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TIBET – IHR LAND, FREIHEIT – IHR RECHT

09.03.201209:14 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: TIBET – IHR LAND, FREIHEIT – IHR RECHT
1200 Bürgermeister in ganz Deutschland zeigen Flagge für Tibet
1200 Bürgermeister in ganz Deutschland zeigen Flagge für Tibet

(openPR) – 1200 Bürgermeister solidarisch mit Tibet –


Presseerklärung zum 10. März 2012,
dem 53. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands


Stand 8. März 2012, 18 Uhr – 1214 Teilnehmerstädte




1214 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland hissen am 10. März auf ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und ihren Internetseiten die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Hannover, Magdeburg, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden, sowie das Parlament des Bundeslandes Freie Hansestadt Bremen. Sie bekräftigen damit im Namen von Tausenden von Bürgern das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität. Aufgerufen zu dieser Aktion hat zum 17. Mal in Folge die Tibet Initiative Deutschland e.V.

Als die chinesische Volksbefreiungsarmee 1949 nach Tibet eindrang, versprach sie den Tibetern ein „sozialistisches Paradies“. Heute, nach sechs Jahrzehnten Fremdherrschaft, ist Tibet nach den Worten von Dr. Sangay, dem Premierminister der tibetischen Exilregierung, „eine Tragödie“.

Die Mißachtung der Freiheiten und der grundlegenden Menschenrechte des tibetischen Volkes, verbunden mit einem eklatanten Mangel an Respekt gegenüber der eigenständigen tibetischen Kultur, hat dazu geführt, daß sich die seit Jahren angespannte Situation in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt hat. Tibet brennt! 26 Menschen haben sich seit Frühjahr 2009 selbst in Brand gesetzt, allein 14 davon in diesem Jahr. Sie alle forderten Freiheit für Tibet und die Rückkehr des Dalai Lama. Peking setzt auf gewaltsame Unterdrückung des Protests: Weitere Truppen und paramilitärische Einheiten wurden in die Region verlegt, das Land abriegelt, der Zugang gesperrt. In Tibet herrscht de facto Kriegsrecht.

Die mehr als 1200 teilnehmenden Städte, Gemeinden und Landkreise haben den Appell und den Hilferuf aus Tibet vernommen. In dieser kritischen Situation zeigen sie Flagge für Tibet und senden den Tibetern das deutliche Signal, daß sie nicht vergessen sind und daß ihr Schicksal uns nicht gleichgültig ist. Es ist ein Zeichen der Solidarität mit dem unterdrückten, entrechteten Volk und eine Bekräftigung seines Rechts auf Selbstbestimmung. – Es ist aber auch ein Bekenntnis zu unseren eigenen demokratischen Werten und der sich daraus ergebenden Verantwortung für das, was auf dieser – auf unserer – Welt geschieht.

„Unser Boss,“ so sagte der Dalai Lama unlängst, „ist das tibetische Volk, wir sind nur sein Sprachrohr.“ „Auch die internationale Staatengemeinschaft muß endlich dem tibetischen Volk Gehör schenken und das lange vernachlässigte Tibetproblem auf die Agenda setzen,“ sagt Monika Deimann-Clemens, die Koordinatorin der Flaggenaktion, „sie macht sich mitschuldig, wenn die Situation weiter eskaliert.“ Die Bundesregierung sollte eine Erkundungsdelegation nach Tibet schicken, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Auch die Ernennung eines EU-Sonderkoordinators für Tibet wäre ein guter Schritt. Dadurch könnte Europa seine Tibet-Politik koordinieren und China gegenüber mit einer starken Stimme sprechen. „Die chinesischen Machthaber müssen sich endlich eingestehen, daß es ein Tibetproblem gibt und daß eine friedliche Lösung nur mit den Tibetern möglich ist, nicht ohne sie und schon gar nicht gegen sie. Und die Zeit drängt.“

Die Tibet Initiative Deutschland dankt den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Landrätinnen und Landräten für ihre Unterstützung der tibetischen Sache und ihr Eintreten für die universelle Gültigkeit demokratischer Werte.

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1949/50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Am 10. März 1959 erhoben sich die Tibeter in Lhasa gegen die chinesischen Besatzer. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. Am 17. März 1959 floh der Dalai Lama vor dem Zugriff der Chinesen ins Exil nach Indien.


Die aktuelle Liste der Teilnehmer 2012 und weitere Informationen zur Flaggenaktion sowie die Tibetflagge zum Download finden Sie im Internet unter www.tibetflagge.net

Teilnehmer 2012 (Stand 8. März): Baden-Württemberg 181, Bayern 185, Berlin 4, Brandenburg 27, Bremen 11, Hessen 222, Mecklenburg-Vorpommern 19, Niedersachsen 115, Nordrhein-Westfalen 129, Rheinland-Pfalz 121, Saarland 33, Sachsen 82, Sachsen-Anhalt 56, Schleswig-Holstein 19, Thüringen 10

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