(openPR) Ex-Minister Sinner fordert Ausbau der Donau
„Der Donauraum ist einer der Wachstumsmotoren für die Entwicklung in Europa“, erklärte OWWC Präsident, Staatsminister a.D. Eberhard Sinner, MdL. Nachhaltiges Wachstum in Europa wird es nur geben, wenn die bisher weniger entwickelten Regionen entwickelt würden. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der 14 Donau-Staaten wird von Deutschland auf Platz 6 und Österreich auf Platz 19 angeführt, danach kommt die Tschechische Republik auf Platz 38 und auf dem letzten Platz 100 Bosnien-Herzegowina in einem Ranking von 142 Staaten, das vom World Economic Forum in einem Global Competitivness Report 2011-2012 durchgeführt wurde. Gerade der Donauraum von Deutschland bis zum Schwarzen Meer mit seinen 14 Anrainerstaaten biete enorme Potenziale, von denen auch die bayerische Wirtschaft profitiere. Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann macht die Donaustrategie zur Chefsache und fordert diesen Raum zu einem Motor für nachhaltige Entwicklung zu machen. Dazu gibt es Konzepte des Steinbeis Europa-Zentrums, die bei einer Veranstaltung am vergangenen Montag in Straßburg vorgestellt wurden. EU-Kommissar Johannes Hahn fordert bis zum Jahr 2020 über 20 % mehr Güter auf die Donau zu bringen und bietet aus der Regionalförderung Geld für Unternehmen an. Johannes Hahn: "es fehlt nicht an Geld, es fehlt an Projekten".
Wer wie Kretschmann innovative Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen in dieser Region mit 100 Millionen Einwohnern zur Blüte bringen will, muss auch eine leistungsfähige und umweltverträgliche Infrastruktur ausbauen. Ein Donau-Radwanderweg genügt dazu nicht. „Zentraler Hemmschuh für die Entwicklung ist derzeit die Infrastruktur entlang der Donau“, so der frühere Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Neben Straße und Schiene biete die Donau selbst als Wasserstraße noch Potenziale. „Der Ausbau der Donau für den Schiffsverkehr ist daher nicht nur eine bayerische Angelegenheit“, so Sinner weiter. Es gehe darum eine verlässliche Verbindung von der Nordsee zum Schwarzen Meer zu erreichen. Zurzeit wird an 200 Tagen im Jahr die notwendige Abladetiefe von 2,50 Meter nicht erreicht. Weder von Rotterdam noch von den Flusshäfen am Rhein wie Mannheim können Binnenschiffe deswegen als zuverlässiges Transportmittel eingesetzt werden. Ohne den Ausbau werde der zusätzliche Verkehr v.a. auf der ohnehin schon überlasteten Straße landen. Winfried Kretschmann hat Recht, dass er über Innovation nachhaltiges Wachstum in Donauraum erreichen will. Die dafür notwendige Infrastruktur darf aber nicht allein die Straße sein.
Der Ausbau der Donau in der Variante C2.80 (mit einer Umgehung Mühlhamer Schleife) biete ökologisch Vorteile. „Diese Variante bringt in weiten Bereichen eine Trennung von Nutzung und naturbelassenen Bereichen“, so Sinner. Man müsse den Menschen in der Region die Angst vor einer Zerstörung der Landschaft nehmen. „Der Ausbau, so wie er geplant wird, bringt sogar eine Verbesserung für Menschen“, stelle der frühere Staatsminister fest.
Für den OWWC gehe es bei der Donaustrategie aber nicht allein um den Ausbau in Niederbayern. Die EU-Strategie verfolge das Ziel, den Wohlstand in den 14 Ländern des Donauraums zu erhöhen. Dieses Ziel werde man aber nur mit der entsprechenden Infrastruktur erreichen. Der OWWC werde daher zu dem Thema nachhaltige Entwicklung am 20. November 2012 in Deggendorf eine Konferenz durchführen, um einen Beitrag zur sachlichen Debatte zu leisten.













