnitt um 10% angehoben. Dort, wie auch in anderen asiatischen Ländern, hatte die Regierung versucht die Inflationsrate, die in Indien bei 8% liegt, durch künstlich niedrig gehaltene Spritpreise zu dämpfen. Die Ölimportsteuersätze wurden in Indien im gleichen Atemzug reduziert. Bis zum Redaktionsschluss pendelten die Preise dann unter leichten Schwankungen seitwärts und immer knapp unter der 124 Dollarmarke. Es gab keine aktuellen, preisbestimmenden News. Die schwache technische Konstellation hält die Preise unten, aber die starken Unterstützungsbereiche lassen derzeit keinen Ausbruch in tiefere Regionen zu, wie OMR Oil Market Report berichtete.
Durch den anhaltenden leichten Abwärtstrend der Rohölpreise ging es in der heutigen Tagespreiserfassung durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auch im deutschen Markt weiter nach unten. Bei einem Minus gegenüber Vortag in Höhe von bundesdurchschnittlich 0,43 Euro pro 100 Liter liegt der Preis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., heute bei etwas über 91,00 Euro pro 100 Liter. Im Vergleich zur den vergangenen Wochen ist Heizöl also wieder um einige Euro günstiger geworden. Zuletzt wurde dieses Preisniveau vor etwa vier Wochen Anfang Mai erreicht.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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