(openPR) Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
Pressemitteilung No 61
Berlin, den 23. September 2005
IWF über die wirtschaftliche Entwicklung der Republik Belarus
Der Internationale Währungsfonds verzeichnet ein hohes Wirtschaftswachstum in Belarus 2005 und empfiehlt, die im Lande getroffenen strengen Maßnahmen im Bereich Haushalts-, Steuer- und Finanzpolitik fortzusetzen. Diese Bilanz zog der stellvertretende Leiter der europäischen Abteilung des IWF Balázs Horváth während der vor kurzem in Minsk stattgefundenen Pressekonferenz.
B.Horváth stand an der Spitze der IWF-Mission, die vom 13. bis 21. September 2005 in der belarussischen Hauptstadt arbeitete. Das Ziel der Arbeitsgruppe war es, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den acht Monaten des Jahres 2005 auszuwerten sowie die Fragen der makroökonomischen Politik der Staatsführung für die nächsten Jahre zu behandeln.
Der IWF-Experte teilte mit, dass in der vergangenen Periode des Jahres ein hohes Tempo des Wirtschaftswachstums beibehalten worden sei und die im Lande betriebene Wirtschaftspolitik positive makroökonomische Veränderungen bewirkt habe. Nach Einschätzungen der Mission würde der BIP-Zuwachs in Belarus in diesem Jahr zwischen 7,1 und 8,5 % ausmachen. Hinsichtlich der Inflationsrate vertritt der IWF-Beamte den Standpunkt, dass dieser Kennwert im einstelligen Bereich liegen würde. Dies könnte man mit hoher Wahrscheinlichkeit behaupten im Hinblick auf die im Januar–August erreichten Inflationswerte sowie auf die im Lande betriebene Wirtschafts- und Finanzpolitik, so B.Horváth.
Die Meinungen der belarussischen Regierung und des IWF gehen allerdings bei der Einschätzung der Wege, auf denen die Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums gesichert werden könnte, auseinander.
Während die Regierung für umsichtige Vorgehensweise bei der Reformierung und Privatisierung in der Wirtschaft eintritt, sind die IWF-Experten der Ansicht, dass die strukturellen marktwirtschaftlich orientierten Reformen in Belarus möglichst schnell eingeleitet werden sollten. Dadurch könnten die Effizienz des Industrie- und Bankensektors und als Folge nachhaltiges Wirtschaftswachstum gewährleistet werden. Nach der Meinung von B.Horváth sollte man damit gerade jetzt anfangen, wo das Programm der sozialwirtschaftlichen Entwicklung des Landes für die nächsten 5 Jahre erarbeitet wird.
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