(openPR) Die Gastronomie-Branche ringt um Nachwuchskräfte. Offene Stellen bleiben oftmals unbesetzt, die Zahl der Auszubildenden sinkt. Über die Gründe schweigen die meisten Verantwortlichen. Ein Dozent einer Berufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe dagegen macht die Gastronomie selbst für diese Misere verantwortlich. Dem Fachmagazin für Nachhaltigkeit in der Gastronomie "die Bioküche" hat er sich darüber in der aktuellen Ausgabe geäußert.
"In der Gastronomie hat sich in den vergangenen 50 Jahren nichts geändert", lautet eine der provokanten Thesen von Werner Heinzdobler, der an einer Berufsschule doziert. Seiner Meinung nach ist die Gastronomie selbst daran schuld, dass sich immer weniger junge Menschen für einen Beruf in dieser Branche interessieren. Denn die Arbeitszeiten seien familienunfreundlich und Überstunden sind an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass der Ton in den Küchen oft rau ist.
"Dass Mitarbeiter angebrüllt werden, sie arbeiten müssen, wenn sie krank sind, ist in dieser Branche normal", bestätigt Heinzdobler. Er sieht deshalb die Gastronomie in der Pflicht, die schlechten Arbeitsbedingungen zu ändern. Und er geht noch weiter: Die Gastronomie sei selbst an der Misere schuld, denn anstatt, dass die Chefs das Geld in die eigene Tasche wirtschaften, sollten sie laut Heinzdobler lieber für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Und da gäbe es noch jede Menge zu tun. Geregelte Arbeitszeiten, Schichtarbeit, bessere Vergütung sind nur einige Punkte, die dem Dozenten zufolge verbessert werden müssen.
Heinzdobler zeichnet ein düsteres Bild der Gastronomie der Zukunft. Das ganze Interview hat "die Bioküche" in Ausgabe 3-2012 veröffentlicht. Übrigens, da Heinzdobler Nachteile in seiner aktuellen Position befürchtet, wurde sein Name von der Redaktion von "die Bioküche" geändert.













