openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Lehman-Anleger zwingt Commerzbank in die Knie

(openPR) Auf Empfehlung seiner Hausbank investierte ein Bremer Anleger 10.000,00 € in Zertifikate der US-Investmentbank Lehman Brothers. Mit deren Pleite 2008 wurden diese Wertpapiere nahezu wertlos. Der Anleger klagte gegen die Commerzbank, die vom Landgericht Frankfurt am Main wegen Falschberatung zum Schadensersatz verurteilt wurde (Az. 2-12 O 395/10). Nachdem das Urteil rechtskräftig wurde, hat die unterliegende Bank jetzt mit Zinsen über 10.000,00 € an den Anleger zahlen müssen, der aufgrund der Zinsen sogar einen höheren Betrag zurück erhielt als er in die Zertifikate investierte.



Schon seit 1992 war der spätere Lehman-Anleger Kunde der Bremer Bank, Tochter der Dresdner Bank, bekannt als die selbsternannte „Beraterbank“. Anfang Februar 2007 rief die Bankberaterin an und empfahl, 10.000,00 € in Zertifikate von Lehman Brothers zu investieren. Diese Bank, so die Beraterin, zähle zu den vier größten Investmenthäusern. Im Vertrauen auf eine richtige Beratung zeichnete der Kunde, der im Mai 2008 sogar noch eine Bonuszahlung erhielt. Das böse Erwachen kam kurze Zeit später, als Lehman Brothers am 15. September 2008 zahlungsunfähig wurde. Da das Zertifikat letztlich nichts anderes war als ein Kredit, den die US-Investmentbank bei dem Bremer Bankkunden aufnahm, waren dessen Zertifikate mit der Pleite praktisch wertlos. Der Anleger wehrte sich und klagte wegen Falschberatung gegen die Commerzbank, die die Dresdner Bank zwischenzeitlich übernommen hatte.

„Die Klage war gleich in erster Instanz erfolgreich. Da die Bank Rechtsmittel nicht erhoben hat, ist das Urteil jetzt rechtskräftig“, erläutert der Bremer Rechtsanwalt Dr. André Ehlers, der den Anleger gegen die Commerzbank vertrat. Das Gericht war davon überzeugt, dass die „Beraterbank“ vor dem Kauf der Zertifikate nicht darüber aufklärte, dass der Kunde sein Geld verliert, wenn Lehman Brothers zahlungsunfähig wird. „Ein Anleger muss aber vor der Zeichnung von Zertifikaten über dieses sogenannte ‚allgemeine Emittentenrisiko‘ aufgeklärt werden“, so der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Ehlers.

Die Bank argumentierte erfolglos, dass der Anleger „erfahren“ und deshalb eine Aufklärung über das allgemeine Emittentenrisiko entbehrlich sei. Allein die frühere Investition in Zertifikate und das Wissen, dass eine Bank die Emittentin der Wertpapiere sei, mache dem Anleger nicht bewusst, dass er das Risiko der Zahlungsunfähigkeit übernehme, urteilte das Landgericht Frankfurt am Main.

„Dies ist nicht nur ein Erfolg für diesen Kläger, sondern auch für andere Bankkunden, die mit Geldanlagen Verluste erlitten haben. Die Argumentation des Landgerichts Frankfurt erschwert es Banken, ihren Kunden Kenntnisse und Erfahrungen zu unterstellen. Diese müssen nach dem vorliegenden rechtskräftigen Urteil von Banken im Einzelnen dargelegt und bewiesen werden. Bleibt die Bank den geforderten Nachweis schuldig, dass es sich um einen erfahrenen Anleger handelt, kommt dies dem Bankkunden, wie hier dem Lehman-Anleger, zugute“, erläutert der Bremer Rechtsanwalt Dr. Ehlers.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 650453
 952

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Lehman-Anleger zwingt Commerzbank in die Knie“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Kanzlei Dr. Ehlers

»MS „Rio Valiente“ und MS „Rio Verde“«
»MS „Rio Valiente“ und MS „Rio Verde“«
Ansprüche der Anleger gegen die beratende Bank Mit der Zeichnung des Schiffsfonds »MS „Rio Valiente“ und „Rio Verde“« konnten Anleger in zwei Vollcontainerschiffe investieren. Der Markt, in dem die Schiffe Erträge erwirtschaften sollen, wurde den Anlegern in Grafiken als stetig steigend zwischen 1986 bis 2000 dargestellt. Der Prospekt dieses Fonds spricht sogar vollmundig von einem „Siegeszug des Containers“. Während der Laufzeit hatte der Fonds bisher aber durchaus seine Probleme, 2010 war sogar von drohender Insolvenz die Rede. Während der…
apoBank wegen Falschberatung verurteilt
apoBank wegen Falschberatung verurteilt
Das Landgericht Oldenburg hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, kurz apoBank, zum Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung verurteilt (Az.: 9 O 1846/11). Die Bank hatte einem Medizinerehepaar empfohlen, insgesamt 110.000,00 € in Medienfonds zu investieren. Die Fonds muss die Bank jetzt zurück nehmen und den Anlegern Schadensersatz zahlen. Dabei muss die Bank auch steuerliche Nachteile ausgleichen. Bereits seit Ende der 1970’er Jahre waren die beiden verheirateten Mediziner Kunden der apoBank. Verständlich, dass deren Vertraue…

Das könnte Sie auch interessieren:

Schadensersatz in Sachen „Lehman-Brothers“: LG Berlin weist Klage der Anlegerin zurück
Schadensersatz in Sachen „Lehman-Brothers“: LG Berlin weist Klage der Anlegerin zurück
Das LG Berlin hat in einer am 24.03.2010 verkündeten Entscheidung zum Az.: 4 O 182/09 die Klage einer geschädigten Lehman-Anlegerin gegen die dortige Commerzbank AG abgewiesen, weil die dortige Klägerin nicht beweisen konnte, dass sie vom für die damalige Dresdner Bank AG in Berlin agierenden Bankberater falsch beraten wurde. Es ging um eine Investition …
Lehman-Brothers: OLG Frankfurt a. M. konkretisiert Offenlegungspflichten um "Rabatte"
Lehman-Brothers: OLG Frankfurt a. M. konkretisiert Offenlegungspflichten um "Rabatte"
… Lehman-Brothers-Anleihe, welche von der damaligen Dresdner Bank AG beraten wurden, lange warten. Das OLG Frankfurt a. M. hat mit Entscheidung vom 18.05.2011 die von der Commerzbank AG eingelegte Berufung gegen das der Klage stattgebende Endurteil des LG Frankfurt a. M. zurückgewiesen, weil nach dortiger Rechtsauffassung die Commerzbank AG verpflichtet war, …
Bild: Anleger können auf Schadensersatz nach Falschberatung durch die Commerzbank hoffenBild: Anleger können auf Schadensersatz nach Falschberatung durch die Commerzbank hoffen
Anleger können auf Schadensersatz nach Falschberatung durch die Commerzbank hoffen
Sowohl die Dresdner Bank als auch die Commerzbank haben in den letzten Jahren bei sehr vielen Anlegern Verluste verursacht. Verkauft wurden Anleger geschlossene Fonds wie z.B. Immobilienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, Flugzeugsfonds, Lebensversicherungsfonds, offene Fonds wie z.B. offene Immobilienfonds wie Morgan Stanley P2 Value, Premium Management …
Lehman Brothers Zertifikate - erneut Klagen erhoben, Dr. Stoll Rechtsanwälte informieren
Lehman Brothers Zertifikate - erneut Klagen erhoben, Dr. Stoll Rechtsanwälte informieren
… & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft wurden und werden derzeit weitere Klagen bezüglich Lehman Brothers Zertifiakten vor dem Landgericht Freiburg gegen die Targobank und die Commerzbank eingereicht. Die Commerzbank haftet nach Ansicht von Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll für fehlerhafte Beratungen der Dresdner Bank. Den Banken wird vorgeworfen, die Anleger …
Weiterer Erfolg für Lehman-Anleger. Commerzbank zum Schadensersatz verurteilt.
Weiterer Erfolg für Lehman-Anleger. Commerzbank zum Schadensersatz verurteilt.
… wenn es zum Zeitpunkt des Erwerbes nur theoretischer Natur gewesen sein sollte. „Auch wenn dieses Urteil noch nicht rechtskräftig ist, zeigt es doch, dass es sich für Lehman-Anleger nach wie vor lohnt, eine gerichtliche Klärung herbeizuführen, wenn sie sich falsch beraten fühlen“, sagt Rechtsanwalt Steffen Liebl, der den Fall für die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte …
Bild: Schadensersatz wegen falscher RatingangabenBild: Schadensersatz wegen falscher Ratingangaben
Schadensersatz wegen falscher Ratingangaben
… auf die Anlageentscheidung und damit auf einen möglichen Schadensersatzanspruch auswirkt. Der Anlageberater machte dem Kläger im April 2008 den Vorschlag seine Commerzbank-Zertifikate gegen Lehman-Zertifikate einzutauschen. In der diesbezüglich versandten E-Mail wurde fälschlicherweise ein Rating der Commerzbank mit A- angegeben. Das korrekte Ranking …
Bild: Justus erstreitet Lehman Brother Urteil vor dem Landgericht Berlin gegen die Commerzbank (Dresdner Bank)Bild: Justus erstreitet Lehman Brother Urteil vor dem Landgericht Berlin gegen die Commerzbank (Dresdner Bank)
Justus erstreitet Lehman Brother Urteil vor dem Landgericht Berlin gegen die Commerzbank (Dresdner Bank)
… Brothers „Global Champion“ Zertifikate Voller Schadenesatz zzgl. Agio, Zinsen und Kosten für Lehman Brother Anleger: Mit Urteil vom 15. November 2010 hat das Landgericht Berlin die Commerzbank AG vollumfänglich zur Zahlung von Schadenersatz an den von der Kanzlei JUSTUS vertretenen Kläger verurteilt. Die Commerzbank muss dem Kläger neben dem Kaufpreis …
Bild: Zertifikate-Anleger - War der Lehman-Crash erst der Anfang?Bild: Zertifikate-Anleger - War der Lehman-Crash erst der Anfang?
Zertifikate-Anleger - War der Lehman-Crash erst der Anfang?
… den Zertifikaten von Lehman-Brothers zusammen hängen, bereits schmerzliche Verluste hinnehmen, so unter anderem bei den sog. "Cobold"-Anleihen der DZ-Bank oder bei den "Colibri"-Anleihen der Commerzbank. Einem Bericht der Financial Times Deutschland vom 18.09.2008 zufolge versprach z.B. der von der DZ-Bank im Mai 2007 begebene "Cobold 74" einen Coupon …
Landgericht Frankfurt am Main verurteilt Commerzbank AG wegen Falschberatung zu einem Lehman-Zertifikat
Landgericht Frankfurt am Main verurteilt Commerzbank AG wegen Falschberatung zu einem Lehman-Zertifikat
Mit Urteil vom 03.06.2011 – 2-19 O 77/10 – hat das Landgericht Frankfurt am Main die Commerzbank in einem von unserem Mitglied Kai Malte Lippke, Leipzig, für einen Anleger geführten Rechtsstreit dazu verurteilt, rund 24.300 EUR Schadensersatz zu bezahlen, weil sie verschwieg, dass sie durch den Weiterverkauf der Lehman-Zertifikate einen Gewinn von 3,5 …
Bild: Neue Hoffnung für Lehman-Geschädigte?Bild: Neue Hoffnung für Lehman-Geschädigte?
Neue Hoffnung für Lehman-Geschädigte?
Das Oberlandesgericht Köln entschied am 04.05.2011 (13 U 165/10) hinsichtlich eines Falles gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank, dass diese sich hinsichtlich der Beratung zu einem Lehman Brothers „Global Champion“ Zertifikat (WKN A0MJHE) dem Anleger gegenüber schadensersatzpflichtig gemacht habe. Die Commerzbank trägt hinsichtlich …
Sie lesen gerade: Lehman-Anleger zwingt Commerzbank in die Knie